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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 1 Jahr 8 Monate her #14577

Unerwarteter Überfalls der Orks
Praiostag, 18. Peraine 1022 nach BF um ca. 03:00 Uhr (Traviastunde)
Die Wunden wurden notdürftig versorgt. Auch der noch immer namenlöse Söldner kommt wieder einigermaßen auf die Beine. Noch bevor die Helden beschließen können, was sie mit den Leichen machen, bzw. wie sie weiter vorgehen, richtet Torbrand Thivarson, jener Thorwaler welcher am Ende des Kampfes dazugestoßen ist, das Wort an alle.

Offtopic: Ich habe die Ansprache vertont, bzw. in Bewegtbildform gebracht. Hier der Link zum privaten Youtube-Video. https://tinyurl.com/w9mw3mhh Alternativ hier der Text in Reinform.

Thorbrand Thivarson:
Swafnir sei Dank, seid ihr noch am Leben. Ich bin nicht ohne Grund früher als ihr mich vermutlich erwartet habt eingetroffen. Ich kam am Nachmittag, des gestrigen Tages in Groenvelden an. Ich sah bereits von weitem Rauch aufsteigen und dachte mich noch, na brennt da ein Gehöft? Doch als ich näher kam sah ich, dass mehrere Gebäude brannten, und vernahm Geschrei und Waffenlärm. Ich versuchte so gut es ging mich näher heranzuschleichen und sah brandschatzende Orks. Es mussten mindestens hunderte, wenn nicht mehr gewesen sein. Selbst Oger habe ich gesehen. Da kam plötzlich der Gedanke, dass Ihr auch in Gefahr sein könntet, und lief so schnell meine Beine mich tragen konnten, in Eure Richtung. In der Hoffnung, dass euch nichts passiert ist. Leider wurde ich unterwegs von mehreren Orks gestellt, konnte ihnen aber zeigen aus welchem Holz wir Thorwaler Plünderfahrer geschnitzt sind. Swafnir sei Dank! Und so traf ich jetzt bei Euch ein, und konnte sehen, wie Ihr euch tapfer erwehrt habt. Doch ich fürchte es bleibt keine Zeit für Rast, denn…

Plötzlich hört man fernes Geheul von Wölfen oder Hunden, welches rasch näherkommt.

Thorbrand Thivarson: (sehr lautstark)
Lauft so schnell ihr könnt! Wir müssen den Bodir überqueren, sonst werden uns diese verdammten Hunde in Stücke zerfetzen.

Dank der letzten Worte sind alle aufgeschreckt, und versuchen so schnell als möglich Richtung Baumstamm zu laufen. Einige versuchen das wichtigste Hab und Gut noch zu erwischen, bevor sie bereits erkennen, dass die vermutlich orkischen Kampfhunde sehr nah sind, und bereits 100 Gestalten (vermutlich Orks) in der Dunkelheit auftauchen.

Schnell zischen die ersten Pfeile durch die Luft, und einige werden getroffen. Es ist ein heilloses Durcheinander, und fast wäre Carisa, welche sich nicht von ihren Utensilien trennen konnte von den Hunden erwischt worden, wenn nicht Adalarion mit einem zielsicheren Schuss seines Bogens es schaffte, zwei Hunde so weit aufzuhalten, dass Carisa über den Baumstamm laufen konnte.

Dort machten sich bereits einige Thorwaler ans Werk und kappten die Taue, welche den Baumstamm festhielten. Als diese endlich durchtrennt wurden, wurde der Baumstamm mit letzter Kraft ins Wasser befördert.

Dies hielt zwar fürs erste die Hunde auf, jedoch surrten weiterhin viele Pfeile durch die Dunkelheit. Thorbrand Thivarson rief laut, dass alle Schildträger den Rückzug decken sollen. Pfeile krachen wuchtig in die Schilde, doch dank dieser Aktion erleidet die Gruppe keine weiteren Treffer.

Zwei Stunden später kann die Gruppe aufgrund von Verletzungen und Schock nicht mehr weiter. Da die Laute von Hunden und Orks fürs erste nicht mehr hörbar waren, wurde kurzerhand beschlossen, ein Nachtlager aufzuschlagen. Bzw. da die meisten keine Nachtlagerutensilien mehr hatten, legten sie sich einfach ins Gras. Adalarion hielt Wache, und biss die Zähne zusammen munter zu bleiben, und alle verdächtigen Bewegungen sofort zu erahnen. Carisa und Marik träumten beide unabhängig davon, dass sie in einer Höhle einer dämonisch aussehenden Spinnenkreatur mit einem menschlichen Oberkörper gegenüberstehen. Diese spricht mit dämonischer Stimme zu ihnen: Ich habe euch bereits erwartet. Beide erwachen mit einem gehörigen Schreck. Auch der Skalde Asgir scheint einen bösen Traum gehabt zu haben, und ist seitdem schwer verunsichert, ob diese Reise sie nicht in Borons Hallen führen werde.

Ca. 06:00 Uhr (Firunsstunde) die Sonne geht auf, und Adalarion weckt alle Gefährten auf. Auch wenn der Schlaf nur kurz war, hat er doch zumindest etwas Erholung gebracht. Die Helden befinden sich immer noch in der Nähe des Flusses Bodir, da sie so vermuten am einfachsten den sogenannten Spinnenwald zu finden, welcher auf ihrem Kartenstück eingezeichnet ist.

Die Helden bemerken, dass Hunde und/oder evtl. sogar Orks auf der anderen Seite des Flusses sich bewegen. Deswegen versuchen sie so rasch als möglich Richtung Wald zu kommen und schaffen es auch 2 Stunden später. Vom Schutz der Bäume aus spähen sie in alle Richtungen, ob sie verfolgt werden, können aber nichts erkennen. Sie beschließen kurzerhand ihre Wasserschläuche im Bodir aufzufüllen, und teilen die Nahrungsrationen, welche sie noch verfügbar haben. Aufgrund des raschen Aufbruchs haben sie beinahe die ganze Verpflegung, Reiseutensilien wie Decken, Töpfe usw. verloren. Es ist spürbar, dass vor allem bei den hartgesottenen Thorwalern der Mut schwindet. Vor allem die Gruppe rund um Jalgrimra, Asgir und Thure reagiert sehr ungewohnt, und überlässt den Helden, bzw. den anderen Thorwalern die Entscheidungen.



Adalarion nützt die Chance und versucht sein Glück, in dem er an den Rand des Waldes marschiert und hofft evtl. ein Wild zu erlegen. Er kann es kaum fassen, vor ihm befindet sich im Steppengras ein Wildschwein, oder ähnliche Kreatur. Als er bereits anlegt erkennt er, dass sich weitere Bewegungen im hohen Gras abzeichnen. Er lässt dennoch einen Pfeil von der Sehne – Blattschuss er scheint das Tier perfekt erwischt zu haben. Seltsam nur, dass sich die anderen Kreaturen weiterhin im Steppengras auf ihn zubewegen. Rasch erkennt er, dass dies vermutlich eine Falle der Orks ist. Er läuft zu den Gefährten zurück, und berichtet ihnen das Orks an der Waldgrenze sind.

Schnell beschließen alle tiefer in den Wald vorzudringen. Als es bereits ca. 15:00 Uhr (Traviastunde) nachmittags ist, beschließt die Gruppe auf einer kleinen Lichtung ein provisorisches Lager aufzubauen. Marik legt alle Pläne offen, und erklärt sämtlichen Gefährten, dass sie auf der Suche nach dem legendären Schwert Thyrfing sind, und als Hinweis darauf jenes Kartenstück haben, welches auf den ersten von vermutlich drei Orten hinweist, wo sich das Schwert befinden könnte.

Überraschenderweise stellt Jalgrimra Marik nicht sofort zur Rede, wie er sich erlauben kann, diese Information an alle weiterzugeben. Thorbrand, Björk und Wulfgara versichern Marik, dass sie die Aufgabe haben, ihm beizustehen, komme was wolle. Auch der Hund „Alrik“ bellt wohlwollend dazu.
Jalgrimra, Asgir und Thure enthalten sich ihrer Stimme.

Währenddessen beschließen Adalarion und der noch immer namenlose Söldner den Wald weiter Richtung Markierung des Kartenstücks zu erkunden, und gegeben falls was Essbares zu erlegen. Adalarion nutzt die Change, und erfährt in einem ersten Gespräch, dass der Söldner Carranun heißt, und sich wohl auch im Wald gut auskennt.

Beiden fällt rasch auf, dass der Wald mit einer Vielzahl von Pflanzen, Kräutern und Pilzen bevölkert zu sein scheint. Als Adalarion sich gerade einer ihm bekannten Pflanze widmen will, umschlingen ihm plötzlich Ranken, welche sich im dichten Gras verbergen. Teilweise selbst, und durch Hilfe von Carranun kann er sich wieder befreien. Die Ranken haben einige Wunden an seinen Beinen verursacht. Doch die Neugier scheint beide nicht abzuhalten tiefer in den Wald vorzudringen. So müssen sie sich mehrmals den plötzlich auftauchenden Ranken erwehren. Nach weiteren 2 Stunden entdecken sie eine Lichtung mit einigen Karenen (Rehe). Leider ist ihnen Firun nicht hold, und die Tiere können fliehen. Aufgrund der Verletzungen durch die Ranken beschließt Adalarion zurück zum Lager zu marschieren.

Carranun hingegen begleitet ihn nur ein Stück und klettert danach auf einen Baum.
Dort versucht sich er einen Überblick über die Gegend zu verschaffen, und einen Anhaltspunkt zu finden, wo sie eigentlich hinmüssen.

Adalarion kehrt zur Gruppe zurück und berichtet von den gefährlichen Pflanzen, und dass sie aber auch Kräuter und eine Lichtung mit Karenen gefunden haben. Leider konnte sie kein Tier erjagen. Marik schlägt vor, dass sich Adalarion ausruhen soll, was dieser auch sofort tut. Ein großes Lagerfeuer wird entfacht, und improvisierte Speere an alle verteilt.

Kurz vor Einbruch der Nacht kehrt auch Carranun zurück zum Lager. Er scheint wohl noch weitere Schrammen erhalten zu haben. Er vermittelt den Helden, was er auf seinem Aussichtspunkt entdeckt hat. Danach informiert er alle, dass er sich nun schlafen lege, und jene Person, welche die zweite Wache halte, soll Adalarion wecken, damit er noch einmal jagen geht. Die Gefährten sind zwar überrascht, da Adalarion dies nicht kundgetan hat, jedoch befolgen sie den Anweisungen. Adalarion wird mitten in der Nacht aufgeweckt. Dieser macht aber daraus das Beste und kann trotz Dunkelheit ein Karen aufspüren und erlegen.

Rohalstag, 19. Peraine 1022 nach BF
Am nächsten Morgen scheint die Moral der Truppe, dank des Jagdglücks von Adalarion zurückzukehren. Die Thorwaler haben mehr schlecht als Recht das Tier in Stücke geteilt, und auf dem Feuer gebraten. Nachdem alle sichtlich besser gelaunt und gestärkt sind, beschließen die Helden die restlichen Stücke zu braten und als Vorrat mitzunehmen. Zusätzlich wurden einige Stunden zurückgelegt, um die Wasserschläuche am Bodir wieder aufzufüllen.

Danach machten sich alle in Richtung der Lichtung auf, welche Carranun und Adalarion gestern entdeckt hatten. Dort waren zwar keine Tiere, jedoch führten Spuren dieser in verschieden Richtungen. Die Gefährten einigten sich dann auf eine Richtung und kämpften sich mit Axt und Schwert durch das Dickicht, bzw. den hohen Gräsern.

Als es bereits Abend wurde, entdeckten sie einen Bach. Schnell wurde der Durst gestillt und die Wasserschläuche aufgefüllt. Zusätzlich wurde beschlossen hier ein Nachtlager aufzuschlagen. Marik hatte dann den genialen Einfall, das Sagen und Legenden meistens an der Quelle eines Baches/Fluss oder einer anderen markanten Stelle anfangen. Die Gefährten nickten, und beschlossen am Morgen den Bach bis zu seiner Quelle zu folgen. Die Nacht verläuft ereignislos und das restliche Fleisch wird verzehrt.

Feuertag, 20. Peraine 1022 nach BF
Nachdem die Wasserschläuche erneut gefüllt wurden, machte sich die Gruppe auf den Weg Richtung der Quelle des Baches. Nach 2 Stunden gelangen sie zu einer Stelle die so gar nicht zum Wald passt. Es sieht so aus als wären die Bäume von riesigen Ranken und Wurzeln umwuchert worden. Der Bach scheint unter diesem Gebilde hindurch zufügen.

Die Thorwaler gehen mit den Äxten ans Werk und schaffen nach einiger Zeit eine Öffnung in das Innere dieses seltsamen Gebildes zu schlagen. Marik stellt fest, dass hier vermutlich der Ursprung des Baches zu sein scheint. Zusätzlich riecht es hier, als wäre die Luft sehr abgestanden. Sehen können die Helden nur was, indem improvisierte Fackeln angezündet werden.



In der Mitte des Gebildes scheint ein Weg hinab in eine unterirdische Höhle zu führen. Dicke weiße Fäden, welche als Spinnweben identifiziert werden, zieren hier die nicht enden wollenden Wurzeln.
Nur mit Mühe können alle überzeugt werden, in die Höhle vorzudringen.

Die Höhle scheint riesig zu sein. Nicht von der Höhe oder der Breite, sondern vom schieren Ausmaß der Gänge. Die Helden bewegen sich systematisch tiefer hinein, und müssen sich immer wieder Angriffe von großen Spinnen erwehren, welche teils mit Netzen auf sie spucken, oder sie versuchen mit Bissen zu vergiften. Marik und Carranun scheinen teilweise wie gelähmt zu sein, wenn sie den Anblick dieser Bestien gegenüberstehen.

In einem etwas größeren Raum wird leider Thure gebissen. Die Wunde verfärbt sich schnell schwarz, und ihm geht es sichtlich schlechter. Jalgrimra und Asgir bitten Marik bzw. Adalarion ihnen zu helfen. Beide geben jedoch an, nicht zu wissen, wie man dieses Gift heilen könnte, und man abwarten müsste, was mit Thure passiert. Diese Aussage verkraftet Thure nicht, und läuft schreiend weg. Jalgrimra und Asgir nehmen die Verfolgung auf. Leider reagieren die Gefährten nicht rechtzeitig, deshalb wissen sie nicht, wohin die anderen gelaufen sind.

Nach kurzer Absprache beschließen sie die Höhle weiter zu erforschen, da es zu gefährlich sei, sich weiter zu trennen. Im nächsten größeren Raum treffen die Helden auf eine Andere Art von Spinne, welche zwar nicht giftig zu sein scheint, jedoch mit schnellen Bewegungen den Gefährten einige Wunden zufügt. Im Kampf wird leider Wulfgara von einen der giftigen Spinnen gebissen.

Diesmal reagieren jedoch die Helden anders, und versuchen die schnell schwarzverfärbende Wunde mit einer Fackel auszubrennen. Es scheint zu funktionieren, jedoch ist Wulfgara nun schwer verletzt, und beinahe Kampfuntauglich. Die Wunde wird notdürftig versorgt. Da es hier nicht weiterzugehen scheint, beschließen die Helden zurückzugehen und eine der anderen Abzweigungen zu wählen. Dort kommen sie leider an eine Stelle, wo der Gang überflutet ist. Vermutlich könnte man hindurch schwimmen oder tauschen. Jedoch ist dieses Risiko den Helden fürs Erste zu große, deshalb gehen sie ein weiteres Stück zurück, und versuch bei der nächsten Abzweigung ihr Glück…

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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 1 Jahr 7 Monate her #14607

Mutige Heldentaten verlangen Opfer
Feuertag, 20. Peraine 1022 nach BF (Karte mit Legende am Ende der Nacherzählung)
Nachdem auf der Kreuzung bei Punkt „E“ eine Spinne erschlagen wird, marschieren die Gefährten nach Links und treffen im Raum „F“ auf einige Spinnen. Leider sind sich die Gefährten uneins, ob sie sich zurückziehen, oder lieber kämpfen sollen.



Der Kampf ist hart, und einige aus der Gruppe ziehen sich Wunden zu. Hetmann Torbrand wird sogar vergiftet. Dank des schnellen Einschreitens der Helden, kann hier aber wie bei Wulfgara das Schlimmste verhindert werden.

Nach dem Kampf sehen sich die Helden in diesem Teil der Höhle um, und finden mehrere „frische“ Orkleichen welche noch ihre Ausrüstung und Waffen besitzen. Einige Pfeile und Bögen wechseln rasch den Besitzer. Danach wird einstimmig beschlossen fürs erste die Höhle zu verlassen.

Als sie oben wieder ankommen, und auch das Dickicht des „Spinnenwaldes“ verlassen, finden sie die anderen Thorwaler vor. Thure welcher ja gebissen und vergiftet wurde, ist am ganzen Körper schwarz eingefärbt, atmet jedoch noch, ist aber nicht ansprechbar. Daneben gesellt sich gleich Wulfgara, welche zwar dank den Helden nicht mehr vergiftet ist, aber anscheinend Wundbrand oder ähnliches erlitten hat. Sie kauert sich neben Thure auf eine Decke, und hat starkes Fieber.

Nach kurzer Beratung und Durstlöschung am Bach, beschließen die Gefährten, dass Adalarion und Carranun der Spur des Skalden Asgir zu folgen. Dieser hatte sich vor 2 Stunden auf den Weg gemacht, was Essbares zu erjagen. Die Anderen bauen ein Lager auf und verbarrikadieren den Eingang zum Spinnenwald, welche sie vor einigen Stunden selbst geschlagen hatten.

Adalarion und Carranun können Asgir aufspüren. Dieser beobachtet bereits seit einiger Zeit einige Karene. Das Jagdglück ist Adalarion hold. Er kann Wild erlegen. Anschließend machen sie sich wieder auf den Weg zurück ins Lager.

Die Nacht bricht herein, und die Gefährten können sich dank des Wildes stärken. Immer wieder hört man seltsame Geräusche aus dem Inneren des Spinnenwaldes. Jedoch kommen diese zum Glück nicht näher. Deswegen werden Wachen aufgestellt, und der Rest legt sich schlafen.

Wassertag, 21. Peraine 1022 nach BF
Dank einiger Kräuter konnten die Helden gut ruhen und regenerieren. Leider geht es Wulfgara gar nicht gut, damit hat die Truppe bereits zwei Ausfälle zu verzeichnen. Adlarion schlägt vor, ohne Licht erneut in den Spinnenwald, bzw. in die darunter liegende Höhle einzudringen. Ihm ist aufgefallen, dass die Spinnen auf Licht reagieren. Er erhofft sich dadurch, die Höhle erforschen zu können, ohne entdeckt zu werden. Dank seiner Elfenaugen kann er halbwegs in der Dunkelheit sehen. Nach einigem Hin und Her willigen alle ein, und der Eingang wird wieder frei gemacht.
Adalarion stellt in Kürze fest, dass er einzelne Spinnen aus der Ferne aus mit Pfeilen beschießen kann, und diese im ersten Moment nicht wissen, von wo der Pfeil kommt. Deswegen räumt er gleich den Raum neben dem Eingang aus. Danach schleicht er von Gang zu Gang beziehungsweise von Kreuzung zu Kreuzung. Wenn er auf einen größeren Raum trifft, wagt er es nicht tiefer vorzudringen, da er so in einen Hinterhalt treten könnte.
Er entdeckt, dass es neben den „normalen“ Höhlengängen auch kleine Durchgänge/Löcher gibt, welche gerade so groß sind, dass die angetroffenen Spinnenwesen durchpassen. Im Raum „G“ schafft er es mit Pfeilen die Spinnen zu vertreiben, welche sich rasch in den kleinen Durchgang zurückziehen.
Zwischen den Gängen „H“ und „I“ merkt Adlarion dass hier alleine kein Weiterkommen ist, da überall am Boden und an den Wänden Eier angebracht sind. Darüber krabbeln verschiedene Arten der Spinnenwesen. Adalarion beschließt Fetzen aus den Kleidungstücken der Orks aus Raum „F“ zu schneiden, und diese um mehrere Pfeile zu wickeln. Anschließend wird ein Pfeil angezündet und in den Gang „H“ geschossen. Als er merkt, dass der Gang länger als erwartet ist, und der Pfeil aufmerksam auf ihn gelenkt hat, flieht er zurück zum Ausgang. Beim Fliehen hört er aus dem Gang „I“ ein markerschütterndes Brüllen, welches er vorher noch nicht vernommen hatte.
Nachdem Adalarion allen berichtet hat, wird beschlossen erneut gemeinsam in die Höhle zu gehen, diesmal jedoch mit neuer Taktik. Adalarion wird mindestens 10 Schritt im Dunkeln vorgeschickt. Dahinter wird dann der Rest mit Fackeln unterwegs sein. Jedoch bevor sie dies in die Tat umsetzen können, musste noch festgelegt werden, wer Thure und Wuflgara bewacht. Björk, welcher bereits einige Wunden in der Höhle erhalten hat, übernimmt die Wache, da er der Meinung ist, dass er beim Lager mehr bewirken kann, als in der Höhle.
Somit wird der Plan umgesetzt, und die Helden schleichen mit Abstand zu Adalarion zum Gang „I“. Dort stellen sie fest, dass sie es wohl nicht schaffen werden, unbehelligt durch den Gang zu schreiten, und zusätzlich keine Eier zu zertreten. Deshalb wird der Plan kurzerhand aufgegeben, und die Truppe stürzt im Laufschritt in den Raum „J“.
Dort wimmelt es nur so von Spinnen, sowie einer seltsamen Spinnenartigen Kreatur, welche halb Mensch und halb Spinne zu sein scheint. Wobei Mensch womöglich die falsche Beschreibung ist. Dieses Wesen scheint auf einem rot leuchtenden Pentagramms zu stehen.





In dieser schier ausweglosen Lage, wachsen alle über sich hinaus. Die ersten Spinnen werden erschlagen, bevor diese groß reagieren können. Carisa versucht in dem Chaos die Übersicht zu behalten, und befiehlt den Anderen, die toten Spinnenkörper in die Durchgänge/Löcher zu stecken, damit keine anderen nachkommen können. Selbiges wird etwas später auch beim Gang „I“. gemacht. Dadurch haben sie im Moment keinen Weg raus, aber nachkommende Spinnen haben es auch schwer, reinzukommen.
Während dessen kämpfen die Helden gegen die übrigen Spinnen. Nun mischt sich auch die seltsame Spinnenkreatur ein, und zeigt mit dem Finger auf Marik. Sein Heldenmut weicht plötzlich einer Furch vor dieser Kreatur. Deswegen zieht er sein Flammenschwert zurück und hilft den Anderen beim Verbarrikadieren.
Den Göttern sei Dank, wird dieses Wesen nach einigen Augenblicken niedergestreckt. Doch Augenblicks später löst sich plötzlich ein nach Schwefel stinkender gelber Nebel und dringt in eine der toten Spinnen ein. Diese scheint sofort wieder zum Leben zu erwachen.



Diese wird schnell erschlagen und erneut erscheint der Nebel und dringt in Carisa ein. Dadurch fühlt sie sich plötzlich stärker, und spürt die Wunden welche sie hier erhalten hat nicht mehr.
Im gleichen Moment stellt sich Adalarion auf das Pentagramm. Der Neben verlässt sofort Carisa und fliegt auf Adlarion zu. Marik, welcher nach dem Tot der Spinnenkreatur wird seinen Mut gefasst hat, stellt sich mit dem Magierstab in den Weg und schlägt auf den Nebel ein. Während der Attacke dringt der Nebel in Marik ein, und das Leuchten des Pentagramms erlischt abrupt.
Verwirrt von dieser Szene, müssen sich die Helden, und deren Gefährten aber schnell was einfallen lassen, da die improvisierte Barrikade zu Gang „I“ in Kürze einbrechen wird…

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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 1 Jahr 5 Monate her #14663

Auf Messers Schneide
Wassertag, 21. Peraine 1022 nach BF

Als der gelbe Nebel in Marik einfährt, hört dieser instantan eine Stimme in seinem Kopf. Zusätzlich scheint er wenige Augenblicke nicht er selbst zu sein.

https://tinyurl.com/rzpr2vfe

Einige Sekunden später, wird er von allen Seiten angesehen. Adalarion fragt, ob es ihm gut geht. Marik nickt und versucht sofort von dem eben erlebten abzulenken, indem er in bester Anführer Manier Befehle verteilt. Da die Behelfsbarrikaden in Kürze einbrechen werden, scheinen alle das Gesehene fürs erste zu ignorieren. Verzweifelt suchen die Helden alle Teile der königlichen Brutkammer auf Geheimgänge ab.

Plötzlich ein lauter Knall, gefolgt von einem Donnern, wie wenn in einiger Entfernung eine riesige Explosion passiert wäre. Wenige Augenblicke erneut, ein heftiger Knall, welche selbst die Höhle zum Erzittern bringt. Die Spinnen scheinen abrupt das Interesse zu verlieren, sich einen Weg in die königliche Brutkammer zu bahnen. Den Geräuschen zu urteilen entfernen sich sämtliche Spinnenwesen.

Erneut knallt und donnert es ordentlich. An den Wänden laufen plötzlich Rinnsale von Wasser hinunter. Die meisten sehen Marik fragend an. Welcher Schritt soll als nächstes unternommen werden?
Dieser steht jedoch stocksteif auf dem Fleck, und scheint von Sinnen zu sein. Carisa schreitet sofort zu ihm heran. Da Marik auf Zurufe nicht reagiert, verpasst sie ihm kurzerhand eine kräftige Ohrfeige. Die Reaktion bleibt jedoch aus – Marik bleibt weiterhin stehen.

Während dessen hört Marik erneut eine Stimme in seinem Kopf.

https://tinyurl.com/56zz5m77

Carisa möchte ihm bereits eine weitere schallende Ohrfeige verpassen, als Marik wieder zu sich kommt. Ohne groß auf die Fragen der anderen einzugehen, befiehlt er allen die Barrikaden wegzuräumen. Er weiß den Weg zum Schwert Tyrfing. Alle sollen ihm ohne Fragen folgen.

Erneut sehen sich alle fragend an, gehorchen jedoch den Befehlen Mariks.
Der Skalde Asgir, welcher im letzten Kampf vergiftet wurde, liegt bereits am Boden. In der Eile vergessen alle, ihn mitzunehmen.


Folgend grafisch dargestellt, wie die Helden von einem Bereich zum nächsten Irren.



"1" Die Helden laufen von der königlichen Brutkammer aus zum "Raum B". Weder in den Gängen noch im Raum selbst stoßen sie auf Spinnen. Am Ende des Raumes entdecken einen Bereich, welcher nicht natürlich entstanden sein kann. An der Wand liegen Steine übereinander aufgestapelt. Schnell werden diese beiseitegeschafft, und dadurch ein improvisiertes Grab freigelegt. Zumindest scheint hier einst ein Mensch aufrechtstehend beerdigt-, bzw hinter den Steinen begraben worden zu sein.

Die Überreste halten verkrampft eine hölzerne Schatulle. Zusätzlich ziert das Skelett einen prächtigen Flügelhelm. Hetmann Torbrand ist sofort angetan, und nimmt den Helm sofort an sich. Marik hingegen ist etwas betrübt, da sie kein Schwert gefunden haben. Carisa versucht die Schatulle dem Leichnam zu stehlen. Da dies trotz großer Kraftanstrengungen nicht zu funktionieren scheint, wird kurzerhand die Hand abgeschlagen. Die Schatulle wird danach dank den Künsten von Carisa mit einem Dietrich rasch aufgebrochen.

Während dessen laufen zwei Schwertspinnen in den Raum. Adalarion sowie Carranun haben jedoch auf etwaigen Besuch gewartet, und können innerhalb kürzester Zeit beide Spinnen töten.

In der Schatulle befinden sich zwei Kartenstücke.

Eine Karte einer unbekannten Stadt mit Nummerierungen, leider ohne der benötigten Legende.



Sowie das Zweite Kartenstück, welches Marik sofort mit dem ersten zusammenhält. Es sieht so aus, als wäre das nächste Ziel nur wenige Meilen entfernt.



Im gleichen Augenblick scheint Hetmann Torbrand neuen Mut, sowie neue Energie gefasst zu haben. Stolz sitzt der Flügelhelm des Leichnams auf seinem Kopf. Er verkündet lautstark: Dies muss der Flügelhelm von Thorfinna sein.

Ohne dass nur irgendwer etwas sagen könnte, läuft Marik erneut vor und ruft allen zu: Kommt ich weiß, wo der Ausgang ist. Wiederholt folgen alle, ohne Gegenmeldung. "2" Marik nimmt den denkbar schlechtesten Weg direkt durch den Unterwasserstehenden Gang. Die Ausnahme bilden Adalarion und Jalgrimra. Adalarion weigert sich dort durchzuschwimmen, da es einen besseren Weg lt. ihm gibt. Jalgrimra versteht auch nicht, warum alle Marik hier folgen, wenn doch der eigentliche Eingang ("A") auch mit Sicherheit der Ausgang sein sollte.

Marik hört jedoch nicht auf die Beiden und wagt sich mit den anderen durch das Wasser. Da alle bereits angeschlagen und erschöpft sind, wären die Gefährten fast untergangen. Als sie endlich auf der mehr oder weniger trockenen Seite (Wasser ist nun überall in der Höhle bereits Knöcheltief) ankommen, stehen auch Adalarion und Jalgrimra bereits dort. Diese sind einfach um den Unterwasserstehenden Gang herumgelaufen.

Jalgrimra sowie auch die anderen werden langsam ungeduldig, und diskutieren lautstark mit Marik, warum gerade hier "3" ein Ausgang sein soll. Marik erklärt sich recht ungenau, dass er plötzlich eine Vision hatte, und wisse, dass der eigentliche Eingang für sie gefährlich wäre, und sie deshalb einen anderen Ausgang finden müssen. Er hat sich vermutlich vertan, wisse aber nun, wo sie hinmüssen.

Sichtlich genervt trotten die Gefährten von "3" über mehrere Stationen nach "4".
Dort angekommen müssen sie erneut schwimmen. Der Raum endet jedoch – sie sehen nur ca. 3 Schritt über ihnen einen kleinen Ausgang, welcher gerade groß genug ist, dass sie diesen kriechend durchschreiten könnten. Leider wissen sie nicht, wie sie schwimmend auch noch 3 Meter überwinden sollen. Ein Seil mit Wurfhaken hat leider keiner dabei.

Das Wasser steigt und steigt. Würden sie lange genug hier schwimmen, sollten sie den Ausgang erreichen können. Jedoch verlässt die Helden der Mut. Sie glauben nicht daran, dass sie so lange schwimmen können. Jähzorn breitet sich aus – die Gruppe steht kurz davor sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Bevor die Situation jedoch eskaliert, schreitet Adalarion zur Tat, und befiehlt allen ihm zu folgen. Sie müssen zum Eingang = Ausgang, auch wenn Marik sie davor gewarnt hat. Selbst Marik scheint gebrochen zu sein, und folgt Adalarion.

Während des Rückwegs von "4" zu "5" bzw. Eingang "A" versucht Adalarion mit schnellen Schritten im bereits bis zum Bauch stehenden Wasser alle noch nicht erkundeten Räume kurz zu kontrollieren. Carissa folgt ihm und birgt von zwei Orkleichen zwei Ledergürtel.

Minuten später kommen die Helden endlich beim Eingang "A" an. Dieser ist jedoch verschüttet. Hier ist also kein Ausgang mehr vorhanden. Da das Wasser nun bereits Brusthöhe erreicht, geraten alle bis auf Adalarion in Panik. Sie beschließen sich noch einmal zum Raum "4" mit dem Ausgang durchzuschlagen. Falls alle Gegenstände, welche beim Schwimmen hinderlich sein könnten, werden abgelegt. Die Ausnahme sind nur wenige Waffen und Ausrüstungsgegenstände, sowie die Goldbeutel der Gefährten… Adalarion spricht leise den Zauberspruch Wasseratmen, und befiehlt mit lauter Stimme, dass sich alle untereinander festhalten sollen. Egal was mit ihm passiert, sie sollen nicht loslassen.

Laufend, schwimmend, und mit etwas Phexens Gunst schaffen sie es wieder in den Raum "4". Adalarion taucht auf den Boden und stellt sich breitbeinig hin. Torbrand steigt auf die Schultern, und Carisa wiederrum klettert auf die Schultern von Torbrand. Durch einen schier unmöglichen Balance/Kraftakt schafft es Carisa in den kleinen Ausgang. Dort verspreizt sie sich so gut es geht zwischen den Höhlenwänden, und verknotet die Gürtel der Orks und lässt diese als provisorisches Seil hinunter. Ein Held nach dem anderen schafft es in den Gang. Phex sei Dank schaffen es alle erschöpft, verletzt aber lebend aus der Höhle.

Sie befinden sich wieder in einem dichten Wald. Mit letzten Kräften sammeln sie ein Feuerholz und erschaffen ein großes Lagerfeuer. Die Wärme tut gut, und trocknet langsam die nassen Klamotten. Aufgrund der anstrengenden letzten Stunden schlafen alle recht schnell ein. Jene welche zur Wache eingeteilt wurden, können nur mit viel Anstrengung ein vorzeitiges Einschlafen verhindern. Den Göttern sei Dank scheinen aber weder Spinnen noch sonstige Feinde ihnen in der Nacht auflauern zu wollen. Während alle einen erholsamen Schlaf haben, hört Marik erneut in seinen Gedanken oder Träumen die ominöse Stimme.

https://tinyurl.com/2p99f37w

Windstag, 22. Peraine 1022 nach BF
Adalarion und Carranun brechen in der Früh auf, Essbares zu finden. Wasser haben sie dank ihren gefüllten Wasserschläuchen noch für diesen Tag. Nach einigen Stunden kehren sie mit einem jungen Karen (Reh) zurück. Nach dem Mahl geht es allen besser. Adalarion und Carranun berichten, dass der Wald in südlicher Richtung nach 1,5 Stunden endet und in eine Steppe übergeht. In der Entfernung sind einige Hügel und kleinere Berge zu erkennen.
Die Gefährten sehen sich die Kartenstücke genauer an, und beschließen, dass sie noch einmal hier rasten, und am nächsten Tag zur Steppe, und von dort zum Bodir gelangen wollen. So versprechen sie sich am ehesten, die nächste Markierung zu finden. Der Nachmittag sowie die Nacht verlaufen ereignislos.

Erd(s)tag, 23. Peraine 1022 nach BF
Marik wacht erneut entkräftet auf. Er erzählt allen, dass er gestern wieder eine Vision hatte, und wisse, dass sie unbedingt das Schwert Tyrfing finden müssen. Jedoch geht es ihm nach jeder Ruhephase schlechter. Deshalb wirkt Adalarion einen Balsam Salabunde auf ihn. Danach machen sich die Gefährten auf den Weg. Einige Stunden später gelangen sie zum Fluss Bodir. Dies nutzen sie auch gleich, um die Wasserschläuche wieder aufzufüllen. Zusätzlich werden zwei Fische geangelt.

Zwei Stunden später bewegen sich die Helden am Bodir entlang Richtung Süden. Während sich der Fluss weiterhin in seinem Bett fortschlängelt, müssen die Helden langsam einen Aufstieg bewältigen. In der Ferne kann Adalarion dank seiner elfischen Augen ausmachen, dass der Fluss wohl durch den Berg durchläuft, oder zumindest aus dem Berg (ca. 1000 Meter Höhe) vor ihnen herauskommt. Falls sich Adlarion nicht geirrt hat, ist ein Boot in die Höhle hineingefahren. Leider konnten dies die anderen nicht sehen.

Auf halber Höhe zum Gipfel beschließen alle ein Feuer zu machen. Hierfür wird eine Grube gegraben, damit das Feuer nicht gleich entdeckt wird. Die Nacht verläuft ereignislos.

Markttag, 24. Peraine 1022 nach BF
Die Gefährten erklimmen rasch den Gipfel und können auf ein Tal blicken, welches von dem aktuellen Berg eingekesselt ist. Der Fluss scheint wahrhaftig durch den Berg zu fließen. Er fließt von der einen Seite durch den Berg in das Tal, und von dort durch die andere Seite des Berges wieder hinaus. Oder besser gesagt wird es nach Vermutung von Marik eher umgekehrt sein, da hier wahrscheinlich die Quelle des Bodirs entspringen muss.

In dem Tal sieht es so aus, als wären dort Bauwerke. Deswegen beschließen alle, dass dies vermutlich der markierte Punkt auf der Karte sein sollte, und machen sich daran, den Abstieg in das Tal zu beginnen.

Umso näher sie dem Tal kommen, umso mehr wird ersichtlich, was sich in dem Tal befindet. Ein großer purpurfarbener Turm erstreckt sich gegen Himmel. Als wäre dieser Anblick nicht schon imposant genug, wurde eine hohe Mauer aus schwarzem Gestein um den Turm herum gebaut. Außerhalb der Mauer befinden sich einige Zelte. Felder und Tierpferche können ebenfalls ausgemacht werden. Am Fluss liegt sogar ein Boot vor Anker.

Die Helden beschließen ungesehen so nah als möglich zu kommen, um das Tal und die Anzahl der Bewohner besser einschätzen zu können…

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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 1 Jahr 4 Wochen her #14748

Das versteckte Tal
Markttag, 24. Peraine 1022 nach BF



Die Helden beschließen an einer geschützten Stelle das Tal auszukundschaften. Marik ist sich von Anfang sicher, dass dieses Tal nicht natürlich entstanden sein kann.

Neben dem imposanten purpurnen Turm, ist mindestens genauso beeindruckend die schwarze Mauer, die aus einem Material zu stammen scheint, welches vermutlich aus den Felsen rund um das Tal geschlagen werden.

Grund dieser Annahme ist jener, dass an einer Stelle tief in den Felsen eine Höhle getrieben wurde. Zusätzlich sieht man vereinzelt an anderen Stellen Abbauspuren.

Außerhalb der Mauern gibt es ein Feld mit Weizenfrüchten, sowie einen Pferch für Schweine. Daneben befinden sich noch ein paar Rinder, welche von Hunden in Schach gehalten werden.
Ebenfalls in der Nähe befinden sich dutzend von Goblins, welche mit wenig Motivation in der Gegend herumstehen, oder auf ihren Lagerbetten liegen.

Auf der Mauer patrouillieren Orks. Auch diese scheinen mit keiner Gefahr zu rechnen, da diese kaum die Gegend beachten.

Carisa und Adalarion schleichen jeweils in die andere Richtung, um so einen besseren Überblick zu erhalten. Carranun findet dies mehr als seltsam, da Carisa sich ja als die Adelige Herrin auf dieser Expedition ausgegeben hat. Er behält aber sein Vorurteil/Verdacht vorerst bei ihm.

Nach einer guten Stunde kehren beide wieder zurück zu den anderen Helden. Es wird berichtet, dass es eine weitere Ork Patrouille gibt, welche außerhalb der Mauern unterwegs ist. Zusätzlich scheint auf einem der Balkone eine hagere und kindsgroße Gestalt zu stehen.

Am Fluss stehen zwei menschliche Söldner sowie ein Fährmann. Das Boot wird von Orks und einem Oger beladen, welcher vorher nicht gesehen wurde, da er sich hinter den Mauern befand. Adalarion konnte die Menschen belauschen. Diese sprachen Garethi. Die beiden Söldner scheinen sehr unglücklich zu sein, da das Boot wohl zu beladen sei, und dadurch sie nicht mitfahren können. Zusätzlich beschweren sie sich über die Qualität der Ware, welcher der Turmbesitzer „Ceres“ (Anm. Carisa hat den Namen nicht gut genug gehört) den Söldnern anbietet.

Der Fährmann macht sich dann mit dem Boot gegen die Strömung in Richtung Quelle auf, was die Helden als sehr seltsam empfinden. Die menschlichen Söldner marschieren anschließend Richtung Turm.

Als letzte Information konnte Adalarion noch feststellen, dass an den Tormauern Banner angebracht sind, welche so gar nicht ins Orkland passen. Nachdem sich die meisten der Gefährten unsicher sind, oder gar keine Ahnung haben, werden sie sich dann einig, dass es sich wohl um ein Banner der schwarzen Lande handeln muss.

Nachdem die ganzen Informationen von allen verarbeitet wurde, beginnt eine wilde Diskussion, was nun getan werden sollte. Jalgrimra ist der Meinung, dass man einfach die Mauern stürmen sollte. Es müsste sich nur, wer um den Oger kümmern, den Rest macht sie. Die anderen spüren richtig ihren Hass auf die Orks, und den aufflammenden Mut, welchen sie verbreitet. Torbrand sowie Marik bremsen sie aber sofort. Ein frontaler Angriff würden sie nur wenige Minuten überleben. Hätten sie mehrere Banner, oder Ottajaskos (Aussage Torbrand), wäre ein Angriff möglich, aber nur zu sechst, haben sie keine Chance.

Man beschließt mal bis zum Abend zu warten, und weitere Informationen über die Lage einzuholen. Währenddessen bekommt Carranun von Marik die Aufgabe ein Lager auf der anderen Seite des Berges zu errichten, und nach Möglichkeit etwas Nahrung zu besorgen. Jalgrimra soll ihn dabei unterstützen/beschützen. Carranun befolgt ohne Widerrede die Anweisung und kümmert sich mit Jalgrimra darum. Marik gibt ihnen noch auf den Weg, dass sie auf den Fluss achten sollen. Sollte ein anderes Boot oder Floß kommen, sollen sie sofort berichten.

So vergehen wieder einige Stunden und es wird Nacht. Im Lager haben sich nun alle bis auf Adalarion eingefunden. Carranun konnte einige Fische angeln, welche nun am Feuer brutzeln. Ein weiteres Boot oder Floß kam nicht vorbei. Während dessen konnte Adalarion feststellen, dass Goblins in der Rangordnung unter den Orks sind. Sie müssen wohl als Bergarbeiter, Viehhirten und Bauern schuften, während die Orks ihnen Beine machen. Als es Nacht wird, kehrt außerhalb der Mauern Ruhe ein. Innerhalb der Mauern ist Fackellicht an mehreren Stellen erkennbar.

Nach kurzem Intermezzo holt Adalarion alle vom Lager wieder zurück zum Beobachtungspunkt und berichtet über das Gesehene. Da gerade Neumond war, sieht nur Adalarion Umrisse. Die anderen Helden sehen lediglich die Fackellichter innerhalb der Mauern. Carisa und Adalarion haben dann die zündende Idee, dass man mit zwei zeitlich abgestimmten Aktionen innerhalb der Mauern gelangen könnte. Eine, oder mehrere Personen legen Feuer bei den Zelten der Goblins (außerhalb der Mauern). Während dessen schleicht sich ein kleiner Trupp angeführt von Adalarion innerhalb der Mauern. Adalarion erklärt allen, dass er einen Zauber singen könnte, welcher in einem gewissen Radius komplette Stille verursachen würde.

Die Tore in der Mauer sind nicht geschlossen. Vermutlich rechnet keiner damit, dass hier jemand tollkühn eindringen würde. Die Helden wirken bereits euphorisch und wollen den Plan in die Tat umsetzen, bis plötzlich Marik das Wort ergreift. Euer Plan klingt nicht schlecht, aber mit diesem sind wir nur mal innerhalb der Mauern. Wir sind weder im Turm, noch wissen wir genau, wo wir das Schwert finden werden. Zusätzlich brauchen wir dann auch wieder einen Weg nach draußen, und eine gute Fluchtmöglichkeit. Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, wenn wir entweder schwimmend oder über den Berg kletternd, versuchen das Tal zu verlassen.

Ein Raunen geht durch die Menge. Marik spricht weiter: Ich schlage vor, wir schlafen in unserem Lager bis morgen früh. Danach versuchen wir das Tal großzügig zu umrunden, und zu prüfen was auf der anderen Seite zu finden ist. Eventuell finden wir das Boot, oder ein Boot, welches wir als Fluchtmittel nutzen könnten.

Da es keine Gegenstimmen gibt, kehren die Helden in ihr Lager zurück und übernachten.

Praiostag, 25. Peraine 1022 nach BF
Am nächsten Tag umrunden die Helden das Tal und setzen anschließend den Marsch Richtung Quelle des Flusses (Seitenarm des Bodhirs) fort.

Nach ca. 10 Stunden kommen sie in ein bewaldetes Gebiet. Da den Helden der Magen zu knurren beginnt, beschließt Adalarion sein Jagdglück zu versuchen. Während dessen wandern die Anderen Gefährten weiter Richtung Quelle.

Plötzlich sehen sie in der Ferne eine Hütte, sowie ein Boot, welches vor der Hütte an Land gezogen wurde. Als sie näher zur Hütte kommen, haben einige von ihnen entsetzte Gesichter. Neben dem Boot liegt ein toter Mensch, der Fährmann, welcher überseht von Ratten ist. Diese nagen aggressiv an seinem Fleisch. Keiner traut sich so richtig ran. Stattdessen wird als erstes die Hütte umrundet, und danach betreten. Darin befindet sich ein Bett, eine Feuerstelle mit Kamin, sowie ein paar Utensilien, um sich eine Nahrung zu zubereiten.



Carisa sieht sich draußen beim Boot um, und stellt fest, dass es eine Spur weg vom Boot gibt. Die Spur sieht aus, als wäre eine riesige Kiste von jemanden, oder etwas in Richtung Quelle des Flusses geschleppt worden. Carisa folgt der Spur und nach zirka 50 Schritt endet diese abrupt. 1 Schritt daneben im Fluss treiben kleinere Kisten, welche eindeutig als jene Kisten identifiziert werden können, welche im Tal von den Orks und dem Oger ins Boot verladen wurden.

Schnell holt Carisa die anderen Gefährten zu Rate. Marik tippt darauf, dass evtl. ein fliegendes Ungetüm die Kiste gepackt und in die Lüfte gehoben hat. Deswegen sieht man auch nach 50 Schritt keine weitere Spur. Er meint, schon mal von derartigen Kreaturen gehört zu haben, welche von den Feldherren der schwarzen Lande entsendet werden.

Während dessen konnte Adalarion 2 Meilen entfernt ein Rudel kleinerer Karene (Rehe/Hirsche) aufspüren. Mit einem gut gezielten Pfeil kann er eines der Tiere erlegen. Als er sich gerade darum kümmert, seinen Pfeil aus dem toten Tier zu ziehen, vernimmt er plötzlich eine Bewegung aus dem Unterholz nicht weit von ihm entfernt. Schnell nimmt Adalarion den Pfeil und läuft mutig zu der genannten Stelle. Hinter Wald und Buschwerk findet er einen Mann, welcher in grau und purpurner Kutte gehüllt ist. Dieser hebt sofort seine Hände, und verkündet, dass er dem Elfen kein Leid will. Er fragt ihn sogar gleich, ob sich Adalarion nicht an ihn erinnern könnte. In Phexcaer hatten sie kurz Bekanntschaft gemacht. Sein Name sei Alvin.

Adalarion kann sich leider beim Besten Willen nicht an diesen Namen erinnern. Alvin schlägt Adlarion vor, wenn er ihn gehen lässt, würde niemand erfahren, dass er überhaupt hier gewesen sei. Diesen Vorschlag nimmt der Elf klarerweise nicht an. Stattdessen fragt er Alvin, warum er in diesen Wäldern herumschleicht. Alvin erklärt, dass er die Gefährten bereits seit Phexcear verfolgt. Er habe von seinem Herrn die Aufgabe erhalten, eine Botschaft an Carisa zu überbringen. Dies soll er nach Möglichkeit ungesehen machen. Als er dann gemerkt hat, dass die Helden in der Spinnenhöhle in Not geraten könnte, hat er eine Explosion verursacht, welche die Tiere vertrieben hat. Das durch diese Explosion fast alle gestorben wären, konnte er nicht ahnen. Er hat dann einen anderen Eingang/Ausgang der Spinnenhöhle gesucht, und diesen auch gefunden. Aufgrund der Spuren wusste er, dass die Helden noch am Leben sind, und ist ihnen weiter gefolgt. Leider war er jetzt etwas zu unvorsichtig und wurde deshalb von Adalarion entdeckt. Er beteuert noch einmal, dass er ihnen kein Leid zufügen möchte, und lediglich Carisa persönlich eine Botschaft überbringen will.

Adalarion schlägt darauf vor, dass sich Alvin auf einen Baumstumpf in der Mitte der Lichtung setzen soll, und dort auf die Ankunft von Carisa warten soll. Sollte er dies nicht tun, und er erneut den Helden über den Weg laufen, wird Adalarion nicht zögern und ihn erschießen.

Alvin willigt ein, und setzt sich in der Mitte der Lichtung auf den Baumstumpf. Adalarion schwingt das Karen über die Schultern, und versucht so schnell wie möglich die anderen Gefährten einzuholen.

Während dessen haben die Helden die im Wasser treibenden Kisten eingesammelt, und das Boot in den Wald getragen und versteckt. Flussauf-, sowie abwärts wurden Wachen (Jalgrimra und Torbrand). Marik wirkt leider immer mehr gepeinigt. Er erzählt auf Anfrage, dass er wohl krank geworden sei. Die Wahrheit verschweigt er. Als sich der Magier gerade ins Bett der Hütte legen möchte, hört er Lärm von draußen.

Adalarion aufgebracht stürmt in die Hütte und wirft das Karen auf den Tisch. Danach stapft dieser und nörgelnder Stimme vor die Hütte. Bin ich der Einzige, der hier etwas Sinnvolles macht? Vor der Hütte liegt eine Leiche übersäet von Ratten, und ihr lässt sie einfach liegen. Marik meint, dass er die Anderen gebeten hatte, sich darum zu kümmern. Es hat wohl niemand auf ihn gehört. Daraufhin entflammt Marik den Stab und gibt ihn Adalarion. Dieser versucht sofort die Ratten in Brand zu setzen. Durch diese Aktion verlieren die Ratten sofort die Lust an der Leiche, und widmen sich stattdessen Adalarion. Er erleidet einen Rattenbiss, kann aber 3 Biester in kürze erschlagen. Plötzlich stürmen die Ratten wie von Geisterhand getrieben direkt ins Wasser, und versuche aufs andere Ufer zu schwimmen. Alle sind sehr verwundert, und Marik spricht aus, was vermutlich die Anderen denken: Orks, Borbaradianer und nun auch noch der Namenlose. Kann es noch schlimmer kommen?

Anstatt sich bei Adalarion zu bedanken, spricht Carranun ihn an, und fragt ihn, warum dieser so aufgebracht sei. Adalarion wiederholt in kurzen Worten das soeben erlebte: Ich bin auf der Jagd. Während dieser begegnet mir mitten im Wald eine Gestalt, welche eine Graue und Purpur Kutte trägt. Diese meint, dass sein Name Alvin sei, und wir ihn kennen sollten. Zusätzlich habe er eine Botschaft für Carisa.

Als Carisa dies hört, macht sie sich sofort heimlich auf den Staub in die Richtung aus der sie gekommen sind. Interessanterweise scheint Marik entweder wenig interessiert, oder zu angeschlagen zu sein, geht deswegen, ohne ein weiteres Wort zu sagen in die Hütte und legt sich ins Bett. Carranun dreht sich im Kreis, da er gerne Carisa befragen würde, ob dieser den Mann kenne. Doch Carisa ist nicht mehr da. Schnell versuchen alle, außer Marik die Spur von Carisa aufzunehmen.

Carisa konnte sich zwar perfekt und heimlich aus dem Staub machen, jedoch hatte sie keinen wirklichen Plan, wo sie Alvin finden sollte. Dadurch holen die Anderen sie schneller wieder ein. Carisa gibt kleinlaut zu, dass sie Alvin treffen, und das Problem so schnell wie möglich aus der Welt schaffen möchte. Leider wisse sie nicht, wo sich dieser genau befindet. Adalarion packt sie am Oberarm und führt sie zur Lichtung. Die anderen Gefährten folgen den Zweien mit einigen Schritt Abstand.

Auf der Lichtung sitzt noch immer Alvin wie abgemacht auf dem Baumstumpf. Als er Carisa sieht steht er sofort auf, und verbeugt sich vor ihr. Werte Carisa, welch Freude euch wiederzusehen. Carisa tritt schnell nahe an Alvin heran, und sie tauschen ein paar Worte. Zusätzlich übergibt Alvin geschickt ein Dokument an Carisa. Alvin versichert danach allen, dass er nun auf Abstand gehen werde, und sie nicht weiter von ihm behelligt werden. Adalarion erinnert ihn noch einmal daran, dass bei Wiedersehen, er nicht zögern wird, auf ihn zu schießen.







1 Stunde später sind wieder alle zurück bei der Hütte. Torbrand, sowie Carranun berichten sofort Marik. Dieser erhebt sich erneut vom Bett und fragt Carisa, was diese ganze Situation soll. Carisa antwortet, dass es sich um eine alte Geschichte handelt, welche sie wohl bis hier her verfolgt habe. Diese Geschichte sollte aber jetzt abgeschlossen sein. Marik würdigt Carisa einen strengen Blick und spricht anschließend folgende Worte aus: Sollte ich feststellen, dass ihr im Bunde mit dem Namenlosen Gott seid, werde ich nicht zögern euch zu richten. Carisa beschwichtigt Marik erneut, dass dies nicht der Fall sei, und dies nicht wieder vorkommt.

Adalarion lässt sich zur gleichen Zeit berichten, was bei der Hütte vorgefallen ist. Nachdem er alles gehört hat, fragt er erneut: Ihr habt sicher keine Waren oder Kisten mit Inhalt gefunden? Er wartet nicht auf die Antwort und stapft in die Hütte. Dort prüft er die Holzdielen am Boden und findet tatsächlich eine versteckte Lucke. Kurzerhand wird diese geöffnet und Carisa sowie Adalarion zwängen sich den engen Schacht hinunter. In einem gegrabenen Erdkeller angekommen finden die Zwei insgesamt 10 Kisten.

Schnell werden alle rauf in die Hütte gebracht. Dort macht sich Carranun schnell daran, die Kisten zu öffnen. Marik ist davon beeindruckt, und fragt, von wo Carranun dies so gut könne. Carranun kann mit kurzen Worten Marik überzeugen, dass er aus der Andergaster Region stammt, und sich im Wald, und mit Handwerk gut auskennt. Marik freut sich, und sagt zu Carranun: Dann bist du ein nützlicher Gemeiner. Es freut mich dich unter meiner Herrschaft zu haben. Carranun verkneift sich, eine falsche Antwort zu geben und spielt das Spiel mit. Er denkt sich: Besser alle glauben, ich bin ein Andergaster Taugenichts, als ein Adliger aus Nostria.

Die Kisten werden nach und nach geöffnet. Darin befinden sich verschiedene Fläschchen mit unterschiedlichen Flüssigkeiten. Zusätzlich werden auch Erzfragmente gefunden, welche vermutlich aus dem Tal stammen. Zu Guter Letzt finden die Helden noch ein Schreiben.



Nachdem Marik das Schreiben laut vorliest, haben sie jetzt die Gewissheit, dass die Besitzer des Tals, oder Turms entweder Borbaradianer sind, oder zumindest mit denen Geschäfte machen.

Marik sowie Adalarion beschließen 5 Fläschchen jeweils einzustecken. Der Rest wird wieder in den Erdkeller gebracht. Danach wird die Luke wieder verschlossen.

Nach kurzer Beratschlagung beschließen die Gefährten sich in der Näher der Hütte zu verstecken, bzw. ein Lager zu errichten. Sie hoffen, dass entweder die Söldner ihren Fährmann suchen oder ein anderes Boot zu ihnen kommt. Ihr Ziel ist es, durch die Aktion, Gefangene zu erhalten, welche sie verwenden können, ohne Kampf in den Turm zu gelangen. Wie genau sie das machen wollen, lassen sie noch offen.

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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 1 Jahr 3 Wochen her #14764

Die Umsetzung des Plans
Praiostag, 25. Peraine 1022 nach BF

Nach einer Stunde haben sie ein akzeptables Lager, abseits der Hütte, in der Wildnis aufgeschlagen. Thorbrand sowie Jalgrimra bilden weiter die Vorhut als Späher und Wachen. Carisa nutzt die Chance und macht sich auf zu Thorbrand. Während dessen versucht Adalarion in den Wäldern etwas Essbares zu jagen.

Carisa kommt wenig später bei Thorbrand an, und spricht ihn bzgl. der Informationen an, welche sie von Alvin erhalten hat. Sie möchte wissen, ob Thorbrand die Aussagen von Alvin glaubt, dass die Orks bereits vor Phexcaer stehen? Zusätzlich möchte sie wissen, ob Hetmann Tronde darauf reagieren wird. Es entsteht ein lockeres Gespräch, welches Carisa dank ihrer Redegewandtheit in eine gewisse Richtung lenkt. Ihr Ziel ist es, Zweifel in Thorbrand zu säen.

Thorbrand wird im Laufe des Gesprächs immer unsicherer, ob Hetmann Tronde der ideale Anführer für eine neue Bedrohung der Orks wäre. Er berichtet nämlich Carisa, dass Tronde zwar die Thorwaler schon einmal gegen die Orks vereint hat, jedoch am Kampf gegen diese gar nicht beteiligt war. Zusätzlich versucht Tronde nach und nach die Thorwaler von einstigen Plünderfahrern zu Händlern, sowie guten und ehrlichen Seeleuten umzuerziehen. Dies spaltet die Thorwaler, und Hetfrau Maradas bekommt immer mehr Zuspruch. Abschließend sagt er, dass vermutlich die Thorwaler geeint Maradas gegen die Orks folgen würden. Sollte es zu einem Zweikampf der beiden Hetleute kommen, und Maradas diesen für sich entscheiden, würde sich sicher einiges ändern, was nicht schlecht sein muss…

In diesem Gedanken, lässt Carisa Thorbrand zurück. Sie versichert ihm, dass er bald von der Wache abgelöst werde, und etwas Verpflegung von ihr erhalte.

Als nächstes macht sie dasselbe Spiel bei Jalgrimra. Dort spürt sie schnell, dass für Jalgrimra nur Hetfrau Maradas die wahre Herrscherin sein kann. Solange sie Tyrfing finden, und Jalgrimra das Schwer an Maradas überreichen kann, ist sie mit dem derzeitigen Plan halbwegs zufrieden. Sie wünscht sich aber, dass endlich was passiert. Diese Warterei habe sie nämlich satt. Die Orks nähe Phexcaer machen ihr weniger Sorgen. Sollte Tronde nicht reagieren, wird das sicher Maradas tun. Dies wird weiter die Gunst von Tronde schmälern.

Carisa lässt sich erneut durch Redegewandtheit versichern, dass bei erfolgreicher Beschaffung und Auslieferung von Tyrfing an Hetfrau Maradas, sie mit einer dementsprechend Belohnung rechnen können. Genauer möchte sie, dass die Thorwaler etwas Unruhe bei Nostria auslösen, damit Andergast einen Vorteil erhält. Jalgrimra meint, dass dies kein Problem sein sollte. Sobald Maradas das Schwert hat, und Tronde am Boden liegt, wird sie genug Thorwaler hinter sich haben, welche gerne in Nostrischen Orten plündern werden.

Zufrieden mit den Gesprächen versichert Carisa auch Jalgrimra, dass sie bald von der Wache abgelöst werde, sowie etwas Verpflegung von ihr erhalte.

Wenig später gelangt Carisa zurück zum provisorischen Lager und berichtet Marik sowie Carranun, dass Thorbrand sowie Jalgrimra abgelöst werden wollen. Zusätzlich möchte Jalgrimra, dass endlich was passiert. Marik meint, dass das Lager hier eigentlich überflüssig ist, und er zurück zur Hütte geht, und sich niederlegt. Es hat den Anschein, als wäre es ihm egal, was die anderen machen. Carranun sowie Carisa protestieren, und meinen sie haben ja vor kurzem beschlossen, dass sie hier eigentlich auf die möglichen Borbaradianischen Söldner warten wollen, damit sie deren Kleidung erhalten, und so leichter zum Turm gelangen. Marik sagt darauf:“ Ach, die kommen heute sowieso nicht mehr“. Gesagt getan, verlässt Marik das provisorische Lager, und marschiert Richtung Hütte.
Carranun und Carisa sehen sich Achselzuckend an, und folgen Marik.

Während dessen konnte Adalarion erfolgreich einen großen Karen-Bock erlegen und bringt ihn zum provisorischen Lager. Als dort keiner mehr ist, begibt er sich etwas genervt Richtung Hütte.

Bei der Hütte fragt er Carranun und Carisa, warum keiner mehr im Lager ist. Daraufhin erklären sie ihm, dass Marik den Plan geändert hat. Er liege nun in der Hütte. Adalarion schüttelt den Kopf, und sagt gut – ich kümmere mich jetzt um das Essen. Macht euch nützlich, und kümmert euch um Feuerholz.

Zwei Stunden später dämmert es. Der Braten ist fertig. Adalarion fragt, ob jemand Thorbrand und Jalgrima etwas zu essen bringen möchte. Als sich keiner meldet, sagt Adalarion schaubend:“ Gut, dann gehe ich selbst“. Carisa greift ihm auf die Schulter und sagt, danke – ich werde Jalgrimra bescheid geben. Sag Thorbrand, dass er seine Wache beenden, und zurück ins Lager kommen soll. Es wird Zeit, dass ein ordentlich Plan geschmiedet wird.

Als Adalarion sich aufmacht, und keiner das Feuer vor der Hütte beobachtet, nutzt Carisa die Chance, und verbrennt die Pergamente, welche sie von Alvin erhalten hatte. Danach macht sie sich zu Jalgrimra auf.

Etwas später sind alle vor der Hütte. Thorband sowie Jalgrimra sind schlecht gelaunt, da sie nicht verstehen, warum der Plan jetzt verworfen wurde, und warum sie für nichts den ganzen Tag Wache stehen mussten. Alle betreten die Hütte. Marik konnte aufgrund des Lärms nicht schlafen und vollzog einen Stabritus.

Jalgrimra sieht, dass Marik seinen Magierstab mit einem freudigen Blick würdigt und sogar etwas streichelt. Sie hält ihm sofort eine Predigt:“ Was soll dieser Planwechsel? Warum müssen wir für nichts und wieder nichts Wache stehen? Warum gehen wir nicht endlich in die Offensive? Und was zum Teufel hat Marik hier in der Hütte getrieben?

Marik erklärt sich, indem er den Gefährten mitteilt, dass er seit der Spinnenhöhle geschwächt sei. Wie wenn er krank wäre. Dennoch hat er sich in den letzten Stunden Gedanken gemacht und schlägt nun folgenden Plan vor. Morgen, nachdem sich alle gestärkt haben werden wir uns wieder Richtung Turm aufmachen. Wir werden das Boot verwenden, um schneller zu sein. Außerhalb des Berges, welcher das Tal des Purpurturms umgibt, werden wir das Boot an Land bringen. Danach werden wir die Anhöhe hinaufsteigen, und das Tal ausspähen. Sollten wir dort nichts Unerwartetes vorfinden, werden wir in der Nacht mit dem Boot über die Flusspassage in das Tal eindringen und direkt bei der Mauer vor Anker gehen.

Adalarion wird dann einen Zauber singen, welcher uns in vollkommener Stillen wandeln lassen wird. Ich habe mich in den letzten Stunden darum gekümmert, einen neuen Stabzauber zu forcieren. Mit diesem kann ich nun meinen Stab in ein Seil verwandeln. Dieses Seil findet selbst die ideale Position, um sich fest zu knoten. So können wir auf die Mauer gelangen, und leise eine Orkwache nach der Anderen ausschalten.

Thorbrand darauf klatscht in die Hände und sagt: Gut, dann werde ich den Torturm mit dem Fallgitter Richtung Fluss bewachen. Sollte jemand von außen hereinwollen, werde ich das Fallgitter schließen.

Jalgrimra nickt ebenfalls, und klopft Marik auf die Schulter. Genau das wollte ich hören. Morgen werden wir Orks schlachten, und das Schwert Tyrfing in unseren Händen halten. Bei Swafnir, morgen gibt es Blut.

Anschließend besprechen sie noch weitere Details. Wie zum Beispiel der gesungene Zauber von Adalarion genau funktioniert, und welche Schritte sie machen, wenn die Mauer ihnen gehört.

Stunden später gehen alle bis auf Carranun, welche die erste Wache hält, zur Ruhe. Marik kaut vor dem Einschlafen noch eine Tarnele, um besser zu schlafen.


Rohalstag, 26. Peraine 1022 nach BF

Am nächsten Tag geht es Marik wieder etwas schlechter. Deshalb bittet er Adalarion, ihn mit Gesang gesund zu singen. Nachdem der Gesang beendet ist, fühlt sich Marik fit genug, selbst einen Balsam Salabunde auf sich selbst zu wirken.

Eine Stunde später haben sich alle von den Resten des Karen-Bocks gestärkt. Alle packen ihre Sachen, und besteigen das Boot. Als sie ein paar Minuten unterwegs sind, hören sie plötzlich große Flügel, welche über ihnen in die Luft schlagen. Ein Kreischen sowie unnatürliche Laute durchdringen den Wald.

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Ehrfürchtig erspähen die Helden einen riesigen Vogel. Mehr Details kann nur Adalarion erkennen. Auf die Beschreibung hin, behauptet Marik, dass es sich um eines der dämonischen Wesen handeln müsse, welches vermutlich von den Borbaradianern geschickt wurde, um die Kisten nach Transysilien zu bringen.

Die Gefährten beschließen den Fluss bis ans Ende des Waldes zu fahren. Dort angekommen sehen sie in der Ferne den riesigen Vogel, welcher vor der Anhöhe des Tals zu kreisen scheint. Plötzlich lässt sich dieser in der Ebene nieder. Während alle anderen nichts erkennen können, beweist Adalarion erneut seinen Scharfsinn. Er meint zu erkennen, dass über die Anhöhe die beiden vermeintlich borbaradianischen Söldner gelaufen kommen.

Wenig später scheinen diese sich auf den Vogel gesetzt zu haben. Das Wesen hebt wieder ab, und fliegt in die Richtung der Helden. Kurz verharren alle und halten den Atem an. Das Untier, beziehungsweise die Reiter scheinen die Helden aber nicht bemerkt zu haben und fliegen über sie hinweg, Richtung Hütte.

Nach kurzem Ausatmen, beschließen alle so schnell als möglich zur Anhöhe zu gelangen, welche das Tal des Pupurturms umgibt. Dort angekommen bringen sie das Boot an Land, und tarnen es notdürftig. Danach marschieren sie den Berg hinaus, und spionieren das Tal aus.

Es hat sich nur unwesentliches verändert. Der einzige Punkt, welcher den Helden nicht gefällt ist jener, dass auf den Tortürmen nun jeweils zwei Wachen postiert sind. Die Gefährten beschließen, bis am Abend zu warten. Marik hofft, dass der dämonische Vogel nicht zurückkommt. Fragt sich aber zugleich, warum dieser nicht gleich direkt ins Tal geflogen ist. Es hat so ausgesehen, als könnte, oder wollte der Vogel nicht das Tal betreten ähem befliegen.

Phex sei Dank, passiert nichts und es wird Nacht. Auch hier schein die Gunst auf der Seite der Helden zu liegen. Es befinden sich nur mehr wenige Wachen auf den Mauern, sowie scheinen die Meisten Bewohner des Tals sich zur Ruhe begeben habe. Die Helden beschließen gegen Mitternacht mit dem Boot leise über die Flusspassage in das Tal einzudringen.

Sobald die Helden das Boot verlassen haben, singt Adalarion den Zauber Silentium. Rund um die Gefährten wird es still. Schnell verwandelt Marik seinen Stab zu einem Seil und lässt es auf einer Burgzinne sich selbst verknoten. Rasch klettern alle die Mauer empor und marschieren anschließend gemeinsam lautlos zum Torturm. Marik hat natürlich sofort nach der Kletteraktion das Seil zurück in den Stab verwandelt. Adlarion und Carranun sind die ersten oben. Adalarion schafft es leider nicht mit dem ersten Streich den Ork zu überlisten, lässt diesen aber bereits torkeln. Carranun wirft eines seiner Wurfmesser auf den Ork und trifft diesen so heftig, dass er über Zinnen hinab in den Tod stürzt.



Während Torbrand und Carisa fürs erste diesen Teil der Mauer halten, schleichen sich die anderen vor und erledigen einen Ork nach dem Anderen. Carisa lockt von der anderen Seite der Mauer gekonnt einen Ork zum Turm wo Torbrand und Carisa mit wenigen Hieben das Leben des Orks beenden.

Wenig später schließt Carisa wieder mit den anderen Helden auf, und gemeinsam begeben sie sich weiter, danke dem Zauber lautlos, über eine Treppe in das Innere der Mauer. Dort erstechen sie den schlafenden Oger brutal und skrupellos. Man merkt, wie alle etwas unvorsichtiger werden, da der Plan perfekt zu klappen scheint.

Als nächstes versuchen sie über einen der Eingänge in den Turm zu gelangen. Leider stellen sich gut gerüstete Orks aus dem roten Zelt in den Weg. Diese hatten aufgrund des Radius des Zaubers plötzlich bemerkt, dass etwas nicht stimmen konnte, da es Totenstill wurde.



Einer der Orks führt einen mächtigen Schlag mit seiner Orknase gegen Jalgrimra. Diese wird so stark getroffen, dass sie sofort umkippt. Während der Sekunden des Kampfes, deckt Marik von der Mauer des Turmhauses aus, die andere Seite. Er hat das Gefühl, dass vom blauen Zelt auch Feinde kommen könnten.

Er behält Recht. Ein Ork mit Kurzbogen kommt aus dem Zelt und zielt auf die kämpfenden Helden.
Marik spricht kurzerhand die Formel Blitz dich Find, werde blind – und deutet auf den Ork. Dieser scheint plötzlich etwas verwirrt zu sein, und schießt den Pfeil ins Nichts.

Während dessen kann der erste Ork vom roten Zelt erschlagen werden. Adlarion sowie Carisa haben jedoch jeweils eine Wunde davon getragen. Einige Augenblicke und einen weiteren Zauber von Marik später liegen alle Orks tot vor den Zeltern. Zum Glück hat keiner den Kampfeslärm gehört, da der Silentium von Adalarion immer noch wirkt. Marik konnte seine Zauber machen, da er genug Abstand zu Adalarion hatte. Nachdem die Orks in den Zelten versteckt wurden, kommt auch Jalgrimra wieder zu sich. Sie scheint noch kämpfen zu können, wird aber einen weiteren gezielten Treffer nicht aushalten.

Plötzlich merken sie, dass Marik nicht mehr bei ihnen ist. Dieser ist, wie von Sinnen einfach alleine in das Turmhaus gegangen. Rasch folgen sie ihm, und finden ihn vor einem Regal mit Folianten und Pergamenten stehen. Adalarion gibt Marik über Handzeichen zu verstehen, dass sie sich beeilen sollten, da der Silentium nicht mehr lang wirken werde. Wiederholt wie von Sinnen läuft Marik die Treppen hoch. Die anderen Gefährten versuche so gut es geht ihm zu folgen.



Im Stock darüber steht ein vor einem Bett eine maximal ein Schritt große, dürre Gestalt. Diese hält einen Stab mit einem grünfunkelnden Smaragd darauf, in der Hand. Als sie Marik sieht, versucht sie im ersten Moment zu schreien, merkt aber, dass absolute Stille herrscht. Auch Marik möchte im ersten Moment einen Zauber (Ignifaxius) wirken, merkt aber, dass dies nur schwer in absoluter Stille möglich ist. Deswegen verwandelt er seinen Stab zum Flammenschwert.

Als er gerade zum Schlag ausholen möchte, zeigt die kleine Frau mit ihren Stab auf ihn, und in einem Bruchteil einer Sekunde wird Marik zu stein. Carranun quetscht sich an Marik vorbei und wirft eines seiner Wurfmesser auf die Frau. Getroffen, taumelt diese etwas zurück. Schnell zieht Carranun sein letztes verbliebenes Wurfmesser. Er möchte der Frau nicht zu nahe kommen, da er glaubt, dass sie Marik mit dem Stab berührt hat, und deswegen dieser zu Stein wurde.

Adalarion postiert sich auf der Treppe und legt einen Pfeil ein, um danach an Marik vorbei die Frau zu treffen. Leider verfehlt der sonst so sichere Schütze. Die kleine Frau pocht mit ihrem Stab einmal auf den Boden. Danach ein zweites Mal. Erneut trifft ein Messer von Carranun sie. Schwer verletzt pocht sie den Stab ein drittes Mal auf den Boden. Plötzlich wird diese in eine große Rauchschwade eingehüllt, und ist von einem Moment auf den Anderen verschwunden.

Carranun und Adalarion sehen sich fassungslos an. Carisa und Jalgrima können auf der engen Wendeltreppe endlich nachrücken. Während Adalarion und Carranun wieder die Schwerter ziehen, und Jalgrimra deuten, dass sie rasch das oberste Stockwerk des Turms erklimmen sollten, macht sich Carisa daran kurz den Raum, besonders eine Truhe in Augeschein zu nehmen. Danach widmet sie sich Marik und flüstert ihm ins Ohr. Marik mein Liebster, ich werde alles tun, um dich vom Stein zu befreien.

Zur gleichen Zeit erstürmt Carranun als erstes das oberste Stockwerk. Dort trifft er auf einen ein Schritt großes männliches Wesen, welches ebenfalls einen Stab mit einem grünen Smaragd trägt. Mutig stürmt Carranun den Raum und schlägt mit dem Schwert wild auf den Mann ein. Carranun ist sicher, dass ein weiterer Schwerthieb reicht, um das Leben des Mannes zu beenden. Doch der Schwerthieb trifft nicht den Mann, sondern gleitet durch die Luft. Auch hier konnte sich der Bewohner des Turms durch einen vermutlich im Stab gespeicherten Zauber (Transversalis Teleport) in Sicherheit bringen.



Schnell sichert Adlarion den Balkon und prüft ob noch irgendwo versteckt ein Bewohner des Turms lauert. Als alles gesichert ist, werden schnell ein paar Fläschchen und andere Artefakte, die Adalarion für wertvoll befindet, eingesteckt. Anschließend gehen Adalarion, Carranun und Jalgrima wieder einen Stock hinunter.

Genau in diesem Moment endet der Silentium, und alle können sich wieder verständigen. Adalarion möchte schauen, ob er Marik helfen kann, merkt aber, dass er das nicht mehr muss. Sekunden zuvor scheint der Zauber seine Wirkung verloren zu haben, und Marik ist wieder er selbst. (Oder auch nicht?) Marik traut seinen Augen nicht, als er sieht, dass Marik und Carisa wild miteinander knutschen.

Schnell kommen beide aber wieder zur Besinnung, und beschließen rasch das Schwert zu finden, und anschließend den Turm zu verlassen. Immerhin gibt es immer noch genug Orks, welche vermutlich noch nicht wissen, dass sie im Turm sind. Zusätzlich wissen sie nicht, ob die beiden kleinen Burgbewohner nicht bereits irgendwo Alarm geschlagen haben.

Eine Minute später fragt Marik in die Runde. Habt ihr hier im Turm schon irgendwo ein Schwert gesehen? Darauf antwortet Adalarion:“ Ein Schwert nicht, aber ich glaube, das werden wir hier auch nicht finden!“ „Warum glaubst du das?“, fragt Marik. Adlarion hält Marik ein Stück vergilbtes Pergament entgegen.

Es ist das fehlende Kartenstück. Marik sieht kurz darauf, und sagt na toll, der nächste und hoffentlich finale Ort ist vermutlich mehrere hundert Meilen entfernt.



Carisa erinnert die Beiden, sowie Jalgrimra, dass sie sich sputen und zum Boot marschieren sollen. Sie werden Torbrand vom Torturm persönlich holen. Schnell werden letzte Gegenstände eingepackt. Carranun streift sich sogar ein halbwegs sitzendes aber stinkendes Kettenhemd der Orks über.

Wenige Minuten später sitzen alle Helden im Boot und versuchen so schnell als möglich das in Flussrichtung über die zweite Flusspassage zu verlassen.
Adrenalin, Angst, Schmerzen sowie verworrene Gedanken, noch immer Tyrfing nicht erreicht zu haben, spornen die Helden an bis zum Morgen Grauen des nächsten Tags Feuertag, 27. Peraine 1022 nach BF zu rudern.

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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 11 Monate 2 Wochen her #14784

Der letzte Weg zu Tyrfing
Feuertag, 27. Peraine 1022 nach BF

Obwohl die Praiosscheibe bereits hoch am Zenit steht, rudern die Helden abwechselnd noch immer bis zur Flusskreuzung kommen. Sie beschließen das Boot aus dem Fluss zu ziehen und hinter dem nächsten Hügel zu verstecken.

Trotz der Verletzungen und Müdigkeit entbrennt eine hitzige Diskussion, ob die Gefährten zurück nach Thorwal marschieren sollen, oder wirklich trotz der Gefahren weiterhin den Brotkrümeln folgen-, und Richtung Ogerzähne marschieren sollen.

Nach einigen hin und her, sind sich alle einig, dass aufgrund einer möglichen Orkinvasion es am sinnvollsten wäre, wenn sie in die Ogerzähne reisen um hoffentlich so rasch wie möglich Tyrfing zu bergen. Im einen könnte somit eventuell Übel von Thorwal abgewendet werden, und die eigentlichen Helden hätten ihre Aufgabe bei Hetfrau Maradas erfüllt.

In der Nacht träumt Marik wieder mit oder von seinem unliebsamen Mitbewohner im Geiste.

https://www.youtube.com/watch?v=gvVC18J1xsM&list=PLwUbQQ2_zfB2S-EdTGQSpUjRi5MEpx3pr&index=4

Wassertag, 28. Peraine 1022 nach BF
In der Früh springt Marik auf fordert alle umgehend auf, die Sachen zu packen, und aufzubrechen.
Alle sind sehr verwundert, da er ja sonst nicht so motiviert in der Früh ist, folgen jedoch dem Aufruf.

Sie marschieren den Fluss aufwärts Richtung der Ogerzähne entlang und schaffen es gegen der Traviastunde (ab 15:00 Uhr) ein schützendes Wäldchen zu erreichen. Ein Lager wird errichtet, und Nahrung teils von einer Jagd von Adalarion, sowie von geplünderten Vorräten aus dem Tal des Pupurturms verspeist.

Überraschend lässt sich Marik zur Nachtwache einteilen. Es diene dem Wohle der Truppe, wenn sich die Verletzten ausruhen. Wie durch Zufall passiert gerade in seiner Wache etwas. Ständig hört er ein Rascheln, in den Gebüschen und Ästen. Als er sich mit einer Fackel dem Geräusch nähert entfernt sich dies aber immer wieder. Dies wiederholt sich bis zum Ende der Wache.


Windstag, 29. Peraine 1022 nach BF
Am nächsten Tag findet Adalarion Spuren eines Bärs. Jalgrimra verweist darauf, dass ein erlegter Bär ihre Nahrungsvorräte sehr aufstocken würde, aber dies auch sehr gefährlich sei. Nach Absprache beschließen alle, lieber weiter zu gehen, und den Wald wieder zu verlassen und an der Quelle des Flusses noch einmal die Wasserschläuche aufzufrischen.

Am Nachmittag ändert sich die Umgebung von Wald zu hügeligen Steppenland. In der Hesindestunde (ab 17:00 Uhr) sind die Gefährten bereits am Überlegen ein Lager aufzuschlagen, als sie in der Ferne hinter einem Hügel eindeutig Rauchschwaden sehen. Da Adalarion noch angeschlagen ist, schleicht Carranun bis zum Hügel vor, und erspäht eine campierende Orktruppe von 30 Mann Stärke. Langsam zieht sich Carranun zurück und berichtet den Anderen. Marik ist überrascht, dass Carranun sogar zählen/rechnen kann, und beschließt weiter Informationen über ihn einzuholen.

Trotz der Müdigkeit in den Beinen umgehen die Gefährten das Lager der Orks großzügig und kommen in der Perainestunde (ab 21:00 Uhr) endlich zur Ruhe. Die Nacht läuft für alle Ereignislos.
Mariks unliebsamer „Weggefährte“ bringt ihm zwar ständige Astrale Kraft, nimmt sich dafür aber auch stetig Lebenskraft. Deshalb geht es ihm in der Früh, Erd(s)tag, 30. Peraine 1022 nach BF nicht wirklich gut. Torbrand drängt darauf, nicht lang hier zu bleiben und weiter zu marschieren. Um Marik zu unterstützen, singt Adalarion einen Balsam Salabunde und heilt ihn etwas.

Der Marsch geht weiter, und die Gefährten haben Zeit sich etwas zu unterhalten. Unter Anderem scheint Carranun aus dem Gebiet des Thuransees zu kommen. Er selbst hat es zwar willentlich nie bestätigt, aber Marik war fix der Meinung, dass dies nur so sein könnte, weil Carranun bei jeder Gelegenheit versucht, fischen zu gehen, und das ja nur Andergaster tun können, die in der Nähe der Fischköpfe (Nostrianer) wohnen. Zumindest ist das seine Aussage.

Carisa hat ebenfalls ein Gespräch mit Marik. Marik möchte wissen, was genau mit diesem Alvin im Wald passiert ist, bzw. was er ihr gesagt hat. Carisa schafft es mit ihren Worten, Marik zu beschwichtigen, dass dieser nur helfen-, und sie nur gerne dem Glauben Phexens folgen würde. Er müsse sich keine Sorgen machen.

Torbrand lobt während dessen Adalarion. Er sei ein wichtiges Mitglied der Truppe, und er hätte gerne einen Elf wie ihn in seiner Ottajasko. Er hatte früher nämlich bereits einen Elfen. Leider ist dieser bei einer Plünderfahrt über Bord gegangen. Adalarion schluckt, und meint er werde sich das Angebot überlegen.

Jalgrimra scheint bereits wieder mehr bei Kräften zu sein, und freut sich schon, ein paar Orks die Schädel zu spalten. Zumindest spricht sie das bei jeder Gelegenheit an.

So vergehen Tag um Tag ( Erd(s)tag, 01. Ingerimm 1022 nach BF bis Feuertag, 04. Ingerimm 1022 nach BF. Immer wieder muss Marik durch Adalarion oder sich selbst geheilt werden, um nicht kraftlos zurückzubleiben. Alle anderen haben die Wunden gut auskuriert. Nahrung und Wasser ist zwar meistens knapp, wird aber immer rechtzeitig gemeinsam besorgt. Man könnte sagen, die Truppe wächst in mitten des Orklands langsam zusammen.


Wassertag, 05. Ingerimm 1022 nach BF
Die Truppe ist nun bereits südlich der Ogerzähne und schlägt sich durch Wald und Steppenlandschaft. Seit zwei Tagen fällt den Wachen auf, dass in einer Entfernung von mindestens 10 – 15 Meilen Feuer in den Ogerzähnen brennen. Der Verdacht fällt schnell auf Orks – und die Helden werden dadurch wachsamer.


Windstag, 06. Ingerimm 1022 nach BF
Nach ein paar Meilen kommen die Helden an das Ende des Waldes, und sehen alle einen durch Stiefeln mindestens einen Meter breiten Trampelpfad. Torbrand verweist darauf, dass sie wohl an der richtigen Stelle sein, und nun dem Trampelfpfad ins Gebirge folgen müssen. Wachsam befolgen sie der Anweisung. Dank des gut ausgetretenen Pfades geht es unerwartet gut voran und gegen der Boronsstunde (ab 16:00 Uhr) trauen die Helden ihren Augen nicht. „Hier ist tatsächlich ein größerer Ort“ entkommt es den Lippen Mariks. In der Tat könnten die Gebäude, umringt von einer Palisade einst eine Stadt gewesen sein. Nur fällt allen trotz der Entfernung auf, dass viele Gebäude beschädigt oder zerstört sind. Auch der einst prächtigen Palisade scheint es nicht gut ergangen zu sein.

Nach kurzer Beratschlagung klettern alle abseits des Trampelpfades zu einer geschützten Stelle. Sie möchten dort bis zur Einbruch der Nacht warten. Es muss sich hier um das „X“ auf der Karte handeln. Alle sind aufgeregt und besprechen gebeugt über dem Kartenfetzen, welchen sie aus der Spinnenhöhle geborgen habe, welchen Teil der Stadt sie als erstes betreten möchten.




Adalarion kann aufgrund seiner elfischen Augen etwas besser die Züge der Örtlichkeiten erkennen. Deshalb beschließen alle zu Punkt 4 auf der Karte zu marschieren, da dort laut Adalarion sich keiner aufzuhalten scheint, und das zweistöckige Gebäude von einem verwilderten Garten umgeben ist.

Gesagt getan, schleichen die Helden in der Nacht zum südlichen Stadttor, oder was halt davon übrig ist. Als sie gerade an einer Straßenkreuzung ankommen, fällt Carranun auf, dass eine kleine Gestalt, nicht größer als ein Kind sie beobachtet hat, und nun in einer Seitengasse verschwunden ist. Rasch laufen die Helden ohne groß Deckung zu nehmen zu Punkt 4 und verschanzen sich im verwilderten Garten. Nach einer kurzen Verschnaufpause, und der Gewissheit, dass ihnen niemand gefolgt sei, klettern alle bis auf Carranun durch ein kaputtes Fenster in das Innere des Gebäudes. Dort finden sie zwar noch teilweise Möbelstücke vor, diese sind jedoch alle in schlechtem Zustand.

Im oberen Stock verbarrikadieren sich die Helden, und beratschlagen sich kurz. Marik möchte eigentlich in diesem Gebäude bleiben, jedoch reden alle anderen auf ihn ein. Es mache einfach keinen Sinn, die Nacht nicht zu nutzen, und weitere Teile der Stadt zu erkunden. Sie einigen sich darauf, dass Adalarion und Carisa zu Punkt 3 auf der Karte schleichen sollen. Dieses Gebäude war von Anfang an für Adalarion interessant, da es als einziges Gebäude noch voll in Takt zu sein scheint.

Gesagt getan, schleichen die Zwei von Gasse zu Gasse, bis sie plötzlich in mehrere Speerspitzen starren. Auch ein Rückweg wird von mehreren Gestalten verschlossen. Vor ihnen stehen ca. 1,5 Schritt Große, halb Elf halb Ork aussehende Wesen. Teils auf Orkisch, teils Garethi möchte einer der Wesen wissen, warum Carisa und Adalarion hier in der Stadt herumschleichen. Adalarion gibt als Antwort, dass sie Hunger und Durst haben. Darauf antwortet das Wessen, dass sie dafür nicht in der Nacht herumschleichen müssen. Sie handeln gerne mit Fremden. Jedoch haben sie zwei Bedingungen. Keine Waffen, und die Anderen, welche sich noch im Gebäude (Punkt 4 auf der Karte) verstecken, müssen ebenfalls offen auf die Straße kommen.

Adalarion willigt ein und sie kehren zum Gebäude zurück. Adalarion signalisiert den Wesen, dass sie warten sollen, damit nicht unabsichtlich jemand verletzt wird. Das Wesen willigt ein, und Adalarion informiert die Gefährten im Gebäude über die Lage. Aufgrund mangelnder Alternativen willigen alle ein. Wobei nicht alle, Jalgrimra schlägt vor versteckt im Gebäude als Absicherung für den Notfall zu bleiben.

Gemeinsam bis auf Jalgrimra gehen nun alle auf die Straße. Dort befinden sich gut 20 der mit Speeren und Dolchen bewaffneten Wesen. Die Helden werden angewiesen, ihnen zum Gebäude (Punkt 1 auf der Karte) zu folgen. Dieses Gebäude könnte früher eine Art Burg aus Holz und Stein gewesen sein. Jedoch gleicht dieses Gebäude nun mehr einer Ruine ohne Dach, als einer Burg.

Im und um das Gebäude sehen die Gefährten verschiedene Arten von Nutztieren, weibliche Varianten der Wesen, sowie Kinder. Im zweiten Stock werden sie dem Sippenhäuptling vorgestellt.

In halbwegs akzeptablen Garethi stellt sich das Wesen als Frajo Krinak vor. Sie scheinen wohl den Helden nicht böse zu sein, dass sie nachts in den Ort geschlichen sind. Der Ort scheint den Namen „Freiheit“ zu tragen. Zumindest erwähnt dies Frajo mehrmals. Auf die Frage von Marik hin, ob Orks hier öfters sind, antwortet Frajo, dass sie ständig mit Orks handeln, diese aber derzeit mehr in den anderen Teilen des Gebirges unterwegs sind.

Frajo bietet ihnen Nahrung, Wasser und Unterkunft an. Adalarion gibt ihm im Ausgleich einen Gwen Petryl-Stein, welchen sie im Purpurturm erbeutet haben. Marik verspricht Frajo, dass dieser magisch sei, und ihnen in jeder Dunkelheit mit grünem Licht leuchten würde. Frajo willigt den Handel ein, lässt die Helden aber noch nicht ziehen. Er möchte wissen, was sie wirklich in dieser Gegend treiben. Marik erklärt kurzer Hand, dass sie auf der Suche eines verfluchten Schwerts sein. Frajo kann ihnen hierbei nicht wirklich helfen, sagt jedoch, dass sie sich ausrasten sollen, und morgen werden sie erneut abgeholt. Sein Vetter Tar Krinak kenne sich mit solchen Dingen besser aus.

Gesagt getan, ziehen sich alle zurück. Die Verpflegung welche sie im Tauschhandel erhalten haben, ist außerordentlich gut. Die Nacht vergeht ereignislos.


Erd(s)tag, 07. Ingerimm 1022 nach BF

Die Helden beschließen, bevor sie das Gebäude verlassen, ehrlich zu sein, und Jalgrimra ebenfalls preiszugeben. Zum Glück scheint dies die Wesen nicht weiter zu stören, dass es noch eine weitere fremde Person gibt. Sie werden gemeinsam zum einzig vollständig erhaltenen Haus (Punkt 4 auf der Karte) geführt. Dort treffen sie auch auf Tar Krinak. Dieser scheint angeblich doppelt so alt wie alle anderen zu sein. Als Marik sich als Magier zu erkennen gibt, erklärt Tar, dass er eine Art Voodoomaler/Schamane sei. Er ist der letzte seiner Art, welcher noch gewisse Dinge über diesen Ort weiß, welche die Anderen gar nicht mehr wissen.

Die Helden treten gemeinsam ins Gebäude ein, und Tar überreicht ihnen eine Schriftrolle. „Dies ist die einzige Schriftrolle, welche ich vor dem Verfall retten konnte. Seit langer Zeit ist dieser Ort verdammt, zu Staub zu verfallen. Egal welches Gebäude wir wieder aufbauen – Wochen später tauchen wieder Beschädigungen aus dem Nichts auf! Nur dieses Haus hier bleibt verschont. Es gehört einer menschlichen Frau, welche sein Großvater angeblich noch persönlich kannte“ erzählte Tar.

In der Schriftrolle wird angeführt, dass hier einst vor 300 Jahren eine Siedlung von Elfen errichtet wurde. Sie verehrten einen Gott namens Daimon. Schnell wuchs der Ort. Orks mischten sich in die Siedlung, und es wurden auch Kinder beider Rassen gebohren. Vor 200 Jahren muss dann eine Frau namens Nahema in den Ort gekommen sein, der bis dahin Ohort his. Sie bracht allen Wissen und Handelsgüter. Sie ließ sich sogar in der Stadt nieder. Der Ort wurde auf Freiheit kurzerhand umbenannt. Jedoch ging es ab da bergab. Geburten fielen aus, und die Kinder wurden mehr und mehr zu jenen Wesen, die jetzt den Helden gegenüberstehen. Einst wurden sie einfach Halb Elf – Halb Ork genannt. Da dies aber zu umständlich war nannte man sie fortan Holberker. Die einstigen Elfen starben aus, und die Holberker blieben über. Leider wurden die Holberker von Generation zu Generation dümmer. Sie verloren die Fähigkeit lesen und schreiben zu lernen. Auch Magie konnten die wenigsten wirken. Vor ca. 100 Jahren verschwand Nahema ohne einem Grund. Seitdem verfällt der Ort. Als würde eine Magie diesen zerstören.

Marik ist betrübt von der Geschichte, muss sich aber auf den Auftrag besinnen, und berichtet Tar Krinak davon, dass sie ein verfluchtes Schwert suchen. Tar weiß darauf nicht wirklich Rat, als plötzlich Frajo Kinak meint, er habe eine Idee. Kurzer Hand geht an das Ende des Raums, wo eine Statue aus Stein steht, welche vermutliche Nahema abbildet. Er schiebt die Statue auf die Seite.

Unter der Statue befindet sich eine Falltür. Diese wird geöffnet, und Frajo klettert eine Leiter vor allen anderen hinunter. Torbrand bleibt oben. Unten scheint sich ein Keller aus Stein zu befinden, welcher wohl vor langer Zeit als Magier Laboratorium genutzt wurde. Frajo erklärt den Helden, dass auf einem Tisch unter einem weißen Leinentuch ein Gegenstand liegt, welcher ihnen helfen könnte, das Schwert zu finden. Er möchte aber nichts weiter damit zu tun haben, und klettert die Leiter wieder hoch. Auch Tar folgt ihm. Marik zieht das Leinentuch herunter und sieht ein aus schwarzem Glas oder ähnlichen Material geformte Kugel. Mit offenem Mund verkündet er, dass muss ein schwarzes Auge sein – ein göttliches Artefakt.

Jalgrimra meldet sich zu Wort: „ Ihr könnt gerne diese Ding anfassen, aber ohne mich, ich warte mit Torbrand oben“. Mit diesen Worten klettert sie die Leiter hinauf. Kurz sehen sich alle Helden an, und greifen danach gemeinsam auf die Kugel. Plötzlich sehen alle folgende Vision:

https://www.youtube.com/watch?v=2bR5kpn_j_w&list=PLwUbQQ2_zfB07n-IjpkjscnE7PqKOLqZP&index=1

Am Ende der Version hören sie wie jemand hinter ihnen die Leiter runterklettert, bzw. eher runterspringt. Alle bis auf Marik drehen sich um. Dieser kann sich noch nicht umdrehen, da er eine weitere Vision hat.

https://www.youtube.com/watch?v=mJU-RK_6zME&list=PLwUbQQ2_zfB2S-EdTGQSpUjRi5MEpx3pr&index=5

Hinter ihnen baut sich ein sehr bedrohlich wirkender Ork auf. Zwei weitere Orks springen herunter. Und greifen die Helden ohne zu zögern an. Ein Kampf entbrennt, wo Carisa sich Heldenhaft nur mit einem Dolch bewaffnet gegen der wuchtigen Schläge der Orks erwehrt. Plötzlich endet die Vision und Marik kann in das Geschehen mittels eines „Blitz dich Finds“ eingreifen. Nach und nach werden die Orks inklusive eines vierten Nachfolgers erschlagen.



Über Ihnen hören sie Kampfeslärm. Plötzlich fliegen zwei Orks tot die Leiter herunter. Ein Gesicht blickt herunter und sagt:“ Ich weiß, ihr wolltet mich nie wieder sehen, aber was soll ich sagen, ihr brauchtet Hilfe, und ich war zur Stelle“. Das Gesicht gehört zu Alvin, jenem seltsamen Geweihten, welcher mit Carisa sich im Wald Nähe des Purpurturms getroffen hat.

„Schnell, kommt rauf, es sind überall Orks in der Stadt, wir müssen fliehen“ ruft Alvin.
Den Helden bleibt nichts anderes übrigt, und sie klettern die Leiter hoch. Marik fragt:“ Wo sind die Anderen (Jalgrimra und Torbrand)?“ „Außerhalb des Gebäudes“ ruft Alvin zurück. Die Helden laufen mit gezückten Waffen raus, und sehen, wie mehr und mehr Orks auf Jalgrimra und Torbrand eindringen.

In dem Moment wo sie eingreifen möchten, schlagen dutzende Pfeile im Boden neben ihnen ein. Eine kräftige Stimme befiehlt ihnen die Waffen niederzulegen, oder sie werden alle sofort sterben. Alle blicken sich um, und erkennen die aussichtslose Lage. Es müssen bereits mehr als Fünfzig Orks und sogar ein paar Oger in ihrer Nähe sein. Nach einigen Sekunden werden die Waffen gesenkt, und Jalgrimra sowie Torbrand werden zu den Helden geleitet. Beide haben einige Wunden-, aber auch blutige Ernte unter den Orks gebracht.

Die kräftige Stimme gehört zu einem besonders kräftigen Ork, welcher wohl ein Hauptmann oder höheres der Orks ist. Plötzlich kommen auch Frajo und Tar Krinak aus einer Gasse. Der Ork richtet kurz die Stimme auf Orkisch an die Beiden. Danke, dass ihr uns ein so nettes Geschenk gebracht habt.

Danach richtet der Ork die Stimme auf die Helden, und wechselt auf ein halbwegs verständliches Garethi. „Wir könnten euch sofort töten. Doch besser wäre es, wenn wir unserem Gott Tairach ein Geschenk erbringen würden. Deshalb verlangt es die Tradition, dass eurer bester Krieger, gegen unseren besten Krieger kämpft. Gewinnt ihr, lassen wir euch laufen. Verliert ihr, werdet ihr alle sterben. Entscheidet, wer euer Held sein soll. Ich gebe euch kurz Bedenkzeit!“

Die Helden stecken die Köpfe aufgrund der schier ausweglosen Lage zusammen. Wir haben keine Chance alle zu erschlagen sagt Torbrand. Jalgrimra darauf, lasst mich eurer Kämpfer sein. Adalarion darauf, dass kommt gar nicht in Frage, ihr seid zu sehr verletzt. Dann heilt mich mit eurer Zauberei, raunzt Jalgrimra. Marik spricht leise: Nein, ich bin dafür, dass unser Andergastischer Waldläufer vom Thuransee kämpft. Er scheint gut kämpfen zu können, und hat noch keine merkbaren Verwundungen. Ich werde einen Zauber auf ihn wirken, damit er gerüstet ist. Mit diesen Worten spricht er leise die Formel „Armatrutz Schild und Schutz“, und streicht Carranun über die Brust.

Carranun dreht sich um, und ruft ich bin der Auserwählte. Darauf der Ork lachend, und das ist unserer. Plötzlich kommt hinter dem Haus ein riesiger Humanoide hervor. Dieser ist doppelt so groß wie ein Oger.

Der Riese spricht mit sehr tiefer Stimme:“ Genug, was würde das bringen. Selbst wenn alle mit magischen Waffen gegen mich kämpfen würden, hätten die Sterblichen keine Chance“. Viel wichtiger ist, habt ihr das Artefakt gefunden?“

Alle Orks haben das Haupt geneigt. Der Ork Hauptmann antwortet:“ Ja, wir haben es gefunden, wir müssen es nur noch bergen“.

„Guuuuut, dann haben wir das, warum wir hier sind. Nun zu euch, Sterbliche. Ihr seid leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich habe eine bessere Idee. Dieser Ort, wird nicht mehr weiter benötigt. Dies schließt auch die Bewohner ein. Ich schlage vor, dass Frajo und Tar Krinak (er zeigt auf die Beiden) gegen zwei von euch kämpfen!“ sagt der Riese.

Frajo und Tar wirken sehr erstaunt und verängstigt. „Wenn ihr zwei (er zeigt auf die Holberker) gewinnt, werden die Holberker hier überleben, und können sich eine neue Bleibe außerhalb des Orklands suchen. Verliert ihr, werden alle eure Brüder und Schwestern sterben!“ Das Gleiche gilt für euch Winzlinge. (er zeigt auf die Helden). Gewinnt ihr, bekommt ihr freies Geleit aus der Stadt. Ihr werdet nicht in der Stadt angegriffen werden. Darauf gebe ich mein Wort mit meinem Namen Glantuban. Verliert ihr, werden alle anderen von euch sterben.“ Wählt rasch zwei Kämpfer aus, ich habe wenig Geduld!“, ruft der Riese Glantuban.

Nun sind die Helden noch mehr geschockt. Nicht nur, dass sie sich ihrer eigenen Haut erwehren müssen. Nun wären sich auch für einen Genozid verantwortlich. Während Marik und vor allem Carisa echt Zweifel hegen, sagt Jalgrimra bestimmt. Was überlegt ihr noch lagen, das ist unsere Chance. Sie haben uns verraten und zahlen nun den gerechten Preis. Ist ja uns egal, ob dann deren missratene Sippe stirbt.

Carisa wirft in den Raum, wir könnten ja gemeinsam gegen den Riesen kämpfen. Evtl. lässt er sich darauf ein. Auch wenn dies eine ehrenvolle und heroische Gäste wäre, sehen alle Anderen es anders. Adalarion sagt:“ Wir haben leider keine Chance. Wir müssen das Angebot annehmen, und…“ Marik unterbricht:“ Und tun was getan werden muss. Danach können wir uns das Schwert holen, und von hier verschwinden. Adalarion, ich brauche dich, als zweiten Kämpfer.“ Danach sieht Marik auf, und ruft zu Frajo und Tar Krinak:“ Es tut mir aufrichtig Leid, aber wir haben keine Wahl“.

„Also was ist, habt ihr euch entschieden“? fragt der Riese.
Adalarion singt leise den Zauberspruch Axxeleratus Blitzgeschwind. Plötzlich werden seine Bewegungen spürbar schneller. Er dreht sich um, und ruft, ja ich bin der zweite Kämpfer.

Darauf der Riese:“ Dann stellt euch auf“. Carranun und Adalarion sowie Frajo und Tar Krinak folgen der Anweisung stumm. „Lasst den Kampf beginnen“, brüllt der Riese.



Der Kampf beginnt und beide Seiten schenken sich nichts. Dank des Armatrutzes kann Carranun Schlag um Schlag abfangen, ohne einer Wunde zu erhalten. Die magische Schnelligkeit von Adalarion macht schließlich nach kurzer Zeit einen erheblichen Unterschied, und beide Holberker liegen Blutüberströmt am Boden.

„Glantuban hält sein Wort. Ihr könnt eure Dinge erledigen, welche ihr hier zu tun habt. Solange ihr in der Stadt bleibt, wird euch nichts geschehen. Außerhalb kann ich euch leider nicht beschützen“ meint der Riese.

Anschließend wechselt Glantuban von Garethi auf Orkisch:“ Tötet alle Holberker, und holt mir das Artefakt. Den Winzlingen hier, wird in der Stadt nichts geschehen. Sobald sie jedoch draußen sind, jagt sie!“

Die Orks brüllen ein lautes Ja und schreiten zur Tat. Rasch gibt Marik den Befehl, dass sie sich aufteilen sollen. „Die eine Gruppe holt uns Proviant und Ausrüstung für die nächsten Tage. Die andere Gruppe holt das Schwert.“ Nach diesen Worten läuft Marik direkt an jenen Ort, welcher die Vision ihm gezeigt hat. Wirklich wahr, das Schwert „Tyrfing“ ist in einem Gebäude, genauer hinter einem Kleiderschrank in der Mauer verborgen. Carisa sagt zu Marik. „Lass mich das Schwert nehmen“. Falls es verflucht ist, soll der Fluch mich erwischen, nicht dich. Doch Marik hört nicht auf sie und nimmt das Schwert, mitsamt der Scheide, in welcher sich Tyrfing noch befindet heraus, und hängt es auf seinen Gürtel.
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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 10 Monate 3 Wochen her #14801

Tödliche Falle
Markttag, 08. Ingerimm 1022 nach BF

Kampfeslärm und Todesschreie hallen durch die Gassen von Ohort. Die Helden finden nach Nahrungs-, und Schwerbeschaffung zusammen und beraten sich kurz. Alvin mischt sich in die Diskussion ein.

„Ich weiß, ihr wollt mich nicht bei euch haben, dennoch kann ich euch von großen Nutzen sein“. Um euer Vertrauen zu gewinnen, lasse ich euch wissen, dass ich von einem Gönner „Carisas“ geschickt wurde, sie vor Gefahren zu beschützen. Dies war dem Gönner einiges Wert. Selbstverständlich darf ich euch den Namen meines Klienten nicht verraten. Wisset, ich bin dem Listigen Gott verpflichtet. Doch möchte ich nicht ein kleiner Tempeldiener sein, sondern mich durch Tatendrang, Listigkeit, Ehrgeiz und Handel zum Tempelvorsteher aller hocharbeiten. Damit ich nur noch ihm unterstellt bin, dem Einzigen den es sich lohnt unterstellt zu sein.“

Er grinst in die Runde. Während Carisa ihn anhimmelt, und gar nicht böse zu sein scheint, dass ein kleines Geheimnis soeben preisgegeben wurde, bleibt Marik weiter skeptisch.

Alvin setzt erneut an: „Ihr kennt mich unter dem Namen Alvin. In Wirklichkeit heiße ich jedoch Morkus Delta, und handle mit allem, was moralisch vertretbar ist.“ Er grinst erneut, und spricht weiter: „Wir sitzen alle im selben Boot! Mein Gott hat mir letzte Nacht eine Vision geschickt. Wir werden in einem Kampf in den Bergen verwickelt werden, und nur durch einen Höhleneingang entkommen können. Ob es alle schaffen weiß ich nicht.“

Alvin hat nun eine ernste Miene, und spricht weiter: „Meine Vision scheint sich zu bewahrheiten. Wenn wir auf südlichem Weg, auf welchen ihr Ohort betreten habt, wieder verlassen werden wir von Pfeilen und Bolzen durchsiebt werden. Seht selbst, geht in das obere Stock des Gebäudes. Ihr werdet sehen, dass außerhalb der Mauern dutzende Orks auf erhöhten Positionen auf uns warten.“

Adalarion bestätigt dies nach kurzer Kontrolle. „Deshalb müssen wir über das nördliche Tor tiefer in die Ogerzähne vordringen. Dort sehe ich bis jetzt keine Orks, welche auf uns warten“, meint Alvin. Marik darauf: „Warum sollten die Orks den Süden kontrollieren, den Norden aber frei lassen?“. „Ich schätze, dass sie mit uns noch Spaß haben wollen. Sie wollen uns in ihrem Territorium jagen“, vermutet Alvin.

„Sollen wir auf den Schutz der Nacht warten“, fragt Carisa? Erneut entsteht eine Diskussion. Alvin kümmert sich währenddessen um die Verletzungen von Jalgrimra und Torbrand, indem er ihnen jeweils einen Heiltrank reicht. Leider hat er nicht noch mehr, um auch die Wunden der Anderen zu lindern. Marik ergreift das Wort: „Jetzt wo gerade ein Massaker an den Holberkern angerichtet wird (kurze Sprechpause) müssen wir die Chance nutzen, und fliehen!“

Darauf teilen sich die Helden und versuchen rasch, aber unauffällig zum Nordtor zu gelangen. Schnell merken sie, dass sich keiner der Orks für sie interessiert. Deswegen geben alle Fersengeld und laufen den schnell ansteigenden Weg in die Ogerzähne hinauf.

Nach 1000 Schritten gabelt sich der Weg in Nordwestliche sowie Nordöstliche Richtung. Marik schnauft laut aus und spricht: „Nun Alvin, welche Route hat dein Gott dir in der Vision gezeigt?“ Laut keuchend entgegnet Alvin: „Ich habe nur die Berge und die besagte Höhle gesehen. Nicht den genauen Weg“. „Pah, das ist ja typisch. Haben wir gerade das Todesurteil unterzeichnet, weil wir dir vertrauen“, entgegen Marik. Bevor Alvin noch antworten kann, hören die Helden einige hundert Schritt hinter ihnen Hundegebell. „Los, wir nehmen den Weg Richtung Westen“, schreit Torband und läuft los. Den Anderen bleibt nichts anderes übrig, als ihm zu folgen.

Nach unzähligen Minuten des Laufens kommen alle keuchend bei einem mehrere Schritt hohen Geröllhaufen an, welchen den Weg versperrt. Die Helden haben nur die Wahl zwischen mühselig die Blockade überwinden, oder umzudrehen. Die Felswände auf beiden Seiten sind einfach zu steil, um diese als Option in Erwägung zu ziehen.

Da das Hundegebell bereits deutlich näher gekommen ist, verwandelt Marik seinen Stab in ein Seil und gemeinsam überwinden sie mit viel Anstrengung den Geröllhaufen. Nach der Tortur sind sich alle sicher, dass zumindest die Hunde dadurch aufgehalten werden sollten.

Weitere Stunden vergehen, und der Weg wechselt zwischen An-, Abstieg hin und her. Die Dämmerung bricht herein, und die Müdigkeit steht allen Helden ins Gesicht geschrieben. Da sie kein Hundegebell, oder andere Laute vernehmen, entschließen sich die Gefährten, unter einem kleinen Felsüberhang zu übernachten. Ein Feuer wird nicht entfacht, und alle (selbst Alvin) verbringen nah beieinander sitzend und schlafend die Nacht. Diese bleibt zum Glück bis auf ferne Lichter und Trommeln friedlich.

Am Praiostag, 09. Ingerimm 1022 nach BF merken die Helden, dass sie zwar genug zu essen mithaben, jedoch ihre Wasservorräte bereits erschöpft sind. Es bleibt ihnen aber nichts übrig, als weiter zu gehen. Kurz haben sie Hoffnung, dass in einer Senke des Weges sich Wasser angesammelt haben könnte, dies ist aber leider nicht der Fall.

Einige Stunden später hält Adalarion plötzlich alle an, und deutet mit einem Finger vor seinem Mund, dass alle still sein sollen. Danach zeigt er nach oben. Die Helden hören, leichtes grunzen, welches von einem Ork sein könnte. Leise bewegen sich alle zur rechten Wand, und merken, dass über ihnen der Ork in Bewegung ist, und einen Pfeil über den Felsrand hält. Alvin gibt per Handzeichen zu verstehen, dass die Helden nach vorne schauen sollen. Dort sehen sie in ungefähr 30 Schritt Entfernung sehen eine Tanne, welche einen Höhleneingang zu flankieren scheint.

Plötzlich rieselt Sand und Stein 20 Schritt hinter ihnen herab. Adalarion erkennt sofort, wie mehrere Orks sich rasch die Felswand abgeseilt haben, und nun mit gezogenen Äxten auf sie zulaufen. Vor ihnen bei der Tanne scheinen sich auch Gestalten zu bewegen. Als wäre es nicht schon schlimm genug, surren mehrere Pfeile von der linken Felswand, welche die Helden bis dato nicht betrachtet hatten, knapp an ihnen vorbei.

Marik schreit:“ Lauft zur der Höhle, wir müssen hinein!“. Genau in diesem Moment baut sich ein Oger zwischen Tanne und Höhle auf. „Jalgrimra, du wolltest doch einen Oger niederstecken. Nun ist deine Chance – hol ihn dir“, brüllt Marik. Jalgrimra wird dadurch sofort aufgestachelt und sprintet Richtung der Höhle.

In laufender Bewegung versucht Adalarion mit seinem Bogen wahlweise die verfolgenden, oder jene Orks auf der linken Felswand zu erwischen. Marik zeigt mit zwei Fingern auf den Oger und brüllt:“ Blitz dich Find!“. Sofort scheint der Oger nicht ganz bei der Sache zu sein. Dies nutzt Jalgrimra, um sofort einen Axthieb zu landen. Eine weiter Pfeilsalve fliegt von der linken Felswand herab. Torbrand sowie Alvin werden getroffen und kommen ins Straucheln. Sie werden jedoch von den Anderen mitgezogen und mit vereinten Kräften schaffen sie es den Oger zu überwinden und nach weiten Pfeilsalven in die sichere Höhle zu gelangen.




Alvin dreht sich um, und streckt seine Hände gen Himmel. Plötzlich stürzt der Eingang der Höhle unter lautem Getöse ein. Durch den Treffer eines größeren Felsbrockens wird Alvin tiefer in die Höhle geschleudert. Da der Höhleneingang eingestürzt ist, wird es schlagartig Stockdunkel.

Marik verwandelt seinen Stab zu einer Fackel und sieht in die Runde. Jalgrimra und Torbrand hat es schwer erwischt. Carranun hat ebenfalls zwei Pfeile abbekommen. Zum Glück hat das Kettenhemd die meiste Wucht abgehalten, und tiefere Wunden verhindert. Selbst Carisa zieht sich einen Pfeil heraus, und beginnt sich notdürftig zu verarzten. Adalarion ist bei Alvin. Dieser scheint die linke Hand gebrochen zu haben, und liegt bewusstlos am Boden.

Adalarion singt leise die Wort Balsam Salabunde und versucht notdürftig den Knochenbruch von Alvin zu richten. Marik tritt an Adalarion heran und flüstert: „Verschwende nicht die astralen Kräfte an diesen da. Wir brauchen sie noch selbst.“ Nacheinander werden notdürftig die Wunden versorgt. Jedoch ohne arkaner Kräfte, Heiltinkturen, oder viel Regeneration sieht es für manche schlecht aus. Nach kurzer Beratschlagung wirkt Adalarion einen weiteren Balsam Salabunde auf Torbrand.

Danach zücken Carisa und Adalarion ihre grün leuchtenden Steine, welche sie im Purpurturm erbeutet haben. „Adalarion und ich werden die Höhle etwas erforschen, rastet ihr euch aus. Eventuell können wir etwas Wasser finden“, meint Marik.



Adalarion und Marik erforschen die Höhle über den Nordöstlichen Gang bis zu einer Abzweigung. Auch hier nehmen sie den östlichen Gang, merken aber schnell, dass dieser eine Sackgasse ist. Deswegen gehen sie zurück zur Abzweigung und nehmen den nordwestlichen Weg.

Nach einigen Schritten gelangen sie in eine größere Höhle. Diese ist ca. 10 x 10 Schritt groß. In der Mitte gibt es Wasser, ein Becken reines Wasser. Dahinter sind drei große einfache Strohlager aufgebaut, sowie ein erloschenes Lagerfeuer. Zu dem Eingang, über welchen die Zwei gerade diesen Höhlenabschnitt betreten haben, gibt es noch jeweils im Westen, Osten und Norden weitere Ein und Ausgänge.

Im Westen und Osten hören die Helden „Grunz“ und „Quiek Geräusche“, welche ihnen sehr vertraut vorkommen. In Anderstein liefen immer viele Hausschweine in der Ortschaft herum. Diese hatten ein ähnliches Grunzen und Quieken. Adalarion macht sich deshalb sofort zum Westausgang des Raumes auf, und merkt, dass hier viel Steine und Dreck herum liegen. Als er noch einen weiteren Schritt macht, versagen plötzlich seine Sinne.

Marik hört einen Schrei gemischt mit einem Knall von zwei zusammenklappenden Metalleisen. Der Elf liegt schreiend am Boden. Sein Bein ist in einer Bärenfalle gefangen und blutet Stark. Auch Knochen sind zu sehen. Durch das Schreien des Elfen werden auch die vermeintlichen Schweine unruhig und machen einen höllischen Lärm.

Marik versucht kurz die Falle zu öffnen, merkt aber, dass er allein dies nicht schaffen kann. Deshalb läuft er so schnell er kann zu seinen anderen Gefährten zurück. „Alaaaaarm, Adlarion ist eine Falle getreten und schwer verletzt. Ich brauche sofort eure Hilfe“, brüll Marik aus Leibeskräften. Sofort machen sich alle bis auf Jalgrimra, welche schwer verletzt bei dem bewusstlosen Alvin bleibt.

Zurück bei Adalarion versuchen alle gemeinsam die Falle zu öffnen, doch sie weigert sich, zu öffnen. Durch das Adrenalin, und dem Lärm motiviert, versucht es Marik noch einmal. Mit einem metallischen Knacken öffnen sich endlich die Falle. Adalarion ist befreit.

Carisa überlegt nicht lange und fängt aus ihrem Beutel ihren letzten Heiltrank heraus und flößt ihn Adalarion ihn. Sofort scheinen sich die Wunden zu schließen. Durch die neue Energie fängt sofort Adalarion an einen Balsam Salabunde zu singen.

Plötzlich wird beim südlichen Ein/Ausgang, also jenem wo die Helden hergekommen sind, ein riesiger Stein vorgeschoben, bzw. gerollt. Aus dem nördlichen Ein/Ausgang hören die Gefährten plötzlich eine tiefe und laute, aber weibliche Stimme: „Menschen in Falle gegangen. Leeeecker, machen aus denen Matsch und Muuuuuus!“

Ein männlicher sowie ein weiblicher Oger betreten über den nördlichen Eingang die Höhle. Rasch greifen alle zu den Waffen. Marik stößt unsanft mit der Faust gegen Carranuns Schulter. „Carranun, du musst Tyrfing führen, sonst sind wir verloren“, raunt Marik. Mit diesen Worten hält Marik Tyrfings Scheide Carranun entgegen. Dieser zieht die Waffe aus der Scheide, und merkt sofort, wie ihm die Gier nach Blut und Tod in den Sinn kommt. Ein gelber und schwefliger Rauch tritt sofort aus Marik heraus, und verschwindet im Körper von Carranun.



Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt. Marik lässt alle seine astralen Kräfte fahren und zaubert einen Blitz dich find nach dem anderen. Schwerthiebe, bringen den weiblichen Oger schließlich zu Fall. Doch der männliche Oger rächt sich und trifft mit voller Breitseite Carranun. Dieser wird durch die Wucht beschleunigt mehrere Schritte durch den Raum geworfen, und bleibt schwer verletzt, und ohne Bewusstsein liegen.

Adalarion ist wieder halbwegs bei Kräften und spickt den männlichen Oger mit mehreren Pfeilen. Torbrand tötet schließlich mit einem mächtigen Streich seines Schwertes den männlichen Oger.

Doch den Helden bleibt keine Zeit zu verschnaufen. Hinter ihnen wird die riesige Steinkugel wieder weggerollt, und ein weiterer weiblicher Oger betritt die Höhle und schreit:“ Ihr habt meine Schwester, und mein Schatz umgebracht – ich werde euch zermalmen!“

Marik nimmt seinen Stab fest in die Hand und läuft direkt auf den Oger zu und gibt ihr mit schreien zu verstehen, dass sich diese auf ihn konzentrieren soll. Währenddessen, nimmt Carisa das Schwert auf und läuft im Blutrausch auf den weiblichen Oger zu. Erneut wechselt der gelbe und schweflige Rauch seinen Besitzer und dringt in Carisa ein.

Marik kann nicht lange einem so starken Geschöpf standhalten. Mit einem wuchtigen Schlag wird er verletzt und zurückgetrieben. Doch sein Mut war der Schlüssel zum Sieg. Gemeinsam ringen die Helden den letzten Oger nieder und töten sie.

Marik eilt sofort so gut es geht zu Carisa und hält ihr die Scheide entgegen. Sie steckt ohne groß nachzudenken das Schwert hinein. Doch Marik lässt ihr die Waffe. Sie nimmt die Scheide samt dem Schwert und hängt es an ihren Gürtel.
Adalarion ruft: „Freunde, ich brauche Hilfe. Carranun steht vor der Schwelle zum Tod, und ich habe keine Kraft mehr ihn zu heilen!“. Auch Marik ist am Ende seiner astralen Kräfte.

Alle sehen sich im Raum um, bis Carisa plötzlich ihre Geldbeutel hervorfängt und sagt:“ Hilf dir selbst, dann hilft dir Phex. Hör mich an, ich gebe dir mein ganzes Gold, und möchte dein Schüler werden. Nimm mich an, und rette dafür das Leben meines Gefährten Carranun!“

Plötzlich schnappt Carranun nach Luft und die Wunden schließen sich von Geisteshand. Adalarion, Marik und Carisa stehen mit offenen Mündern vor dem wiedererweckten Carranun.

Marik ergreift das Wort: „Carisa, dafür musst du dein Gold sofort beim nächsten „echten“ Phextempel spenden. Wir waren gerade Zeugen eines Wunders. Während die drei stehenden Gefährten dies glauben, ist in Wirklichkeit ganz was anderes passiert.

Carranun hat an der Schwelle zum Tod folgende Vision:
https://www.youtube.com/watch?v=xsZ7nUGwIJ4

Nach kurzer Verschnaufpause, kontrolliert Adalarion den Boden des östlichen Eingangs und findet dort eine weitere Bärenfalle. Schnell entschärft er diese und sieht sich im östlichen Bereich um. Dort befinden sich eine Handvoll Schweine. Dasselbe gilt für die westliche Seite. Dies war wohl eine primitive Alarmanlage.

Die Wasserschläuche werden gefüllt, und die Gefährten kehren zurück zu Jalgrimra und Alvin, welcher nun auch wieder bei Bewusstsein ist. Als er vom angeblichen Phexenwunder hört, spricht er sofort zu Carisa. Dies ist ein Zeichen! Ich glaube, ich muss dir die Liturgien und Gebräuche des Listigen lehren!“ Carisa nickt. Marik spricht in leisen Worten: „Carisa, das Gold muss zu einem „echten“ Phex Tempel.“

Während dessen schleicht Adlarion vorsichtig über den nordöstlichen Gang zu einem weiteren Raum. Dieser scheint wärmer als der Rest der Höhle sein. Als er mit seinem leuchtenden Stein in den Raum leuchtet, sieht er drei Ogerkinder, welche auf vielen Bärenfellen herumspielen.

Schneller berichtet Adalarion von dem Gesehenen. Eine Diskussion entsteht, was mit den Kindern geschehen soll. Soll man sie töten, oder leben lassen. Soll man sie gefangen nehmen, oder….

Plötzlich kommt Alvin mit blutender Klinge zurück. Er hatte sich während der Diskussion aus dem Raum geschlichen, und die Ogerkinder ermordet.

„Nun, braucht ihr euch keine Gedanken mehr machen. Keine Sorge, ich werde sie noch an einen sicheren Bereich bringen. Im Raum der Ogerkinder haben wir es warm, und gemütlich. Wir benötigen die Rast mehr als dringend, meint Alvin.

Geschockt, aber wohl froh, dass keiner der Helden dies machen musste, nicken sie Alvin zu. Adalarion ergreift erneut das Wort: „Wir müssen noch den nördlichen Teil erkunden. Nicht, dass von dort Feinde kommen können. Ich kann nicht beruhigt rasten, solange Gefahr drohen könnte.“

Alle sind sich einig und bewegen sich rasch, aber mit Vorsicht zum nördlichen Teil der Höhle. Dort teilt sich der Weg erneut in einen nordwestlichen und einen nordöstlichen Gang.

„Während ich bewusstlos war, hatte ich eine weitere Vision meines Gottes. Auf der einen Seite werden wir einen Ausgang finden, der uns nur tiefer in die Ogerzähne führen wird. Auf der anderen Seite werden wir einen Wasserfall im Stein finden. Diesen müssen wir hinab folgen und ein unterirdischer Fluss wird uns aus den Ogerzähnen in Sicherheit bringen“, wispert Alvin mit krächzender Stimme.

Und er hat Recht. Über den nordwestlichen Gang gelangt man zu einem Höhlenausgang, welcher mitten in den Ogerzähnen liegt. Über den nordöstlichen Gang gelangt man zu einem Wasserfall, welcher durch den Berg zu laufen scheint. Dies bedeutet, Dass Wasser kommt aus dem Felsen über ihnen, und fließt in den Felsen unter ihnen ab. Der Spalt gerade breit genug, um hinab zu kriechen.

Die Helden beschließen die Fallen an entsprechenden Stellen aufzustellen, und schlachten nebenbei noch zwei Schweine. Anschließend machen sie ein Feuer in der Nähe der Höhle, wo sie die Ogerkinder gefunden haben, und legen sich nach einem ausgiebigen Mahl dort zur Ruhe.
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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 10 Monate 5 Tage her #14813

Vertraue niemanden
Rohalstag, 10. Ingerimm 1022 nach BF

Am nächsten Tag sortieren sich die Helden, frühstücken etwas und beraten sich.
Sie beschließen nicht weiter in der Höhle zu bleiben, und dem Vorschlag von Alvin oder Morkus zu vertrauen.

Deshalb begeben sich alle zum Wasserfall. Das Schauspiel ist beeindruckend. Das Wasser scheint von weit oben zu kommen und durch eine Mannsbreite Öffnung im Boden wieder zu verschwinden. Marik versichert sich bei Alvin noch einmal, ob dies wirklich die Lösung ist, und ob alle den Sprung ins Nichts überleben werden.

Alvin kann nichts garantieren, da in seiner Vision nicht alle gesehen hat. Nach ein paar absolut stillen Momenten, meint Alvin: „Gut, ich gehe mit gutem Beispiel voran!“ Gesagt getan, springt er mit den Beinen voran in das Nichts. Mutig folgen nach und nach die Gefährten.

Nach vielen Sekunden fallen ins Bodenlose schlagen die Helden in einem unterirdischen Fluss auf. Dieser scheint eine starke Strömung zu haben, welche aber auch den Schwimmenden auftrieb verleiht. Zusätzlich ist es stockdunkel. Leider haben Carisa und Marik ihre Probleme damit. Während Carisa sich im letzten Moment hochkämpft, geht Marik die Kraft aus, und er wird bewusstlos.

Nach einigen Minuten rasanter Flussfahrt sehen die Gefährten Licht. Doch bevor sie sich freuen können, fallen sie erneut einige Schritt in die Tiefe, und landen in einem kleinen Teich.

Carisa schafft es zwar in der Höhle über Wasser zu bleiben, jedoch beim Fall in den Teich verlässt sie die Kraft, und auch ihr wird Schwarz vor den Augen.

Stunden später wachen Carisa und Marik wieder auf. Den Göttern sei Dank (oder war es jener Gott, welcher Alvin möglicherweise huldigt?) beide leben noch, standen aber mit Sicherheit an der Schwelle zu Borons Reich.

Während beide bewusstlos waren, hatten Adalarion und Alvin die beiden aus dem Wasser gezogen. Der Rest konnte sich selbst ans Ufer Retten. Alvin hatte anscheinend Recht, sie haben eine unvorstellbare Abkürzung über den unterirdischen Fluss gemacht, und sind nun am Rand der Ogerzähne. Sie befinden sich an einem idyllischen kleinen Teich, welcher durch den Wasserfall gespeist wird. Um sie herum ist ein Wald.

Bis Carisa und Marik aufgewacht sind, haben alle zusammengeholfen. Feuerholz geholt, ein improvisiertes Lager errichtet, und Adalarion hat ausgekundschaftet, ob Tiere oder Feinde in der Nähe sind. Er konnte zwar keine Tiere finden, aber ist sich auch sicher, dass sie hier sicher sind.

Leider sind die vielen Rationen, welche sie aus Ohort mitgenommen haben, komplett durchnässt. Deswegen wird sofort was essbar ist, gegessen.

Marik geschwächt aber bei geistigem Stand empfiehlt Adalarion, das Schwert Tyrfing inkl. Schwertscheide zu nehmen. Es wird ihm zwar kräfteraubende Träume bereiten, aber dafür seine arkanen Kräfte (Mandra) stärken.

Danach übernehmen die fittesten die Wache, und alle versuchen, wenn möglich zu schlafen.

Feuertag, 11. Ingerimm 1022 nach BF
Am nächsten Tag fühlen sich alle bis auf Adalarion fitter. Marik sowie vor allem Carisa scheinen aber noch sehr geschwächt zu sein. Adalarion geht auf die Jagd, sowie versucht ein paar Kräuter zu finden.
Er ist erfolgreich und kann einen Hasen sowie ein paar Kräuter für die Regeneration finden. Während dessen war Carranun erfolgreich beim Fischen und konnte so ebenfalls an der Nahrungsbeschaffung teilhaben. Die anderen bis auf Carisa und Marik haben sich darum gekümmert, dass das Lager gesichert wird.

Alle beschließen, auf jeden Fall eine weitere Nacht hier zu verbringen, da sie hier alles haben, was sie brauchen, und sicher vor den Orks sind, welche sie sicher schon überall in den Ogerzähnen suchen.

Wassertag, 12. Ingerimm 1022 nach BF
Dank den Kräutern geht es Marik jetzt schon wieder einigermaßen. Carisa könnte sich noch ein paar Tage gebrauchen, jedoch wollen die Helden nicht ewig hier verweilen. So sicher sind sie sich wohl auch wieder nicht.

Alvin betont andauernd, dass er alle mit dem geheimen Pfad über den Fluss gerettet hat, und er so gutmütig sei, und keine Gegenleistung verlange. Lediglich ein kleines Dankeschön, mehr muss es nicht sein. Er nutzt auch die Zeit, immer wieder Carisa ins Ohr zu flüstern, dass sein Gott gütig ist. Er verwendet viele Begriffe und Umschreibungen für den Namen seines Gottes. Umso mehr er Carisa umgarnt, umso mehr kann er auf Verheimlichungen verzichten.

Während alle wieder mit Jagen, Fischen usw. beschäftigt sind, gibt er Carisa ein kleines Fläschchen mit Inhalt. „Wenn du den Inhalt trinkst, wirst du in der Nacht eine Vision erhalten. Du wirst dadurch dem Gott näherkommen. Das möchtest du doch, oder? Er ist ein gütiger Gott. Er gibt viel, will nur immer im Ausgleich einen fairen Handel.“

Carisa ist überzeugt und trinkt den Trank. Eine letzte Nacht wird am selben Ort verbracht. Marik hat Adlarion empfohlen, das Schwert Tyrfing für 1-2 Nächte an Carranun abzugeben, damit Adlarion wieder gut schlafen kann. Immer wenn das Schwert gewechselt wird, wechselt der Geist/Dämon/Gott? von Besitzer zu Besitzer. Mit dieser Lösung scheinen sie fürs erste das Problem gelöst zu haben. Zum Glück scheinen sie auch keine Träume wie Marik zu haben. Sie schlafen zwar unruhig, werden aber nicht im Schlaf veranlasst, andere Leute zu töten.

Wie von Alvin prophezeit, erhält Carisa in ihren Träumen eine Vision.

https://www.youtube.com/watch?v=gvO2GdAIqRo&list=PLwUbQQ2_zfB3Wjg7bymKc-JE8cagZMRta&index=1

Windstag, 13. Ingerimm 1022 nach BF
Am nächsten morgen machen sich alle gestärkt nach einem kräftigen Frühstück auf den Wald zu verlassen. Adalarion scheint auch hier wieder die Übersicht, bzw. Orientierung zu behalten, und führt die Gefährten ziel sicher aus dem Wald. Nun sind sich nach Beratung auch sicher, wo sie sich genau befinden.



Am Rande des Waldes machen sie sich nach einer Verschnaufpause auf in die freie Steppe zu Wandern, um hoffentlich irgendwann bei der Quelle des Bodirs anzukommen.

Die Abenddämmerung setzt ein, und ein Lager wird im Schutz von mehreren Hügeln aufgebaut. Jetzt in der freien Steppe merken erst alle, dass wohl am nächsten Tag der Vollmond bevorsteht. Den Göttern sei dank passiert auch diese Nacht nichts.

Erd(s)tag, 14. Ingerimm 1022 nach BF (Vollmond)
Wieder sind die Helden den ganzen Tag unterwegs. Leider schaffen sie es nicht bis Abenddämmerung die Quelle des Bodirs zu erreichen. Da allen das Wasser ausgegangen ist, wird um das improvisierte Lager nach Wasser gesucht. Adalarion kann schließlich ein Wasserloch finden. Es ist zwar weder sauber noch sonderlich genießbar, aber in der Not, wird dies ignoriert.

Seitdem sich die Gefährten in der Steppe befinden, haben sie beschlossen, immer zu Zweit als Sicherheit wache zu halten. Während in den ersten beiden Wachen nichts geschieht, ändert bei der dritten Wache der Mond rasch die Farbe von gelb in blutrot. Plötzlich merken die Wachen Carranun und Marik, dass überall Orks in geschätzten 1000 – 10000 Schritt Entfernung Fackeln entzündet haben. Wolfsgeheul und Hundegebell ist zu hören.

Von wo alle plötzlich hergekommen sind, wissen die beiden nicht. Jedoch kommt es ihnen so vor, als wären sie eingekreist. Zum Glück scheinen alle immer auf gewissen Abstand zu bleiben. Die dritte Wache scheint ewig zu dauern. Endlich erscheint die Morgenröte, und der Vollmond nimmt wieder seine übliche Farbe an. Umso heller es wird, umso schneller scheinen alle Geräusche und Gestalten in der Ferne wieder zu verschwinden. Interessanterweise haben alle anderen gut geschlafen und nichts davon mitbekommen. Nur den beiden Wachen Carranun und Marik war es nicht geheuer.

Markttag, 15. Ingerimm 1022 nach BF
Als die Helden weiter Richtung Bodir marschieren, merken sie schnell, dass Carranun und Marik die Wahrheit gesagt haben. Überall sind Spuren von Stiefeln und Hundepfoten. Diese sind so frisch, dass sie erst einige Stunden alt sein können. Alle sind froh, dass sie nicht entdeckt wurden, und versuchen nun noch schneller zu marschieren.
Zu Mittag erreichen sie endlich die Quelle des Bodirs. Man beschließt die Wasserschläuche, sowie Nahrungsvorräte aufzufüllen, und sich hier im Schutze der Wälder niederzulassen. In der Nacht erleben sie keine weiteren Überraschungen.

Praiostag, 16. Ingerimm 1022 nach BF
Gestärkt marschieren die Gefährten so schnell als möglich den Bodir entlang. Gegen den späteren Nachmittag erreichen die Flussgabelung. Ein Weg führt nach Groenvelden. Ein Weg führt zum versteckten Purpurturm. Da fällt Marik wieder ein, dass sie doch das gestohlene Boot hier in der Nähe versteckt haben. Nach kurzer Suche scheint ihnen erneut Phex hold zu sein.

Sie finden das Boot, und es ist noch fahrtauglich. Es wird mit Alvin zwar ein bisschen eng werden, aber es sollte schon gehen. Die Helden beschließen, hier zu übernachten.

Rohalstag, 17. Ingerimm 1022 nach BF
Nach dem Frühstück zwängen sich alle ins Boot und lassen sich von der Strömung Richtung Groenvelden treiben. Wind und Strömung sind mit ihnen, und deshalb schaffen sie eine beträchtliche Strecke.



Vor der Dämmerung erreichen sie die nächste Flussgabelung. Sie sehen die Ork-Palisade, welche sie vor vielen Tagen nur mit Mühe vor heranstürmenden Orks verteidigen konnten. Die Palisade scheint besetzt zu sein. Sie können aber nicht erkennen, ob es sich um Orks, oder andere Wesen handelt.
Deswegen legen sie mit dem Boot an Land an, und warten die Nacht ab.

Später schleichen Adalarion und Carisa näher. Leider scheint sie einer der Wachleute auf der Palisade entdeckt zu haben. Zu ihrer Verwunderung ruft dieser auf Garethi, bzw. auf Thorwalsch: „Hey, wer da?“

Beide verharren und ziehen sich langsam zurück. Sie können während ihres Rückzugs beobachten, wie ein Boot zu der Stelle, wo sie vorher waren fährt, und eindeutig Menschen den Platz inspizieren.
Zurück im improvisierten Lager werden alle informiert. Nach kurzer Beratschlagung legt Marik fest, dass sie mit dem Boot langsam an der Palisade vorbeifahren werden. Mit Torbrand wurde vereinbart, dass er das Sprechen übernehmen solle. Sie sind eine Entdeckerexpedition, und sind auf der Rückreise ins zivilisierte Thorwal.

Es scheinen zwar nicht alle einverstanden zu sein, aber Marik hat den Entschluss bereits gefasst.
Als dass Boot auf Höhe der Palisade ist, wird es klarerweise von der Wache entdeckt. Torbrand verständigt sich mit der Wache und einige Minuten später stehen alle inmitten der Palisade. Dutzende Menschen (unklar, ob alles Thorwaler sind) stehen rund um die Gefährten.

Die Geschichte, dass sie eine Entdeckerexpedition sind, wird ihn nur mäßig abgenommen. Zumindest lassen sie sich überzeugen, dass die Helden keine Gefahr sind. Die Wachen berichten, dass die Orks plötzlich beim Auftreten des Blutmondes wie wild gekämpft, und bei aufgehender Sonne alle verschwunden sind. Seitdem konnten alle Gebiete von Phexcaer bis hierher, ohne Gegenwehr zurückgewonnen werden. Weder den Wachen noch den Helden erschließt sich dieser taktische Schachzug.

In Sicherheit schlafen die Gefährten innerhalb der Palisade.

Feuertag, 18. Ingerimm 1022 nach BF
Am nächsten Tag werden alle von neu ankommenden Thorwalern geweckt. Unter diesen scheint auch eine Anhängerin Maradas zu sein. Diese erzählt Jalgrimra, dass Maradas persönlich an den Mauern von Phexcaer gegen die Orks gekämpft hat, und das Eintreffen der Helden bereits sehnsüchtig erwartet.

Schnell entschließen alle, Maradas nicht warten zu lassen, und steigen in ein Boot der Thorwaler. Während der Fahrt verfällt Carranun in Zweifel. Im einen versteht er nicht, warum Marik und Carisa unbedingt Phex danken wollen, wenn doch der Totengott Boron persönlich ihr geholfen hat. Aber noch wichtiger spricht sie an, dass ihre Aufgabe es ist, die Aufgabe von Tronde zu lösen.

Ein langes Gespräch entbrennt, wo alle anderen Gefährten immer wieder versuchen, Carranun zu beschwichtigen, dass es die richtige Entscheidung ist, das Schwert Maradas zu geben. Man könne immer noch anders entscheiden, falls man den Absichten von Maradas doch nicht trauen sollte. Carranun befürchtet, wenn Maradas das Schwer erhält, könnte sie Tronde stürzen, und was noch wichtiger ist, den Gefallen einlösen (Marik hat auf der Bootsfahrt alles über deren Auftrag erzählt), dass Thorwal anschließend Nostria angreift. Dies möchte er natürlich verhindern, könnten doch seine Landsleute, und noch wichtiger seine Familie in Gefahr sein. Leider kann er auch seine Tarnung nicht auffliegen lassen, und Boron hat ihm in der Vision ja auch mitgeteilt, dass vorher leid geschehen wird, um schlussendlich Frieden zu erhalten. Schließlich können sie Carranun überzeugen, dass er das Schwert Tyrfing übernimmt, und man vor Ort bei Maradas entscheidet, ob man ihr das Schwert übergibt.

Danke dem guten Boot, kommen die Helden außerordentlich schnell voran. Während der Diskussion mit Carranun fährt das Boot an Groenvelden vorbei. Diese einst letzte Bastion vor dem Orkland ist komplett bis auf die Grundmauern zerstört. An mehreren Stellen wurden Leichen von Menschen oder Orks gestapelt.

Gegen Abend kommen die Helden in Phexcaer an. Carranun versucht alle zu überzeugen, vor dem Treffen mit Maradas ein Bad zu nehmen. Leider wird den Helden keine Wahl gelassen. Einige Thorwaler drängen sie zu einem noblen Gasthaus, wo Marads bereits auf sie wartet.

Maradas umarmt Jalgrimra. Diese flüstert ihr auch sogleich ins Ohr. Danach seufzt Maradas und spricht: „Wie ich sehe, musste eure Expedition viele Opfer bringen. Nichtsdestotrotz bin ich froh, nein stolz, dass ihr es wieder aus dem Orkland geschafft habt!“ Danach erzählt sie vom Kampf, welchen sie in Phexcear und Groenvelden gegen die Orks angeführt hat. Verachtend spricht sie weiter über Tronde, welcher in Thorwal sitzt, und nichts bei der Verteidigung beigetragen hat. Auch sie weiß nicht, warum die Orks plötzlich die Angriffe aufgegeben haben. Sie sieht es aber als Zeichen und glaubt, dass die Orks gespürt haben, dass das Schwert Tyrfing nun in ihre Hände kommt, und sie keine Chance mehr hätten.
Nach dieser Ansprache bittet Maradas um das Schwert. Marik erklärt ihr, dass ein Fluch Draugrs darauf liegt. Jene Person, welche das Schwert zieht, verfällt sofort in einen Blutrausch. Carranun möchte zwar das Schwert nicht hergeben, kann aber in der Situation nicht anders.

Maradas informiert die Helden, dass sie morgen gemeinsam mit einer Kutsche Richtung Thorwal fahren werden. Maradas möchte ein Hjalding (Besprechung) der Hetleute aufrufen. Es kann nicht sein, dass sich Tronde in Torwahl versteckt, und sie an vorderster Front kämpft. Sie wird den Titel beanspruchen. Sollte Tronde diesen nicht ohne einen Kampf abgeben wollen, wird dies wohl notwendig sein.

Nachdem die Helden Maradas verlassen haben, befiehlt Marik Carisa, die „Reisekasse“ zu öffnen. Es soll für alle ein ordentliches Zimmer, Verpflegung und Bad geben. Carisa und Alvin verabreden sich, einige Stunden später gemeinsam zu den „Phex-Tempeln“ zu gehen.

Marik und Carranun lassen Carisa nicht allein, und begleiten die beiden. Bei den Tempeln angekommen, lässt Alvin ihnen die freie Wahl, in welchen Tempel sie gehen wollen. Der kleine heruntergekommen Tempel ist seiner. Der andere ist der alte Phextempel. Marik ist überrascht, dass Alvin nicht möchte, dass die Helden in den Tempel von Alvin gehen. Deshalb beschließt Marik, dass alle in den eigentlichen Phextempel gehen.

So einen prunkvollen Tempel haben die Helden noch nie gesehen. Ein prachtvolles Gebäude, mit schönen Verzierungen und vielfarbigen Glasfenstern. Trotz später Stunde scheinen sich viele Menschen im Gebäude aufzuhalten. Schnell kommt der Tempelvorsteher auf sie zu und fragt nach deren Belang.

Nachdem Marik Auskunft gegeben hat, dass sie hier spenden, sowie Informationen wollen, werden die Helden sofort zum Opferstock geführt. Freiwillig spendet Carisa 50 Dukaten. Der Tempelvorsteher nickt dankend Carisa zu. Anschließend werden alle, mit Ausnahme von Alvin in einen separaten Bereich des Tempels gebracht. Der Raum dort ist mit schönen Teppichen und wertvollen Möbelstücken ausgestattet. Alle werden gebeten sich zu setzen.

Marik möchte mehr über Alvin, bzw. seinem Tempel erfahren. Im Ausgleich übergibt er dem Vorsteher verschiedene Bücher, welche er aus dem Purpurturm mitgenommen hat. Zusätzlich legt Marik noch den Vertrag zwischen dem Besitzer des Purpurturms sowie des Triumvirats von Transysillien darauf. Nachdem der Tempelvorsteher alles begutachtet und vergewissert hat, von wo Marik diese Sachen herhat, informiert er die Helden, dass Alvin ein Diener Phex ist. Jedoch, gefällt ihm die Hierarchie nicht. Zusätzlich ist er lieber oft auf Reisen. Der Tempel von Alvin wurde durch Spenden und Hilfe von Freiwilligen gebaut. Auch wenn viele vermuten, dass er längst einem anderen Gott huldigt, wird er geduldet, da er großzügige Geldspenden und Informationen dem Phextempel zukommen lässt.

Marik ist mit der Information zufrieden. Nach kurzer Überlegung packt er jene Karte aus, welche den Standort des Purpurturms, sowie von Ohort verraten. Dafür möchte er, dass sich das Nachtrichten und Informationsnetzwerk des Phextempels darum kümmert, die falschen Anschuldungen in Nostria, und noch wichtiger Andergast, nichtig zu machen.

Der Tempelvorsteher nennt den Namen Travino Oskin. Carisa wird sofort hellhörig, ist es doch ihr Gönner, welcher ihr die Aufträge, sowie Alvin geschickt hat. Natürlich lässt sie sich nichts anmerken. „Ich werde Travino Oskin informieren. Wenn jemand etwas in dieser Gegend tun kann, dann er.“, versichert der Tempelvorsteher.

Nach dieser Besprechung verlassen alle den Tempel. Carranun und Carisa gehen mit Alvin noch in den anderen Tempel. Carranun ist von diesem herunter gekommen Gebäude wenig begeistert. Er stellt unter anderem die Frage, warum es hier keine Statue von Phex gibt. Alvin antwortet darauf, dass der Tempel erst im Aufbau ist, und alle nach und nach kommen wird.

Alvin lässt sich zwar nichts anmerken, ist aber sichtlich genervt, dass er mit Carisa nicht allein sein kann. Deshalb holt ein paar Becher und eine Flasche Wein hervor.

In dem Wein befindet sich eine Substanz, welche zwar Carisa und Alvin aufgrund „Göttlicher Umstände“ vertragen würden, für Carranun aber sehr giftig wäre.

Carranun scheint jedoch vorsichtig zu sein, und trinkt den Wein nicht und verlässt etwas später den Tempel. Alvin nutzt die Chance und fragt Carisa, ob sie bereit wäre, die erste Prüfung ihres Gottes zu erfahren. Denn erst wenn sie dreizehn Prüfungen meistert, wird sie ein Geweihter wie er werden können, und die göttliche Macht spüren. Carisa antwortet: „Ich bin bereit, was muss ich tun?“

Alvin zückt einen Dolch, welcher wie eine geschwungene Zunge aussieht. „Nimm diesen Dolch, und erfülle deine erste Aufgabe. In deiner Prophezeiung wurde dir vom ersten der Zwölf Übel berichtet. Hesinde! Töte bis zum nächsten Vollmond einen Hesindegläubigen. Schaffst du die Prüfung, wird dir unser Gott die nächste Prophezeihung schicken. Schaffst du sie nicht, bist du unwürdig, und du wirst bestraft werden“, flüstert Alvin Carisa ins Ohr.

Carisa steckt den Dolch ein, und verspricht, dass die Aufgabe bis zum nächsten Vollmond erledigt sein wird. Zusätzlich bittet sie Alvin, die Gruppe nach Thorwal zu begleiten. Alvin willigt ein.

Wassertag, 19. Ingerimm 1022 nach BF
Am nächsten Tag, werden die Helden mit einer Kutsche abgeholt.
Die Reise bis nach Thorwal verläuft ereignislos.
Es vergehen insgesamt weitere 6 Tage.

Feuertag, 25. Ingerimm 1022 nach BF
Die Helden erreichen gemeinsam mit einer größeren Schar von Thorwalern die Stadt Thorwal. Die Kutsche hält direkt vor dem Haupthaus von Tronde. Rasch treten Maradas, sowie die Gefährten in die Halla ein. Darin befinden sich bereits einige Hetleute, sowie Tronde selbst.

Eine Debatte entfacht, warum die Orks angegriffen-, und sich später wieder zurückgezogen haben. Warum Tronde nicht in Phexcear war. Ob Tronde sein Amt niederlegen soll, und Maradas die neue Hetfrau wird.

Die Debatte geht hin und her, jedoch ist deutlich zu erkennen, dass ein Großteil auf der Seite von Maradas stehen. Plötzlich steht Tronde auf schlägt auf den Tisch. „Ich wollte dies eigentlich verhindern, aber anscheinend muss ich mich im Kampf gegen dich Maradas beweisen, damit hier in der Halla wieder Ruhe einkehrt“, ruft Tronde.

Anschließend zieht er sein sagenumwobenes Schwert Grimring, und holt den verstärkten Holzschild von der Wand. Auch Maradas zieht ihr Schwert, Tyrfing! Ein Kampf entbrennt…

https://www.youtube.com/watch?v=4VbaVTH3RgQ&list=PLwUbQQ2_zfB1E6PnZryVFwLPQ0EWDpGgv&index=4
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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 9 Monate 3 Wochen her #14819

Thorwals Unterstützung
Feuertag, 25. Ingerimm 1022 nach BF

Der Kampf ist vorbei, und die neue Hetfrau Maradas hat ihre Ansprache gehalten. Im Anschluss erlässt sie einige Thorwaler Recken, den Leichnam Trondes mitsamt des zerbrochenen Schwerts Grimring in die Aufbewahrungshalle bringen. Morgen soll er verbrannt und ins Meer verstreut werden.

Bevor die Helden das Haupthaus der neuen Hetfrau verlassen, erbeten sie noch um etwas Geld für eine Unterkunft. Maradas schmeißt ihnen desinteressiert ein paar Goldstücke auf den Tisch, und meint, dass sie gerne auch heute bei ihr in der Halla übernachten können. So verpassen sie nichts von der Feier ihr zu ehren.

Die Gefährten marschieren als erstes in eine gehobene Herberger mit gutem Essen und Waschzuber.
Alvin verabschiedet sich von Carisa und teilt ihr mit, dass sie sich später am Fest wieder sehen werden.

Danach geht’s zur Magierakademie. Marik informiert die hiesige Spektabilität, dass sich ein Borbaradianer Vorposten im Orkland befindet, und beschreibt ihnen die genaue Position. Im Ausgleich hätten sie gerne einige Gegenstände, bzw. Bücher analysiert. Einige dieser Gegenstände können sofort identifiziert werden. Anschließend verkündet die Spektabilität, dass die Magierakademie spätestens am nächsten Tag alle anderen Gegenstände identifiziert hat.

Nach dem Intermezzo geht’s zum Marktlatz. Dort angekommen nutzt Carisa alle ihre guten Eigenschaften, um ihre Freunde tatkräftig zu unterstützen. So werden sie wenigstens nur leicht übers Ohr von den Händlern gehauen. Nach einigen Stunden ist die Ausrüstung wieder aufgestockt, und Gegenstände, welche sie auf der Reise ins Orkland gefunden haben, gewinnbringend verkauft. Auch beschädigte Waffen konnten repariert, bzw. durch Neue ausgetauscht werden.

Nachdem sich alle frisch gemacht, und bereits in der Herberge etwas gegessen haben, geht es zum Fest. Dort geht es feuchtfröhlich zu. Ständig strömen mehr Menschen zu dem lustigen Treiben. Während die Helden an Getränken und weiterem Essen frönen, verlässt Carisa kurz die Truppe um sich mit Alvin zu treffen. Sie möchte sich nur vergewissern, ob Alvin sie auch noch weiter Richtung Nostria und vielleicht Andergast begleiten will. Zusätzlich betont sie, dass ihr beider Gönner Alvin gerne in Joborn hätte. Dies reicht Alvin, dass er zusagt.

Zurück beim Fest verkündet Carisa, dass sie sich gerne kurz am Hafen umschauen möchte. Dort soll es ein besonders schönes Schiff geben. In Wirklichkeit möchte sie prüfen, welches Schiff die Galeerenfresser ist. Lt. dem Brief von Travino Oskin, soll sie auf dieses Schiff gehen. Da es den Anderen eh zu voll am Festgelände ist, und sie sich nicht sinnlos betrinken wollen, da am nächsten Tag sie ja im Hjalding der Hetleute, sowie in der Magierakademie erwartet werden, beschließen alle, Carisa zu begleiten.

Am Hafen angekommen, sind nur mehr wenige Leute. Die Meisten scheinen wohl beim Fest zu sein. Kurzfristig werden die Gefährten von ein paar Taugenichtse angepöbelt. Ein scharfes Wort von Marik reicht aber, dass sich alle verziehen. Nachdem Carisa bei einem Seemann nachgefragt hat, wo die Galeerenfresser liegen, wird sie auf ein imposantes in schwarzer Farbe gehaltenes Drachenboot gewiesen. Dieses besitzt an der Spitze eine Malerei, welches das offene Maul eines Pottwals abbildet.

Während einige der Helden staunend vor dem Schiff die Münder offen haben, ist Carisa enttäuscht. „Ich dachte, das wäre ein großes Handelsschiff mit Kabinen, stattdessen muss man hier auf den Ruderbänken im Freien campieren“, raunzt Carisa. Verwundert zucken manche mit den Achseln. Der restliche Abend vergeht dann recht schnell, da sie die Helden nur mehr kurz am Fest aufhalten und dann zu Bett gehen.

Wassertag, 26. Ingerimm 1022 nach BF
Am nächsten Tag, merken die Gefährten, dass gestern ein Großteil der Thorwaler Bevölkerung zu viel über den Durst getrunken haben. Eine Schankmaid versucht den Helden ein Frühstück zu richten. Da aber nichts da ist, bekommen die Helden nur Wasser, Milch und Brot.

Wenig später marschieren alle zur Halla der Hetfrau. Dort angekommen, weißt Jalgrimra in Auftrag von Hetfrau Maradas sie hin, dass das Hjalding um eine Stunde verschoben wurde. Zusätzlich kommt ein Geruch aus der Halla, welcher eine Mischung aus Alkohol und Kotze ist. Anscheinend wurde hier bis in die Morgenstunden gefeiert.

Deshalb marschieren alle zur Magierakademie in der Hoffnung, dass bereits alles identifiziert wurde. Carisa versucht seit dem sie den Auftrag von Alvin im Namen des falschen Gottes, oder wie Carisa glaubt, im Namen Phexs, erhalten hat, einen Hesindegeweihten, oder einen Magier in einer unaufmerksamen Sekunde zu erdolchen. Doch schein Phex ihr nicht hold zu sein. Sie ist nie alleine, um eine Gelegenheit zu nutzen.

In der Akademie angekommen, präsentiert die Spektabilität freudig, dass alle Gegenstände identifiziert werden konnte. Schnell werden die Gegenstände unter allen aufgeteilt. Vor dem Verlassen informiert die Spektabilität die Helden, dass sie leider keine weitere Informationen über den toten Wurm herausfinden konnten, welchen sie vor einigen Wochen aus Uddahjal mitgebracht hatten. Sollten sie ein lebendes Exemplar fangen können, bittet die Spektabilität darum, es nach Thorwal zur Magierakademie zu bringen.

Später beim Hjalding hält Hetfrau Maradas eine kurze aber laute Rede. Man merkt allen Beteiligten an, dass sie noch Nachwirkungen von der letzten Nacht spüren. Maradas verkündet, dass alle Hetleute ihre Mannschaften so schnell als möglich bereit für eine Ausfahrt vorbereiten sollen. Am nächsten Tag in der Efferdsstunde (02:00 Uhr Früh) sollen allen verfügbaren Drachenboote Richtung Süden nach Salza fahren. Dort sollen die Thorwaler erstmals wieder eine richtige Plünderfahrt machen. Die Nostrianer werden überrascht sein. Dies werden wir zu unserem Vorteil nutzen.

Anschließend wendet sie sich an die Helden. Ihr werdet gemeinsam mit Hetfrau Olgerda Olvarnasdottir auf der Galeerenfresser mitfahren. Damit löse ich mein Versprechen ein. Wir werden Nostria ordentlich beschäftigen. „Ich lasse es euch frei, ob ihr nach der Plünderei, wieder mit zurück nach Thorwal fährt, oder euch weiter nach Andergast durchschlägt, meint Maradas. Anschließend deutet sie den Helden, dass sie sich vorbereiten, und pünktlich beim Drachenboot sein sollen.

Als die Helden gerade gehen wollen, kommt ein Schiffsjunge gefolgt von mehreren Thorwalern aufgeregt in die Halla. „Kommt schnell mit – in der Aufbewahrungshalle – der Leichnam mitsamt seines Schwerts ist nicht mehr da“, keucht der Junge.

Schnell vergewissern sich alle, ob diese Behauptung stimmt. In der Aufbewahrungshalle, sowie in nächster Nähe ist nirgendwo ein Leichnam zu entdecken. Die beiden Wachposten haben wohl zu tief ins Glas geschaut, und beide geschlafen. Somit hat keiner mitbekommen, was hier passiert ist. Adalarion will sich gerade auf Spurensuche machen, als Maradas mit kräftiger Stimme, mehreren Thorwalern befiehlt, die Suche aufzunehmen. Alle anderen sollen die Schiffe klar machen, und sich auf morgen vorbereiten. „Die Plünderfahrt ist wichtiger, als ein toter Thorwaler. Dieser wird schon nicht weggelaufen sein“ murrt Maradas.

Adalarion ist erstaunt, dass diese Aussage alle so hinnehmen. Als Marik aber auch noch auf Adalarion einredet, nimmt auch er es mit einem Schulterzucken hin.
Viel mehr geschieht an diesem Tag nicht mehr. Die Helden gehen auch früh zu Bett um ausgeruht zu sein.

Windstag, 27. Ingerimm 1022 nach BF
Pünktlich zur Effersstunde laufen die Drachenboote aus. Es sind fast 30 Schiffe, mit einer jeweiligen Besatzung von 30 – 50 Mann.



Hetfrau Olgerda Olvarnasdottir scheint wenig von ihren zugelosten Besatzungsmitgliedern zu halten. Schnell werden sie als Ruderer eingespannt. Sobald die Helden etwas falsch machen, werden ihnen Beine gemacht. Leider können die Gefährten hier nicht wirklich widersprechen und fügen sich den Befehlen.

Die Hetfrau verkündet, dass sie morgen in den frühen Morgenstunden am Hafen ankommen werden.
Sobald die Drachenboote anlegen, springen alle von Bord. „Wer sich nicht daran hält, wird von mir persönlich bestrafft“, murrt die Hetfrau.


Erd(s)tag, 28. Ingerimm 1022 nach BF
Wie geplant kommen die Drachenschiffe in der Firunsstunde (06:00 Uhr) in die Nähe des Hafens von Salza. Die Hetfrau stimmt noch einmal alle ein. Marik fragt nach dem Angriffsplan, nach dem alle von Bord gegangen sind. „Wir haben nur einen Plan, Angriff“, schreit sie und stachelt damit weiter alle an. Während dessen gibt Carisa allen anderen Gefährten zu verstehen, dass sich alle nah an ihr halten sollen, sobald sie den Hafen betreten haben. Sie habe einen Plan.

Die ersten Schiffe sind nur mehr 50 Schritt vom Hafen entfernt. Alle merken, dass die Nostrianer trotz der großen Anzahl der Schiffe nicht glauben, dass sie angegriffen werden. Staunend stehen die Hafenarbeiter und weitere Schaulustige am Hafen und warten auf die ankommenden Drachenboote.

Krachend legt die Galeerenfresser am Hafen an. Tobender Kampfeslärm, vermischt mit Angstschreien der Nostrianer legt sich über den Hafen. Phex sei Dank können sich die Gefährten, sowie Alvin vom Rest der plündernden Horde absondern, und am Wasser entlang zur Mündung des Ingvals laufen.

Dort wartet ein über zwei Meter großer Hühne mit einem Floß samt Segel auf sie. Carisa fragt kurz, ob der große Kerl Arngold heißt. Dieser nickt, und bittet alle auf das Floß zu steigen. Efferd sei Dank, weht der Wind ins Inland, und gibt dem Floß zusätzlichen Antrieb. Hinter ihnen sehen die Helden Salzerhaven brennen. Ob die Thorwaler die Stadt Salza selbst angreifen, sehen sie nicht mehr. Carranun beherrscht sich, trotz des Anblicks, keine Miene zu verziehen. War er gerade Mitschuld, dass eine glanzvolle Hafenstadt seiner Leute geplündert und vermutlich niedergebrannt wird? Er schmollt vor sich hin, und grübelt darüber nach. Nebenbei erhält Carisa versteckt einen Brief von Arngold.

Nachdem sie ihn gelesen hat, zerreißt sie ihn und schmeißt ihn ins Wasser.



Vier Tage lang sind die Gefährten nun am Floß mit kurzen Zwischenstopps unterwegs. Carranun versucht immer wieder seine Landsleute zu informieren, dass die Thorwaler Salza angegriffen haben, bzw. vielleicht Gefahr auch fürs Inland droht. Doch leider will ihm niemand Glauben schenken. Zusätzlich ist immer Carisa in seiner Nähe, deswegen gibt er rasch seine Bemühungen auf.



Wassertag, 03. Rahja 1022 nach BF
Die Helden kommen in Joborn an und betreten wieder festes Land. Plötzlich taucht ein Junge vor Ihnen auf. Er zeigt auf Marik. Eine Frau erwartet euch im Gasthaus „Haus Joborn“. Verwundert dankt Marik dem Jungen. Doch bevor sich alle aufmachen können, zeigt Arngold auf Alvin. „Ihr bleibt bei mir. Mein Chef erwartet euch“, brummt der Hühne. Alvin nickt, und sagt zu Carisa: „Wir werden uns bald wieder sehen, da bin ich mir sicher!“
Anschließend betreten alle das Gasthaus. Dieses ist komplett bis auf den Wirten und einer Frau an einem Tisch leer. Als die Frau die Gefährten hört, steht sie auf und dreht sich um. Es ist die Spektabilität der Magierakademie von Andergast, Aljawa Walsareffnaja.

„Sanyasala, Adeptus Marik von Anderstein. Es freut mich, dass ihr es pünktlich wie laut eurem vorausgesendeten Brief nach Joborn geschafft habt“, spricht Aljawa mit ihrer melodischen Doppelstimme. Marik hebt erstaunt die Augenbraue. „Welcher Brief“, fragt er. Alljawa übergibt ihm folgenden Brief.



Als Marik den Brief gelesen hat, meint er: „Euch hätte auffallen müssen, dass dieser Brief nicht von mir ist. Warum solltet ihr Gold von mir erhalten? Als wir in Phexcaer waren, habe ich die hiesige Phexkirche gebeten, unseren Ruf nach Möglichkeit reinzuwaschen. Ein Kontaktmann vor Ort wird sich darum kümmern, hieß es!“ Anscheinend ist auf die Phexkirche verlass“, meint Marik.
Die Mimik der Spektabilität Walsareffnaja zeigt, dass es ihr wohl peinlich ist, dass sie sich so einfach austricksen hat lassen. Dennoch ist sie froh, dass ihr Schützling wohl auf ist. Anscheinend plagen sie einige Sorgen, die sie aber noch nicht öffentlich preis gibt.

Alljawa besinnt sich und spricht: „Ihr wurdet sicher bereits erkannt, und habt deswegen wenig Zeit. Die Ereignisse überschlagen sich gerade täglich. Die Rahjakirche wurde in Andergast wieder erlaubt. Dies kommt gerade Recht. Eine Hochzeit zwischen Noraletha, der Tochter von Freiherr Arle Kelreiser von Joborn und Gosthelm von Eichenschlag ist gerade in Vorbereitung. Diese wird genau in 12 Tagen am 14. Rahja stattfinden. Dies ist ein großes Ereignis, besteht doch die Chance, dass Frieden zwischen Andergast und Nostria einkehren könnte. Und all das bei unserem derzeitigen König…Warum dieser dem ganzen einwilligt, ist mir ein Rätsel, aber es soll uns recht sein!“

„Ihr fragt sicher, warum ich euch dies alles erzähle? Der König hat Stanislaus von Tatzenhain persönlich beauftragt, genug Wild für die Feierlichkeiten zu schießen. Immerhin werden hohe Persönlichkeiten inklusive unseres Königs erwartet. Er ist vor einem Tag mit seinem „Sume“ (Druide) und ein paar Andergaster Armbrustschützen in die südlichen Wälder von Joborn gezogen. Eine Schülerin von mir ist begabt darin, sich in eine Eule zu verwandeln. Sie hat mir vor einer Stunde berichtet, dass sie ein Lager ca. 10 Meilen südlich von hier aufgeschlagen haben“, spricht sie weiter.

„Wie ich gesehen habe, habt ihr immer noch als Begleitung den Elfen. Wie hieß er noch gleich – aja Adalarion. Ich bin mir sicher, er wird die Spuren korrekt deuten und euch zu Stanislaus führen. Ich werde derweilen hier alles in Bewegung setzen, dass keiner nach euch sucht, bzw. euch überhaupt gesehen hat. Wenn ihr Stanislaus gefunden habt, müsst ihr ihn lebend zu mir bringen. Leider wird dies wohl kaum, ohne Blutvergießen möglich sein. Ich hoffe darauf, dass ihr eine Lösung findet, ohne alle töten zu müssen. Wenn ihr Stanislaus lebend habt, bringt ihn zu einer Hütte der hiesigen Joborner Jäger. Diese ist nicht zu übersehen. Ihr werdet sie ungefähr eine Meile südlich von Joborn vorfinden. Ich werde immer am frühen Morgen zur Hütte kommen. Ich werde einen Zauber vorbereiten, welchen ihn die Wahrheit sprechen lassen, wird. Danach können wir gemeinsam mit ihm zum König gehen, und eure Schuld sollte getilgt sein“, spricht Alljawa mit ernster Miene.

Abschließend sagt sie: „Und nun handelt rasch, aber weise! Ich möchte mich gerne nach der Richtigstellung der Ereignisse mit euch besprechen, was ihr denn alles erlebt habt. Ich sehe euch an – dass euch die Abwesenheit zur Akademie viel Erfahrung gebracht hat. Sanyasala Adeptus – Alles Gute Feya!“

Nach einigen ruhigen Momenten sammeln sich alle. Marik sagt, gut dann holen wir uns Stanislaus.
Als sie nach draußen gehen, beginnt es leicht zu regnen. Mit Hilfe von Adlarion kann schnell die besagte Hütte der Joborner Jäger gefunden werden. Leider regnet es nun bedeutend stärker, und deswegen bittet Marik, alle in die Hütte zu gehen. Sie ist geräumig, und mit dem notwendigsten inkl. eines Kamins eingerichtet.

„Wir sollten weiter. Wenn der Regen nicht aufhört, verlieren wir die Spuren“, meint Adalarion. Marik entgegnet: „Ich gehe sicher nicht bei diesem Wetter raus. Ihr (er deutet auf Adalarion und Carranun) könnt ja schon mal die Spur ausforschen, und danach zurückkehren.“ Daraufhin entbrennt eine Diskussion, welche so lange andauert, bis alle beschließen in der Hütte zu übernachten. Plötzlich betreten zwei Jäger die Hütte. Nach einem kurzen Gespräch sind sie einverstanden, dass die Wanderer (die Helden haben sich als diese ausgegeben) in der Hütte übernachten dürfen. Die beiden Jäger, werden aber noch nachdem sie das Wild hergerichtet haben, in die Stadt weitergehen. Gesagt getan, verlassen sie eine Stunde später die Hütte.

Windstag, 04. Rahja 1022 nach BF
Pünktlich in der Früh öffnet Alljawa die Tür und ist überrascht, dass die Helden da sind. „Oh, ihr habt es bereits geschafft“, fragt sie. „Leider nein, das Wetter ist zu schlecht, und scheint auch nicht besser zu werden“, meint Marik. Adalarion protestiert gleich, dass er anderer Meinung war. Die Spektabilität bittet die Helden, nicht zu lange zu warten. Ob das Wetter besser wird, weiß sie nicht. Sie werde morgen wieder kommen. Anschließend verlässt sie wieder die Hütte.

Adalarion, Carranun und Carisa reden auf Marik ein. „Das Wetter wird uns schon nicht umbringen, und zusätzlich glaube ich nicht, dass die Jäger uns die Geschichte abgekauft haben“, murrt Adalarion.
Grimmig gibt Marik bei, und die Helden machen sich auf. Leider kann die Spur aufgrund des Wetters nicht mehr gefunden werden. Zum Glück ist der Regen im dichten Wald leichter. Marik macht den anderen Mut: „Wir werden die Spur schon finden. Wir folgen einfach einem Pfad, wo umgeknickte Pflanzen sind.“ Das dies nur Tierpfade sein können, ist zwar den meisten klar, dennoch machen sie weiter. Nachdem sie einige Stunden im Wald herumgeirrt sind, scheint ihnen Firun doch hold zu sein, und sie hören in der Ferne Stimmen.

Rasch machen sich Adalarion und Carisa auf, den Lauten auf den Grund zu gehen. Es ist tatsächlich Stanislaus von Tatzenhain. Seine Gefolgschaft hat auf einer kleinen Lichtung ein Lager mit mehreren Zelten und einem Lagerfeuer aufgeschlagen. Auf dieser Lichtung befindet sich auch eine Art Ritualhalbkreis aus aufgetürmten Steinblöcken. In der Mitte davon befindet sich ein ebenfalls aus Steinblöcken geformter Altar. Davor steht ein Druide, welcher vermutlich ein Ritual durchführt. Neben diesem liegen gemütlich drei Wildscheine im Gras. Teilweise schlafend, und teilweise verzehren sie ein paar leckere Eicheln.

Rasch berichten die Beiden den anderen. Marik scheint wiederholt ängstlich, beziehungsweise zurückhaltend zu sein. Vielleicht liegt es am Wetter. Denn der Regen verwandelt sich nun in einen Sturm. Vorteil, die Helden werden wohl kaum gehört, wenn sie sich anschleichen. Nachteil: Die Sicht wird schlechter, und wenn sie sich hier lange aufhalten, könnten sie krank werden. Marik bittet die anderen, dass sie zur Jägerhütte zurückkehren und ihren Plan überdenken. Doch alle anderen sind nicht dieser Meinung und tüfteln einen Plan aus. Carranun hat noch die Bärenfalle aus der Ogerhöhle im Gepäck. Dies soll ausgelegt werden, um evtl. anstürmende Wildschweine aufzuhalten. Ihr Plan ist jener, dass sie von zwei Seiten angreifen. Adalarion und Carisa auf der einen Seite, sowie Marik und Carranun auf der anderen Seite. Carranun und Marik machen lärm. Dadurch sollen sich alle auf sie fokussieren. Adalarion soll anschließend mit einem gezielten Schuss (Pfeil mit Betäubungsgift) Stanislaus ausschalten. Ob dieses Unternehmen gelingt, weiß nur Phex…

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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 9 Monate 2 Tage her #14830

Neue Fragen, wenig Antworten
Windstag, 04. Rahja 1022 nach BF

Es regnet in Strömen. Der Wind fegt durch die Bäume. Blitz und Donner erhellen den Nachthimmel.
Als Vorbereitung summt Adalarion leise die Worte „Axxeleraturs Blitzgeschwind“. Carisa welche neben ihm steht, sieht wie die Bewegungen von Adalarion plötzlich spürbar schneller werden.

Der Auelf hat soeben ein Betäubungsgift auf einem seiner Pfeile aufgetragen und bringt sich in Position. Er zielt genau auf den Rücken von Stanislaus von Tatzenhain, welcher seinem Sumen (Druide) zusieht, wie dieser ein Ritual durchführt.

Aufgrund des Wetters gleitet der Pfeil lautlos durch die Luft und trifft Stanislaus an einer besonders schmerzhaften und ungeschützten Stelle. Adalarion ist sich sicher, selbst ohne dem Betäubungsgift hätte dieser Treffer den Hünen umgeworfen. Wie ein nasser Sack fällt der Ritter vornüber ins nasse Gras.

Schnell wird ein weiterer Pfeil eingelegt. Auch dieser fliegt lautlos durch die Luft und trifft den Druiden, welcher zwei Schritte vom steinernen Altar zurücktaumelt.

Chaos verbreitet sich im Lager der Andergaster. Einige Armbrustschützen welche vor dem starken Regen unter einen Unterstand Schutz gesucht haben, versuchen verwirrt herauszufinden, von wo die Pfeile her sind.

Gegenüberliegend von Carisa und Adalarion haben sich Marik und Carranun verschanzt. Carranun konzentriert sich, und wirkt einen Ignifaxius Flammenstrahl auf einer der Armbrustschützen. Leider scheint dieser durch das Wetter beeinträchtigt nur mäßigen Schaden angerichtet zu haben. Jedoch reicht es, die Aufmerksamkeit aller auf Marik und Carranun zu ziehen.

Die drei Riesenwildschweine, welche bis jetzt neben dem Driuden im Gras gelegen sind, nehmen pfauchend Anlauf auf die Stelle wo Marik und Carranun sich befinden. Die Armbrustschützen hingegen, benötigen noch etwas Orientierung.

Ein weiterer Pfeil trifft den Druiden, doch anstatt, dass dieser schwer verletzt umfällt, bildet sich plötzlich im Durchmesser eine mehrere Schritt große Kugel aus Dunkelheit. Adalarion ist kurz entsetzt, legt aber bereits den nächsten Pfeil ein und feuert ins Dunkle in der Hoffnung, den Druiden zu treffen.

Carisa versucht derweilen mit ihrem gezogenen Opferdolch sich zu den Zelten zu schleichen, um die Armbrustschützen von hinten zu überraschen. Marik verwandelt seinen Stab in ein Flammenschwert, als er die herannahenden Riesenwildschweine sieht. Auch Carranun macht sich Kampfbereit. Plötzlich trifft Marik ein Bolzen. Verletzt zieht er sich etwas in das sichere Unterholz zurück.

Das erste Riesenwildschwein erreicht Carranun. Doch ein markerschütterndes Quieken, welches sogar den Sturm übertönt, hallt durch den Wald. Direkt vor Carranun liegt eine Bärenfalle, in welche das Wildschwein soeben hineingetreten ist, und sich nun vor Schmerzen windet. Doch sofort sind die anderen beiden Schweine zur Stelle und rammen Carranun mit voller Wucht um.

Obwohl Marik sofort das Flammenschwert zu den Wildschweinen fliegen lässt, und einen Schlag nach dem Anderen ausführt, schafft es Carranun nicht, wieder wirklich auf die Beine zu kommen. Die anderen Helden merken, dass Carranun Hilfe benötigt. Während Adalarion nun Pfeil für Pfeil auf die Armbrustschützen abschießt, welche ebenfalls Richtung Carranun laufen, nimmt Carisa eine der Glaskugeln in die Hand, welche sie im Pupurturm erbeutet hat. Die Magier der Thorwaler Akademie haben ihr mitgeteilt, dass bei Zerstörung einer Kugel eine Wand aus Nebel sich ausbreiten wird.
Carisa nimmt Maß und wirft die Kugel Richtung Carranun. Leider fliegt sie nicht soweit, dass alle im entstehenden Nebel eingehüllt werden. Stattdessen bildet sich eine Barriere zwischen Adalarion und Carisa zu Carranun.

Auch Marik muss sich in Richtung Carisa zurückziehen, da weitere Bolzen in das Unterholz eingeschlagen haben. Zusätzlich haben die Soldaten auf Schwerter gewechselt, und greifen nun auch Marik an.

Mit letzter Kraft, und durch die Ablenkung des Nebels schafft es Carranun auf die Beinen und schleppt sich ins Unterholz. Phex sei Dank, folgen die Riesenwildschweine nicht weiter Carranun sondern laufen durch den Nebel um sich das nächste Opfer zu suchen.

Adalarion hält weiter hin blutige Ernte unter den Wa chen. Selbst die Riesenwildschweine finden in dem Auelf ihren Meister.



So schnell wie der Kampf angefangen hat, ist er auch zu Ende. Carranun hat bereits seinen sorgfältig aufbewahrten Heiltrank entkorkt, und in einem Zug geleert. Dadurch schließen sich die schlimmsten Wunden, und er ist wieder halbwegs bei Sinnen. Überhaupt sieht es plötzlich gar nicht mehr so aus, als wäre am Schlimmsten erwischt worden. Carisa hat mehrere Wunden abbekommen, welche sie im Kampf mit einem Soldaten erhalten hat.

Während die Wunden notdürftig versorgt werden, wird Stanislaus von Tatzenhain gefesselt und geknebelt. Er ist der einzige lebende Gegner. Leider konnte der Druide wohl im Schutze seines Dunkelheit Zaubers fliehen. Adalarion konnte zwar noch seine Spuren verfolgen, diese Endeten aber nach gut 50 Schritten. Anscheinend hat sich der Driude in einen Vogel verwandelt, und all seine Habseligkeiten abgelegt.

Alle Tiere sowie Menschen scheinen wieder diese sonderbaren Würmer in deren Körpern gehabt zu haben. Immer wenn ein Tier oder Mensch gestorben ist, hat sich sofort der Wurm einen Weg aus den Körper gebahnt, und ist ins Unterholz verschwunden. Die Helden nehmen deshalb an, dass auch Stanislaus mit einem Wurm infiziert ist. Grob bauen sie eine Trage und bringen trotz des Schlechtwetters den Andergaster Ritter in die Jägerhütte Nähe Joborn. Dort wird erstmal Feuer gemacht, und die Kleidung so gut es geht getrocknet.

Erd(s)tag, 05. Rahja 1022 nach BF
Zur Firunsstunde (06:00 Uhr) betritt die Spektabilität Alljawa die Hütte. Kurz erörtern die Helden was passiert sei, und dass wahrscheinlich einer der mysteriösen Würmer sich in Stanislaus Körper befinden.

Während Alljawa sich auf mehrere Zauber vorbereitet, stellen sich die Helden um den andergastischen Ritter auf. Adalarion hält ein Glasgefäß in Händen, um einen entfliehenden Wurm sicher einzufangen und zu verwahren.

Die Spektabilität beginnt die Zauber in melodischem Gesang zu weben. Plötzlich bahnt sich ein kleinerer Wurm über das Ohr einen Weg nach draußen. Schnell hat Adalarion den Wurm eingefangen und in dem Glas verwahrt.

Stanislaus von Tatzenhain sieht alle mit großen Augen an: „Wer seid ihr? Wo bin ich?“ Schnell wird allen klar, dass der Ritter schon seit dem ersten Zusammentreffen mit den Helden von dem Wurm gesteuert werden sein musste. Dieser hat keine Ahnung was passiert ist, und gibt sein Ehrenwort, dass er vor dem König aussagen wird, dass die Helden keine Schuld tragen. Nach mehreren Fragen glauben die Gefährten ihm, und die Fesseln werden gelöst. Alljawa wird Stanislaus zum König bringen. Die Helden sollen am besten ins Gasthaus marschieren und sich frisch machen. Danach wird Alljawa sie abholen und zum König bringen.

Gesagt getan brechen alle ohne Schlaf Richtung Joborn auf. Nachdem sich alle frisch gemacht haben, werden sie in die Joborner Feste gebracht, wo bereits der Andergster König Efferdan Zornbold auf die Helden wartet.

In der großen Halle befinden sich neben den Wachen auch Stanislaus in Handschellen. Ein finster dreinschauender in Kutten gehüllter Mann befindet sich hinter dem Thron, wo der König residiert.

Nach einer kurzen Verbeugung der Gefährten, stellt der König einige gezielte Fragen. Schnell stellt sich heraus, dass er den Helden glaubt. Dennoch kann er Stanislaus nicht wieder frei lassen. Der in Kutten gehüllte Mann hinter dem König stellt sich als Yehodan vor. Er scheint der Hofsume (Druide) des Königs zu sein. Dieser ist nicht ganz der Meinung des Königs. Er kann sich nicht vorstellen, dass der Druide Melanor, welcher wohl das Ritual im Wald abgehalten hat, was Böses im Schilde führt. Er empfiehlt, Stanislaus seiner Obhut zu übergeben.

Hesinde sei Dank, scheint der König so weise zu sein, und tut dies nicht. Stattdessen, lässt er alle Anklagen gegenüber den Helden fallen, und möchte, dass Stanislaus in die Magier Akademie gebracht wird. Sollte sich dort nach einem Monat herausstellen, dass er vollständig geheilt ist, wäre auch er wieder ein freier Ritter. Zusätzlich soll die Akademie alles Bewegung setzen, um so schnell wie möglich den Wurm zu erforschen, um endlich heraus zu finden, was hier los ist.

Der König entlässt die Gefährten jedoch noch nicht. „Marik von Anderstein, ich spreche euch als Herr über jene (der König zeigt auf Carisa, Adalarion und Carranun) an. Ich trage euch auf, gemeinsam mit dem hiesigen Freiherr Arle Kelreiser die kommende Hochzeit am 14. Rahja zwischen Noraletha Kelreiser und Gosthelm von Eichenschlag auszurichten! Als zusätzlich Unterstützung stelle ich euch die mir empfohlene Magierin Alaraloth von Orgendam zur Seite!“ spricht der König.

Mit ausrichten meint er, den Schutz sämtlicher Gäste, vor allem dem Brautpaar zu gewährleisten.
Des Weiteren erklärt er ihnen, dass aufgrund des Angriffs der Thorwaler bei Salza, und angeblicher Thorwaler Schiffe auf dem Ingval die Nostrianer in Bedrängung sind. Dies möchte er nutzen, jedoch nicht im Militärischen Sinne. Sondern, durch die Hochzeit soll Nostria Andergast einige Ländereien und andere Vorteil zugestehen. Die letzte Information erwähnt er aber vor den Helden nicht.

Nach der kurzen Ansprache, tritt Freiherr Arle Kelreiser an die Gefährten heran. Er überreicht ihnen eine Karte der Stadt, sowie ein Schreiben, welches sie als rechte Hand des Freiherrn ausweist. Anschließend erklärt er den Helden, dass die Stadtmauern gesichert sind. Auch der König hat seine eigene Leibwache. Den Helden stehen weitere 20 Gardisten zur Verfügung, die sie in der Stadt oder am Festgelände postieren können.



Nach diesem Gespräch können die Helden endlich die Feste verlassen, und möchten eigentlich ins Gasthaus, da sie dringend Schlaf nachholen wollen. Alljawa hält jedoch Marik auf. „Können wir kurz in Ruhe sprechen?“, fragt sie.

Alle bis auf Marik begeben sich auf ihre jeweiligen Zimmer in der Herberge. Auch die Magierin Alaraloth von Orgendam hat ein Zimmer im Gasthaus bekommen.

Die Spektabilität informiert Marik, dass sie dringend mit Stanislaus und dem Wurm nach Andergast in die Magier Akademie reisen müsse. Er soll sich keine Sorgen machen, da vier Wachen des Königs sie begleiten werden. Beide vereinbaren, dass ein Passwort ab sofort in Briefnachrichten verwendet wird, damit sichergestellt werden kann, dass der Brief wirklich von der vertrauten Person kommt. Das Passwort lautet: Bha'iza dha feyra

Des Weiteren bittet sie Marik, auf ihre Novizin Quenja Gössel aufzupassen. Sie ist auch eine Halbelfe und studiert an der Magier Akademie in Andergast. Sie meint, dass sie etwas anstrengend ist, aber wenn man ihr eine Aufgabe gibt, sie diese mit vollem Tatendrang erfüllt. Er könne sie gut als Luftüberwachung einsetzen, da sie den Zauber beherrsche, sich in einen Vogel zu verwandeln.

Mit diesen Worten stellt sich auch schon Quenja vor und plaudert ohne Luft zu holen drauf los. Marik findet aber so gleich eine Aufgabe, und bittet sie, sich mit Alaraloth von Orgendam anzufreunden. Er möchte gerne wissen, ob man ihr trauen kann. Danach begibt auch er sich auf das Zimmer.

Markttag, 06. Rahja 1022 nach BF
Am nächsten Tag kümmern sich Carranun, Carisa und Adalarion darum, Waren am Mark zu verkaufen, und Kräuter und Tränke einzukaufen. Die gekaufte Ware ist zwar nicht wie erhofft, aber besser als nichts.

Währenddessen, hat Marik von Quenja erfahren, dass Magister Alaraloth in Gareth auf der Akademie Schwert und Stab gelernt hat. Sie scheint schon erfahrener zu sein.

Marik bittet darauf Quenja, mit Adalarion Bekanntschaft zu schließen, und so das Wesen des Elfseins kennen zu lernen. Im Grunde brauchte er nur eine Möglichkeit, ihr Geplauder mal kurz abzuschalten.
Adalarion zeigt sich sehr offen und beantwortet alle Fragen von Quenja.

Die Helden beginnen erste Erkundung der Stadt und des Festgeländes zu machen. Dabei lernen sie den eigentlichen Organisator der Hochzeit Raitjan Angmund (Rahjageweihter) kennen. Dieser wird nicht nur die Organisation des Festgeländes übernehmen, sondern auch das Brautpaar trauen. Zusätzlich führt er ein Artefakt der Göttin Rahja mit sich, welches er das Joborner Liebeslicht nennt. Laut ihm werden alle Wesen in der Nähe sanftmütig und liebend werden. Perfekt, um eine Hochzeit zwischen zwei rivalisierende Parteien zu organisieren.

Des Weiteren erfahren die Helden, dass vermutlich am nächsten Tag die ersten nostrischen Festgäste eintreffen werden. Das Festgelände an sich wird in zwei Bereiche unterteilt sein. Ein riesiger Tisch, wo alle Adligen Gäste Platz nehmen, und einen großen Bereich mit einzelnen Tischen, wo das Volk Platz nehmen kann. Teilnehmen dürfen alle, die die Anreise rechtzeitig schaffen. Die Helden merken, dass es nicht einfach wird, hier einen Überblick zu wahren, und die wichtigsten Personen abzusichern.

Nach kurzer Beratschlagung, weisen sie die Soldaten an, dass allen die Waffen abgenommen werden sollen, welche auf das Festgelände wollen. Leider müssen die Helden feststellen, dass dies nur beim einfachen Volk möglich sein wird. Die Adligen lassen es sich nicht nehmen, ihre Waffen mit sich zu führen.

Während Adalarion überprüft, ob Gefahr durch sehr gute Bogen/Armbrustschützen drohen könnte, spricht Marik mit Alaraloth von Orgendam. Sie scheint einen ehrenwerten und guten Eindruck zu machen. Das Einzige was ihm auffällt ist jener Punkt, dass sie auf Empfehlung von Travino Oskin geschickt wurde. Dieser Name ist ihm schon bekannt. Hatte doch der Obergeweihte des Phextempels in Phexcear diesen Namen als Kontaktmann genannt.

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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 8 Monate 1 Woche her #14849

Die Bluthochzeit von Joborn
Praiostag, 07. Rahja 1022 nach BF

Am nächsten Tag ist bereits in der Früh vor der Schenke ein Treiben. Mehrere Leute inklusive Carranun stehen bei einem in dunkler Robe gehüllten Geweihten, der wohl eindeutig der Boronkirche angehört.

Nachdem die Helden auf Carranun zugehen, informiert dieser sie, dass er eine Vision in der Ogerhöhle hatte, dass in einem Ort ein Geweihter auf ihn zukommen werde. Er ist sich sehr sicher, dass es dieser Geweihter ist. Er möchte sich mit ihm austauschen, und am Abend allen berichten.

Für die anderen Gefährten geht das in Ordnung. Marik schickt Quenja Gössel wieder zu Alaraloth von Orgendam, um vermutlich etwas Ruhe zu haben. Gespannt warten alle darauf, dass die ersten Nostrianer eintreffen. Leider vergehen Stunden um Stunden.

Etwas genervt ziehen sich am Abend zurück ins Gasthaus. Schnell verbreiten sich Verschwörungstheorien unter den Einwohnern, sowie den Helden, dass evtl. die „Nostriaken, wie sie hier genannt werden“ hier gar keinen Frieden wollen, sondern lediglich den König nach Joborn locken wollten, um ihn mit einem überraschenden Angriff zu töten.

Deswegen beschließen die Helden für den nächsten Tag eine Audienz beim König zu erbitten.
Sie wollen ihn sicherheitshalber warnen. Zusätzlich möchte Marik gerne jenen Platz aufsuchen, bei dem sie gegen Stanislaus und seinen Schergen kämpfen mussten.

Bevor die Helden zu Bett gehen, tritt Carranun an sie heran. Er ist sich nun sicher, dass der Borongeweihte mit Namen „Gregorius Balthazar von Weidenhain“ jener ist, welcher ihm in der Vision gedeutet wurde. Er fühlt sich verpflichtet, dem Geweihten zu helfen. Dieser möchte zu Ehren Borons einen Tempel errichten. Dafür benötigt er jedoch helfende Hände, und Material. Carranun bittet Carisa, mit dem Freiherrn zu reden, damit dieser zustimmt, dass ein Borontempel in Joborn gebaut werden darf. Carisa stimmt der Bitte zu, und alle gehen zu Bett.

Rohalstag, 08. Rahja 1022 nach BF
Dank Carisa erhalten die Helden schnell über den hiesigen Freiherrn eine Audienz beim König. Zusätzlich sichert er Carisa zu, dass ein Borontempel unter einer Bedingung gebaut werden dürfe. Die Hochzeit muss sicher über die Bühne gehen. Immerhin geht es um seine Tochter, und zusätzlich scheint ihm auch der König wohl die eine oder andere Münze versprochen zu haben.

Beim König angekommen, möchte dieser aber nichts von einer Verschwörungstheorie wissen. Er hat einen Pakt mit der Königin von Nostria. Zusätzlich würde ein Überfall und Tot des Königs ganz Andergast gegen Nostria aufwiegen. Dies könnte sich Nostria in dem Moment nicht leisten. Wo sie doch aktuell auch von Thorwal angegriffen werden.

Dies nutzt Marik gleich, um den König zu informieren, dass der Angriff der Thorwaler durch sie entstanden ist. Nachdem er die ganze Geschichte erzählt hat, bedankt sich der König. „Ich werde eure Aussagen prüfen lassen. Wenn das so stimmt, habt ihr eine Beförderung oder ähnliches verdient. Bitte informiert niemanden davon, dass ihr dies getan habt. Diese Hochzeit soll gelingen um Frieden in den Landen einkehren zu lassen. Im einen wird diesem Volk guttun, im anderen werden wir Reichtum und Macht erlangen!“

Danach verlassen die Helden wieder die Joborner Feste. Carisa hat sich währenddessen bei den Wachen des Königs informiert, ob es zur Not einen Fluchtweg für den König geben würde. Den gibt es in der Tat. Dort stehen auch Pferde und eine Kutsche bereit.

Nach diesen Informationen beschließen Marik, Adalarion, Carranun und Gregorius zum „Druidenritualplatz“ zu marschieren. Carisa möchte in Joborn bleiben, um weitere Vorbereitungen für die Sicherheit zu treffen.

Natürlich ist dies nicht die Wahrheit. Carisa marschiert sofort zu Quenja und Alaraloth und bittet beide mit ihr zu kommen. Gemeinsam marschieren sie zum Hafen. Dort angekommen lassen sie sich mittels eines Floßes über den Ingval bringen. Dort angekommen bittet Carisa Quenja darum, dass sie sich in einen Vogel verwandeln soll und Ausschau nach ankommenden Nostrianern halten soll.

Nach einigen Versuchen schafft es Quenja und fliegt los. Carisa flüstert leise zu Alaraloth, dass sie Quenja loswerden müsse. Sie bittet Alaraloth darum, Stillschweigen zu bewahren, und die mögliche Leiche zu entsorgen.

Einige Minuten vergehen, bis Quenja als Vogel wieder in der Nähe auftaucht. Carisa deutet ihr, sich in ihre Hand zu setzen. Dies tut Quenja natürlich, ohne darüber nachzudenken. Plötzlich schlägt Carissa zu und zerquetscht, sowie erwürgt den Vogel, bzw. Quenja. Nach einigen Minuten verwandelt sich der Vogel wieder in die leblose Quenja zurück. Carisa bittet Alaraloth darum, die Leiche verschwinden zu lassen. „Sollte jemand nach Quenja fragen, ist sie von ihrem Erkundungsflug, nicht zurückgekommen“, flüstert Carisa.

Anschließend kehrt Carisa zum Floß zurück, und rudert Richtung Hafen. Dort kommt sie gerade zur rechten Zeit an. Ein Segelfloß mit drei in Kutten gehüllten Menschen hat soeben angelegt. Carisa gibt sich sofort als die Repräsentantin des hiesigen Freiherrs aus, und möchte wissen, wer den die drei Ankömmlinge sein.

Magister Hagen Gerion, mein Name“, antwortet der Mann, welcher als erster das Floß verlässt. „Ich wurde vorgeschickt, um zu prüfen, ob alles in Ordnung sei. Meine Novizen und ich bitten darum, zur Unterkunft gebracht zu werden. Anschließend möchten wir gerne mit dem Freiherrn sprechen“, spricht der Magier mit hochnäsigem Ton. Carisa verstellt sich natürlich wie üblich gekonnt, und zeigt den Herren den Weg.

Während dessen kommen die anderen Helden, am „Druidenritualplatz“ an. Dort stellen sie fest, dass keine Leichen mehr vorhanden sind. Diese wurden anscheinend einige Schritt weggeschleift, und dort in einem Massengrab vergraben. Daneben finden sich etliche Pferdespuren die tiefer in den Wald führen. Adalarion nimmt sein kleines Büchlein heraus, und versucht die Hufspuren der Pferde so gut es geht nachzuzeichnen. Evtl. befinden sich die Übeltäter in Joborn, oder kommen später noch dort an.

Derweilen wirkt Marik den Zauber „Odem Arcanum“ um festzustellen, ob an diesem Ort Magie vorhanden ist. Dies scheint aber nicht zu sein. Gregorius kümmert sich um das Massengrab und wirkt einen entsprechenden Grabsegen. Danach beschließen alle wieder nach Joborn zu wandern.

Am Abend treffen sich alle in der Herberge und berichten gegenseitig. Nachdem bereits alles erzählt wurde, erwähnt Carisa, dass Quenja Gössel von einem Rundflug nicht zurückgekehrt ist. Marik weiß gar nicht was er sagen soll. Schnell beschließen alle, nach ihr zu suchen, müssen aber bei Einbruch der Nacht einsehen, dass sie keine Chance haben. Marik fühlt sich schlecht. Er habe Spektabilität Alljawa versprochen auf Quenja aufzupassen. Falls ihr etwas passiert ist, wisse er nicht, wie er das der Spektabilität beibringen soll. Kurz überlegt er auch seinen Zorn auf Carisa auszulassen, lässt es aber dann. Carisa weiß ja nicht, dass sie noch nicht gut den Zauber beherrscht.

Bevor alle zu Bett gehen, betritt Magister Hagen Gerion das Gasthaus und stellt sich bei allen vor. Er informiert die Helden, dass in den nächsten Tagen die Adligen und wichtigen Personen von Nostria kommen werden. Unter Anderem wird auch der Sohn der Königin dabei sein. Zusätzlich sei der Magier sehr überrascht, wie schön das Örtchen sei, und wie gut die Vorbereitungen zur Hochzeit im Gange sind.

Dieser Ton gefällt Marik natürlich gar nicht. Er schluckt aber seinen Frust hinunter, und ignoriert die Wortwahl des Nostriers.

Des Weiteren berichtet der Magier, dass Thorwaler Salza angegriffen haben, und angeblich Drachenboote den Ingval herauffahren. Unsichere Zeiten, welches ein geeintes Nostragast (Nostria + Andergast) erfordert.

In der Nacht wird Carisa noch von Alvin besucht. Dieser informiert sie, dass er von ihrer Tat gehört hat, und er, sowie ihr Gott sehr zufrieden mit Carisa sind. Bald werde Carisa die nächste Aufgabe erhalten. Sollte sie Hilfe brauchen, kann sie sich jederzeit an ihn wenden. Er wohne nun in einem Haus im Tagelöhnerviertel.

Feuertag, 09. Rahja 1022 nach BF
Am nächsten Tag treffen einige Persönlichkeiten inkl. deren Vasallen und Wachen (insgesamt ca. 30 Personen) am Hafen ein.
Nach einer Begrüßung durch die Helden, stellen sich die einzelnen Personen vor.

Prinz Kasparbald, der Sohn von Königin Yolande.
Der nostrische Krieger Boronislas vom Thuransee dient dem Prinz Kasparbald als Leibkrieger.
Toran vom Lichte, ist als Majordomus zuständig für die Verwaltung Nostrias. Alle Zollaufseher, Amtsschreiber und Steuereintreiber des Königreichs arbeiten auf seinen Anordnungen hin.
Der Liebfelder Haldur Vesselbek ist Deichgraf der Königin Yolande und dafür zuständig, die Bauvorhaben an der nostrischen Küste umzusetzen.
Paricio Lafanti ist ein junger horasischer Schwertbruder, der mit aller Mühe versucht, das kriegsmüde Volk Nostrias wieder für Rondra zu begeistern.
Gosthelm von Eichenschlag ist der Bräutigam. Er sieht passabel aus, aber warum gerade dieser als der Bräutigam erkoren wurde, erschließt sich den Helden nicht ganz.

Wieder merkt Marik, dass die Nostrier die hiesigen Andergaster nicht wirklich ernst nehmen und von oben herabblicken. Dennoch hat er das Gefühl, dass alle die Hochzeit wollen. Beiläufig wird er informiert, dass Königin Yolande II Kasmyrin von Nostria und Marschallin Rondriane von Sappenstiel aufgrund der Angriffe der Thorwaler absagen mussten.
Nachdem alle Gäste auf ihre Zimmer gebracht wurden, und der Prinz sogar eine Audienz beim König hat, versuchen die Helden erneut Quenja Gössel zu finden. Leider vergehen wieder einige Stunden ohne Spur. Niemand scheint sie gesehen, oder etwas von ihr gehört zu haben.
Am Nachmittag beschließen alle, sich um die Vorbereitungen der Sicherheit zu kümmern. Hierbei werden verschiedenste Punkte erledigt, auf welche ich hier nicht weiter eingehe.

10. – 12. Rahja 1022 nach BF
So vergehen einige Tage, und mehr und mehr andergastische Adlige, Leibeigene und Bauern treffen in Joborn ein. Es müssen schon mindestens 500 Personen sein. Zwei der adligen Herrschaften (Freiherr Waldomir vom Bärental, sowie der Vetter von Marik) werden von den Helden auch persönlich begrüßt, und über alle Ereignisse informiert.
Adalarion hat während den Vorbereitungen immer wieder die Hufe der Pferde im Stall kontrolliert. Leider findet er keine vergleichbaren, wie er sie beim „Druidenritualplatz“ vorgefunden hat. Marik und Carisa haben derweilen über den hiesigen Wirten rausgefunden, dass jene Soldaten, welche mit Stanislaus von Tatzenhain unterwegs waren, im Gasthaus ein Zimmer hatten. Nachdem Carisa ein Goldstück dem Wirten zusteckt, zeigt er ihnen jene Habseligkeiten, welche er aus dem Zimmer entfernt hatte. Immerhin muss er ja die Zimmer wieder für neue Gäste vorbereiten.
In den Habseligkeiten findet sich nichts von Interesse außer Gewandungen mit einem kleinen Wappen, genauer einem weißen Berg. Nachdem Marik in sich geht, und sich auch mit dem Freiherrn berät, erinnert er sich wieder, wem dieses Wappen gehört.
Dieses Wappen gehörte einst dem Haus Dragenstein. Diese hatten eine Burg mit dem Namen Dragenstein. Diese ist eine der wenigen steinernen Höhenburgen im Königreich Andergast und wurde ca. 300 BF auf dem „Weißen Berg“ in den südlichen Ausläufern des Steineichenwaldes erbaut. Leider existiert diese Burg nicht mehr. Von einem Tag auf den anderen, war die Burg mitsamt seinem Einwohner verschwunden. Sie war einfach verschwunden. Niemand weiß bis heute warum. Viele Mythen ranken sich um diese Burg. Alle sind sich einig, dass jene Soldaten einem Orden, oder einem Haus angehören müssen, welche das Haus Dragenstein repräsentieren. Wie das sein kann, ist allen ein Rätsel, da am besagten Tag die komplette Familie Dragenstein mit der Burg verschwunden ist.
Die Helden beschließen, zukünftig darauf zu achten, ob jemand dieses Wappen trägt. Immerhin gehören diese zu jenen, welche am „Druidenritualplatz“ gegen sie gekämpft haben.
Am 12. Rahja ist Vollmond, deswegen beschließen die Helden in der Nacht erneut zum „Druidenritualplatz“ zu schauen. Jedoch finden sie dort keine neuen Spuren, sowie fremde Personen.

Carisa erhält in der Nacht eine neue Vision ihres "Gottes", und wird anschließend von Alvin geweckt.


Dieser teilt ihr die nächste göttliche Aufgabe mit:
Überzeuge 13 Menschen davon, dass dein Gott den Fortschritt einläutet und ihnen Frieden und Wohlstand bringe. Lass eine Statue von deinem Gott bauen. Wie diese Status aussieht, überlasse ich ganz deiner Vorstellungskraft. Bei Fertigstellung werde ich dafür sorgen, dass ein göttliches Wunder geschehen wird, welche diese 13 für immer glauben lassen wird. Die Aufgabe musst du natürlich wieder bis zum nächsten Vollmond erledigen.

Markttag, 13. Rahja 1022 nach BF
Der nächste Tag verläuft recht ereignislos. Die Helden bereiten sich auf die Hochzeit vor, und gehen früh zu Bett.

Praiostag, 14. Rahja 1022 nach BF
Die Hochzeit wird in kürze beginnen und die Leute strömen in Massen zum Festbereich. Dort gibt es neben Gaukelei und Musik, jede Menge zu essen und zu trinken. Dies kommt nicht nur bei den Adligen gut an.
Der Rahjageweihte Raitjan Angmund beginnt mit der Trauung und alle begeben sich auf ihre Plätze. Die Helden beziehen in der Nähe des Adels und des Brautpaars Posten. Durch das „Joborner Friedenslicht“ sind alle Anwesenden (Andergaster und Nostrier) in Harmonie, und es herrscht eine herzerfüllende Stimmung. Selbst Tiere, wie Katzen und Vögel sitzen direkt bei der Rahjastatue nebeneinander, als wären sie keine Totfeinde.
Die Trauung ist vollzogen, und der Festakt beginnt. Doch plötzlich „Schreie“…



Plötzlich schwenkt die Stimmung. Harmonie wird zu Missgunst und Hass. Egal, wer neben einem steht. Jeder zieht seine Waffe, und die Anwesenden beginnen sich gegenseitig anzugreifen.
Die Helden haben bemerkt, dass der Rahjageweihte Raitjan Angmund am Boden liegt, und das „Joborner Friedenslicht“ plötzlich erloschen ist. Zusätzlich scheint die Braut von mehreren in Kapuzen gehüllten Gestalten verschleppt zu werden.
Leider können die Helden nicht sofort handeln, sondern müssen sich zuerst ihrer Haut erwehren. Nach und nach schaffen sie es mit viel Anstrengung, trotz des Hasses aller gegenüber sich in die Nähe der Rahjastatue zu bewegen. Nachdem Carisa sich von einem nostrischen Soldaten rasch lösen konnte, wird sie vor der Statue von einer wütenden Bardin abgefangen. Diese schlägt mit ihrer Laute mehrmals zu, und hinterlässt sichtbare Spuren bei Carisa.
Marik kann sich dank einiger „Blitz dich Find“ in die Nähe von Raitjan Angmund bringen, und merkt, dass dieser noch am Leben, genauer nur bewusstlos ist. Mit ein paar beherzten Ohrfeigen schafft er es, Leben in Raitjan einzuflößen. Dieser erkennt zum Glück relativ rasch die Lage und schafft es das „Joborner Friedenslicht“ wieder zu aktivieren.








Abrupt kehrt wieder Harmonie ein, und alle senken verdutzt ihre Waffen. Die Helden rufen in die Menge, dass die Braut entführt wird, und laufen in Richtung Hafen.
Adalarion singt einen „Axxeleratus Blitzgeschwind“ auf sich, und ist dadurch deutlich schneller als alle anderen. Leider stolpert er plötzlich über eine Katze die jaulend davon humpelt.
Wenig später kommt er am Hafen an. Die dort abgestellten Wachen liegen tot am Boden. Plötzlich merkt Adalarion, wie jene Katze, über die er gerade gestolpert ist, sich anscheinend in einen Vogel verwandelt hat, und Fluss abwärts fliegt. Adalarion schießt einen Pfeil, der aber sein Ziel verfehlt.
Endlich kommen die anderen Helden an, und Marik informiert alle, was gerade passiert ist. Einige Fischer, stehen fassungslos daneben. Sie berichten den Helden, dass jene Nostrier, welche in Roben gehüllt in Joborn vor Tagen angekommen sind, die Wachen getötet haben. „Hagen Gerion, und seine zwei Novizen“, zischt Marik zwischen seinen Zähnen hervor.
Diese haben mit Pferden rasch Joborn verlassen. Aber noch wichtiger, die Braut wurde von mehreren ebenfalls in Kutten gehüllten Personen auf zwei Flöße mit Segel gebracht, und fahren den Ingval hinunter. Als die Fischer in die Richtung deuten, kann Adalarion die Flöße noch erkennen. „Zwei der Entführer konnte ich genauer sehen. Einer hatte eine Augenklappe, und die andere Person war eine Frau mit roten Haaren“, erläutert der Fischer.
„Schnell, wir müssen sie verfolgen“, schreit Carisa. Du und Du (Carisa zeigt auf zwei Bootsleute) müssen uns begleiten. „Wir brauchen Hilfe, um die Entführer einzuholen“, meint sie. Beiden Bootsleuten drückt Carisa ein Schwert der toten Wachen in die Hand. Man sieht, wie diese nicht wirklich wissen, was sie damit anfangen sollen. Schnell steigen die Helden (Marik, Adalarion, Carranun und Carisa) inklusive der zwei Bootsleute auf ein Floß mit Segel. Gerade als sie ablegen springt auch noch Alaraloth von Orgendam auf das Floß. „Ihr wollt ja nicht ohne mich fahren?“, ruft sie lachend.

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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 7 Monate 4 Wochen her #14861

Die Verfolgung
Praiostag, 14. Rahja 1022 nach BF

Die Helden gemeinsam mit den zwei Bootsleuten sowie Alaraloth von Orgendam nehmen die Verfolgung mit einem Floß auf.

Zum Glück haben die Verfolgten Probleme richtig Fahrt aufzunehmen. Dies nutzen Adalarion und Carranun aus. Während Adalarion seinen bewährten Elfenbogen verwendet, versucht sich Carranun an einer leichten Armbrust. Marik verwandelt seinen Stab in ein Flammenschwert und lässt es zum nächsten Boot fliegen.



Nach einiger Zeit schaffen es die Helden, das erste der beiden gegnerischen Flosse auszuschalten. Zusätzlich kommen sie näher an jenes Floß heran, auf welcher die Braut gefangen gehalten wird. Marik lässt sein Flammenschwert erneut zum anderen Floß schweben, und steckt das Segel in Brand.



Ein Vogel, vermutlich ein Waldkautz attackiert immer wieder das Floss der Helden, bis dieser mit vereinten Kräften erschlagen wird.

Plötzlich lässt die rothaarige Entführerin ihren Speer ähnlich wie Marik sein Flammenschwert zum Floss der Helden schweben. Dieser Speer attackiert Adalarion und verletzt ihn so schwer, dass dieser bewusstlos auf dem Floss zusammensinkt.

Das brennende Segel kann zwar gelöscht werden, jedoch ist die Fahrgeschwindigkeit der Entführer sehr eingeschränkt. Das Floss der Gefährten kommt näher, und Carisa flößt Adalarion einen Heiltrank ein, und hilft ihm hoch.

Oh Schreck, vor den Helden scheint plötzlich der Fluss in einen Wasserfall zu münden, und ins Bodenlose Nichts zu stürzen. Meisterinformation: Von der rothaarigen Entführerin wurde der Zauber „Hexenknoten“ gewirkt. Alle Helden samt deren Gefährten schaffen es nicht, den Willen aufzubringen, die Illusion des Zaubers zu durchschauen.

Beide Bootsleute schaffen es gerade so, dass Floss anzuhalten. Die Entführer nutzen dieses Ereignis, um wieder etwas Abstand zu den Verfolgern zu gewinnen. Der Speer attackiert weiterhin schwebend die Helden. Zum Glück stellt sich hier Carranun in den Weg, welcher mit seiner neuen leichten Plattenrüstung die meisten Treffer nicht einmal spürt.

Marik faucht Alaraloth an: „Meine astralen Kräfte sind erschöpft. Tut etwas, ihr habt bis jetzt nur zugesehen!“ Sie lächelt ihn nur an, und meint: „Ihr habt das bis jetzt ja gut gemacht, und leider sind im Moment die Feinde zu weit weg. Zusätzlich kann ich nichts gegen diesen Abgrund hier ausrichten. Ich kann nicht unser Floss fliegen lassen!“

Während Marik und Alaraloth miteinander lauthals diskutieren, schafft es Adalarion nach einiger Zeit die Illusion zu durchschauen, und versucht selbst mit dem Floss wieder fahrt aufzunehmen. Beide Bootsleute springen schreiend von Bord, da sie nicht in den Abgrund stürzen wollen. Carisa hält sich verbissen am Segelmast fest. Doch nichts geschieht, es sieht so aus, als würde das Floss über den Abgrund gleiten. Von einem Augenblick auf den anderen verschwindet der Abgrund, als wäre nie einer dagewesen.



Der fliegende Speer kehrt abrupt zu seinem Beschwörer zurück. Bis auf einen gut gerüsteten Krieger, der rothaarigen Frau sowie der Braut befindet sich keiner mehr auf dem gegnerischen Floss. Die Helden machen sich bereit nach der nächsten Flussbiegung den Todesstoß den Entführern zu setzen.
Doch als sie endlich das Floss wieder sehen können, sehen sie auch wie die zwei lebenden Entführer sowie die Braut auf dem fliegenden Speer Platz genommen haben, und dieser sich nun in die Luft erhoben hat. Adalarion nimmt seinen letzten Pfeil und schafft es die rothaarige Frau zu treffen. Die Gefährten können erkennen, wie das fliegende Gefährt in einiger Entfernung im Wald wieder runterzugehen scheint.

Schnell werden die zwei schwimmenden Bootsleute wieder aufs Floss geholt und die Gefährten nehmen die Verfolgung auf. Nachdem die Helden doch eine gute Stunde auf dem Ingval unterwegs sind, sehen sie auf der linken Seite des Flusses einen Mann vor einem einachsigen Wagen. Der Wagen wurde abgestellt, und das dazugehörige Pferd fehlt.

Der Mann winkt den Helden, und diese halten ihr Floss am Ufer an. Der Mann, welcher sich als Händler Wenzl ausgibt, erzählt den Helden eine abenteuerliche Geschichte. Es sollen 3 Leute mit einem fliegenden Speer gleich in der Nähe von ihm abgestürzt sein. Schnell war der besonders grimmig dreinschauende und gerüstete Mann mit einer Augenklappe auf den Beinen und drohte dem Händler ihn zu erschlagen, wen er nicht sein Pferd hergebe. In dieser aussichtlosen Lage blieb Wenzel nichts anderes übrig. Die anderen waren nun auf ihren Beinen. Eine rothaarige Frau hatte schwere Verletzungen und wurde auf das Pferd gehievt. Die dritte Person war eine Frau, welche an den Händen gefesselt war. Der Mann befahl ihr vorauszulaufen, und nahm das Pferd am Zügel und führte es samt der rothaarigen Frau hinterher.

Der Händler war auf dem Weg Richtung Joborn. Er bringe Bier und Schnaps zu einem Fest. Leise erwähnt Marik: „Das Fest ist wohl schon vorbei!“. Nach kurzer Absprache beschließen die Helden, das Floss dem Händler zu überlassen. Beide Bootsleute sollen das Floss samt dem Händler und seiner Ware sicher nach Joborn bringen. Dort sollen sie die Kunde verbreiten, dass die Helden die Entführer verfolgen.

Anschließend machen sie die die Gefährten (Helden und Alaraloth von Orgendam) auf die Spur zu verfolgen. 20 Minuten später führen die Spuren zu einer gewaltigen Trauerweide mit einem knorrigen Stamm. Unter der dem Baum liegen 4 tote bärtige Männer, sowie zwei dunkelhaarige Frauen. Es sind wohl ortsansässige Bauern oder Fischer, welcher zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Tiefe Wunden, welche von einem Streitkolben stammen könnten, sowie tiefe Kratzspuren über das Gesicht zieren die Opfer. Zusätzlich liegen die Handfesseln der Braut zerschnitten auf dem Boden.

Plötzlich fährt eine Windböe in das Geäst des Baumes. Blätter und Zweige rieseln auf die Helden herab. Aus dem Ufergras erhebt sich schnatternd ein Schwarm Enten. Dann fällt der Blick auf einen Mann, der wie aus dem Nichts der Umgebung zu erwachsen scheint. Dunkelbraunes, zotteliges Haar
geht fließend in einen Bart über, der aussieht, als wäre er noch nie geschnitten worden. Unter einem Überwurf aus grünem Lodenstoff befindet sich eine Kleidung aus speckigem, geflicktem Leder.

Dieser fährt die Gefährten mit tiefer Stimme an:“ Was sucht ihr hier? Seht ihr nicht, was ihr angerichtet habt?“ Schnell überzeugt Carisa den Mann, welcher sich als Sume mit dem Namen Barl ausgibt, dass sie nicht jene sind, welche hier einige unschuldige Leute getötet haben. Zusätzlich fliegt eine Ente schnatternd auf den Kopf des Sumen, und scheint die Geschichte von Carisa zu bestätigen.

„Die Missetäter seid ihr wahrlich nicht. Die wahren Missetäter sind 5 Meilen landeinwärts. Berta (er zeigt auf die Ente) wird euch hinführen“, meint der Sume.

Die Helden scheinen aufgrund des Vorsprungs nicht weiter verwundert zu sein, und folgen der Ente. Diese führt sie durch sehr unwegsames Gelände. Schnell kann keine Spur mehr erkannt werden, jedoch die Berta die Ente quackt und watschelt fröhlich vor den Helden her. Stunden später sind die Helden zu erschöpft, weiter zu marschieren, und beschließen zu übernachten.

Rohalstag, 15. Rahja 1022 nach BF
Am nächsten Tag vernehmen die Helden laute Geräusche. Also würden Tiere unbestimmter Art immer wieder Anlauf nehmen, und später zusammenstoßen. Wenige Minuten später können sie auch diese Tiere erkennen. Adalarion hat derartige Tiere schon einmal gesehen. Sogenannte Rempelkäfer, so groß wie große Hunde, versuchen in der Paarungszeit mit Rammangriffen den Rivalen auszuschalten. Adalarion empfiehlt den Helden einen Umweg zu laufen, und so einen möglichen Angriff der Tiere zu entgehen.

30 Minuten später sehen die Helden im Schatten moosbewachsener Bäume, die so alt scheinen, wie der Wald selbst, einen dunklen Teich. Seerosen wachen an seiner graublauen Oberfläche. Die feuchte Luft ist geschwängert vom schweren Duft der Baumharze und Waldkräuter. Plötzlich vernehmen die Helden ein kindliches Glucksen, welches als Echo der umstehenden Bäume widerhallt. Der Hall wird so unangenehm, dass sich Marik auf den Boden wirft und die Ohren zu hält.

Aus dem Teich vor ihnen steigt eine kleine Frau mit blasser leicht bläulich schimmernde Haut, schwarzen Haar, nackt, und nur geschmückt mit einer Seerose und einigen Blütenketten.



Adalarion ist sofort hals über Kopf verliebt in die Frau. (Meisterinformation: Die Nymphe hat einen mächtigen „Bannbaladin“ gesprochen.

Die Frau stellt sich als „Lorayella“ vor, und möchte wissen, wer denn die Ankömmlinge seinen, und was diese wollen. Die Helden erzählen rasch die wichtigsten Fakten. Lorayella lächelt und spricht: „Klarsicht bekommt ihr, wenn ihr aus dem Wasser trinkt. Ich will nur Liebe.“ Während Marik sofort einen Schluck Wasser aus dem Teich trinkt, und merkt, dass nichts geschieht, zieht die Frau mit schnellen Griffen die Kleidung von Adlarion aus. Dieser scheint sich nicht zu wehren, und sieht sie nur verliebt an.
Carranun sowie Carisa versuchen, Adalarion zu helfen. Als sie jedoch in Reichweite der Frau kommen, berührt diese die beiden nur kurz, und fast augenblicklich verwandeln sich beide in Frösche. Marik und Alarloth sehen nur geschockt dem Schauspiel zu.

Nachdem Adalarion nackt ist, umschlingt ihn Lorayella mit beiden Beinen und zwingt ihn, sie ins Wasser zu tragen. Wenige Sekunden später sind beide im Wasser verschwunden. Carranun und Carrisa verwandeln sich postwenden wieder in ihre menschliche Gestalt zurück. Marik möchte gerade ansetzen, um irgendetwas zu tun, als Adalarion erschöpft, aber glücklich wieder aus dem Teich steigt. Hinter ihm mit etwas Abstand folgt Lorayella.

Anscheinend hatte Adalarion laut seinen Erzählungen einen sehr langen Liebesakt in einer fremden Welt. Die Helden können dies nicht ganz glauben, da ja nur wenige Sekunden vergangen sind.

Lorayella wartet, bis alle aufgehört haben zu sprechen: „Danke, dass ihr mir so ein Prachtexemplar von Mann gebracht habt. Adalarion, wenn du mich erneut willst, komme bis zum nächsten Vollmond wieder bei mir vorbei! Da ihr mir gutes getan habt, möchte ich euch mitteilen, dass die Ente euch nichts Gutes will. Alle drehen sich zur Ente, welche schnatternd davonfliegt. Ich habe Adalarion in den letzten Stunden gezeigt, wie ihr jene findet, die ihr sucht.

Schnell zieht sich Adalarion wieder an, und die Helden verabschieden sich von Lorayella und gehe in die von Adalarion vorgegeben Richtung. Eine Stunde später beginnt es stark zu regnen, jedoch sehen die Helden ein Haus nicht weit entfernt. Zusätzlich bemerken sie, dass das Haus am Ufer des Ingvals liegt. Dies dürfte aufgrund ihrer Marschrichtung gar nicht sein, da sie frühestens in 2-3 Tagen wieder den Ingval erreichen sollten.

Verwirrt, aber froh, dass sie dem Regen entkommen, treten sie in das Haus ein. Das Haus handelt sich um eine Gaststube mit dem Namen „Hexenküche“. Keine weiteren Häuser befinden sich in der Nähe. Nur ein Bootsanlegesteg sowie kleiner Kräutergärten sind in der Nähe. Das Gasthaus ist gut befüllt. Mindestens ein Dutzend von Bauern, und Fischern schauen kurz auf, als die Helden eintreffen, und widmen sich dann wieder deren Gesprächen.

Eine alte Frau, welche mindestens 70 Winter erlebt haben muss, winkt die Gefährten herbei. „Was treibt euch bei so schlechtem Wetter in meine bescheidene Gaststube?“, fragt die alte Frau. Es stellen sich alle vor, und erklären in kurzen Worten, was sie benötigen.

Die alte Frau stellt sich ebenfalls vor. „Ich heiße Asmolinda“ und bin die Wirtin dieses Gasthauses. Jene Personen, die ihr sucht, kenne ich. Aber Informationen sind teuer. Entweder gebt ihr mir 100 Dukaten, oder ihr helft mir bei einer Aufgabe“, murmelt die Alte. Alle schlucken mal, und Carisa hält gleich ihre Goldbeutel fest. „Ach wisst ihr was, ich bringe euch mal was Ordentliches zu essen und zu trinken, damit ihr wieder zu Kräften kommt. Vor allem der Elf sieht fertig aus“, erwähnt Asmolinda.

Schnell macht sie sich auf in die Küche, und die Helden nehmen Platz an einem Tisch. Marik fällt auf, dass die anderen Gäste seltsam synchron alle Abläufe wie trinken und essen durchführen. Als wären sie einer Art Zauberbann gefangen. Wenig später kommt Asmolinda mit einem riesigen Topf wohlduftender Suppe daher. Zusätzlich bekommen alle Bier oder Wasser eingeschenkt.
Adalarion fängt sofort an zu essen, und spürt unmittelbar danach, dass es ihm besser geht.

„Erzählt doch bitte, welche Aufgabe ihr für uns hättet, falls wir euch nicht die 100 Dukaten zahlen sollten“, fragt Marik.

„Vor ein paar Tagen wurde ein fremdes Schiff mit großen blonden Männern und Frauen von Nostrianern verfolgt. Die fremden Personen konnten die Nostrianer besiegen, doch ihr Boot hatte Breitseite. Sie gingen in der Nähe des Gasthauses von Land und zwangen uns, unser Hab und Gut abzugeben, sowie ihnen zu helfen das Schiff wieder flott zu bekommen. Es kam zum Kampf, und nur mit Mühe konnten wir die Fremden tiefer in die Wälder treiben. Das Schiff haben wir versenkt. Seitdem scheinen sich die Fremden im Wald zu verschanzen. Sie töten die Tiere unseres Waldes, und fällen Bäume. Ich bin mir sicher, sie wollen uns nichts Gutes. Ich möchte von euch, dass ihr die Fremden für immer vertreibt“, berichtet Asmolinda.

Als sich die alte Frau anderen Gästen widmet beratschlagen sich die Helden. Marik möchte nicht gegen die Thorwaler kämpfen, zusätzlich haben sie auch keine Zeit. Er ist der Meinung, alle legen ihr Geld zusammen, und bezahlen die Alte. Auch wenn sie sich darum ein neues Gasthaus kaufen könnte, haben sie wohl keine Wahl. Während Adalarion und Carranun damit schnell einverstanden sind und Alaraloth sich aus dem Gespräch raushält, ist Carisa sehr erschüttert. Wie kann man nur so freiwillig das mühselig erwirtschaftete Geld ausgeben.

Viele Minuten und einige Überredungsversuche später wurde die stattliche Summe von 100 Dukaten zusammengekratzt und auf den Tisch gelegt.

Asmolinda nimmt die Dukaten schnell an sich, und verschwindet damit in der Küche. Wenig später kehrt sie zurück und erzählt den Helden folgende Informationen: „Jene die ihr sucht heißen Erlgunde die Hexe, und Freiritter Rodegrimm vom Blutbuchenforst. Was die beiden mit der Braut vorhaben, weiß sie nicht. Beide gehören zu einer Partisanengruppierung, welche die Bewohner der ländlichen Gegenden vor dem Adel der Städte beschützen. Ich bin mir sicher, dass sie sich in ihren Turm zurückgezogen haben. Es handelt sich um einen alten Wehrturm, welcher zwischen Kravik und Nordvest liegt. Dort sind die Partisanen gut vor Angreifern geschützt, da egal ob vom Wasser, oder vom Land aus, man nur über einen steilen Weg den Turm erreichen kann. Einen geheimen Eingang gibt es nicht, aber die Alte ist sich sicher, dass die Braut, wenn dann nicht im Turm selbst, sondern im Keller des Turms gefangen gehalten wird. Um in den Keller zu gelangen, muss man den Turm betreten, und eine im Boden verborgene Falltür öffnen.“

Auf die Frage von Marik hin, ob sie bereits alle Partisanen beseitigt haben, erwidert Asmolinda, dass es sicher noch mehr von denen gebe. Ob diese derzeit im Turm sind, wisse sie nicht. „Gerne kann ich euch ein Floß, sowie meinen besten Flößer „Ulward Dreubner“ zur Verfügung stellen. In ca. 14 Stunden könntet ihr dort sein. Falls ihr noch Ausrüstung benötigt, könnt ihr in den Ortschaften „Vardall“ (4 Stunden) oder „Kravik“ (8 Stunden) anhalten“, plaudert die Alte.



Sie empfiehlt abschließend den Helden, eine Nacht bei ihr im Gasthaus zu verbringen. Sie werden sehen, dass es ihnen morgen besser geht, und auch das Wetter wieder besser sein sollte. Das Angebot nehmen die Helden an, und legen sich schlafen.

Feuertag, 16. Rahja 1022 nach BF
Gut ausgeruht, beratschlagen sich die Helden gleich in der Früh, was sie machen sollen. Carisa ist immer noch gekränkt, dass sie der Alten so viel Geld überlassen haben. Obwohl sie Asmolinda bereits bezahlt haben, und sie ihnen alle Informationen mitgeteilt hat, welche sie wissen wollten, sind sie nun im Zwiespalt, ob die Helden zum Turm reisen sollen, oder vorher die Dukaten wieder beschafft werden müssen…

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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 7 Monate 2 Wochen her #14868

Die Verräterin
Feuertag, 16. Rahja 1022 nach BF
Schweren Mutes wird Carisa überredet, dass die Helden die Dukaten später besorgen werden. Mit Proviant versorgt reisen die Gefährten per Floß gemeinsam mit dem Flößer „Ulward Dreubner“, welcher persönlich von Asmolinda zur Verfügung gestellt wurde, ca. 4 Stunden bis zum Ort „Vardall“.

Dort füllt Adalarion seinen leeren Köcher wieder mit Pfeilen auf. Danach geht es weitere 4 Stunden nach „Kravik“. Nach einer kurzen Beratschlagung möchten die Helden in der Dämmerung beim Turm ankommen, um entweder unentdeckt einzudringen oder weiter Richtung „Nordvest“ zu reisen.

Weitere Stunden vergehen und die Abenddämmerung bricht herein. Die Helden erblicken einen runden Lehmturm, der halb verfallen aus einem Meer hoher Bäume hervorragt. Vor den Helden erstreckt sich ein von einer Flussbiegung umflossener, dicht bewaldeter Hang aus Schiefergestein mit steilen Abbruchkanten. Keine Herausforderung für einen Bergsteiger, aber mit Gepäck bestimmt ein beschwerlicher Aufstieg.

Am Ufer entlang einer Biegung befinden sich an einem schattigen Plätzchen 6 Zelte. Davor liegen 4 Flosse sowie ein größeres Boot. Es scheint auf den ersten Blick keiner dort zu sein. Nach kurzer Überlegung legen die Gefährten am Ufer an und inspizieren leise die Zelte. Es scheint niemand hier zu sein. Auch die Feuerstelle ist mindestens einen Tag alt. Carisa schlägt den anderen vor, dass sie die, in den Zelten gefundene Ausrüstung zerstören, bzw. aufs größere Boot bringen sollen. Der Flößer freut sich über sein neues Boot, welches er von den Helden geschenkt bekommt.

Nach einigen Minuten ist alles zerstört, bzw. aufs Boot gebracht worden. Selbst die Seile der Zelte wurden verwendet, da Carisa den Anstieg Hanges nicht unterschätzt. Aufgrund des gestrigen Regens sind neue Spuren hinauf zum Turm erkennbar. Carranun versucht sein Glück und klettert bis zur ersten Deckung hinauf. Dies dauert etwas, aber schließlich schafft er es. Danach bindet er das Seil um sich und zieht einen nach dem anderen nach oben, bzw. hilft ihnen beim Klettern. Nach weiteren Minuten desselben Prozesses fliegen Plötzlich Pfeile aus dem Turmfenster und den Zinnen auf die Helden zu und treffen Carisa, Marik, Adalarion und Carranun. Alaraloth bleibt verschont.

Während Adlarion auf den Turm mit seinem Bogen zielt, und zwei Gegner trifft, schafft es schließlich Carranun als erstes vor das Turmtor. Phex sei Dank, merkt dieser, dass über ihn heißes Öl aus dem Burgfenster gegossen wird. Leider wird er dennoch von diesem getroffen, jedoch dank seiner Rüstung erleidet er nur wenige Verbrennung. Carisa erreicht als zweites das Tor und hilft Carranun das Öl so rasch als möglich von ihm zu waschen.

Nach kurzer Zeit befinden sich alle vor dem Tor. Adalarion (Bogen) und Carranun (Leichte Armbrust) zielen auf mögliche Gegner über ihnen. Carisa versucht das Tor zu öffnen, und merkt, dass dieses sich einfach öffnen lässt. Oh Schreck, zwei Soldaten mit Pieken bewaffnet, ziehen das Tor auf und stechen sofort auf Carisa und Carranun ein.

Während Carisa gerade ausweichen kann, geht Carranun zu Boden. Ein Kampf entbrennt, der den Gefährten einige Wunden zufügt. Erst als Marik mehrfach die Magierin Alaraloth auffordert, etwas zu tun, zaubert sie mehrere Kampfzauber. Stark geschwächt schaffen sie es, die zwei Soldaten zu töten, und auch die Gefahr von oben zurückzudrängen.



Ein weiterer Soldat versucht über die Leiter von oben zu den Helden herunterzukommen, und wird sofort mit Brandpfeilen (Öl + Feuer) sowie dem Flammeschwert von Marik eingedeckt. Dadurch stirbt dieser auf der Leiter. Die Leiter wird danach von den Helden entfernt, und darunter eine Bärenfalle positioniert.

Laut und deutlich vermitteln die Helden den Gegnern über ihnen, dass sie auf keinen Fall versuchen sollen, herunterzukommen, da sie sonst alle sterben würden. Während dessen sucht Carisa nach einer Falltür oder ähnlichem, da ja Asmolinda ihnen mitgeteilt hat, dass die Gefangen mit Sicherheit im Keller des Turms sein sollte. Heureka, die Alte hatte Recht. Unter einem leeren Fass befindet sich eine Falltür, welche langsam geöffnet wird. Darunter ist eine Leiter, welche in einen beleuchtenden Raum führt.

Nach kurzer Beratschlagung beschließen die Helden, dass Carranun als erstes die Leiter hinabsteigen soll, dicht gefolgt von Adalarion. Carisa wird, während dessen, dank ihres „Stimme imitieren“ Talents, den Gegnern über ihnen vermitteln, dass immer noch genug Feinde auf jene warten, welche sich nach unten wagen sollten.



Gesagt getan, klettert Carranun hinunter. Überraschenderweise scheinen die Personen im Keller nicht damit gerechnet zu haben, dass jemand ihr Versteck findet. Die rothaarige Hexe, der einäugige Ritter, sowie die Braut sitzen, bzw. stehen an einem Tisch. An sich scheint der Keller als kleiner Partisanenunterschlupf mit allem was man braucht eingerichtet zu sein.

Carranun ist zwar überrascht, dass die Braut gemeinsam ohne Fesseln mit den anderen am Tisch sitzt, denkt aber nicht weiter darüber nach, und greift mit seinem Langschwert an.

Dicht gefolgt klettert Adalarion herunter und nimmt mit seinem Boxen sofort die Hexe aufs Korn.
Eine Katze, welche es sich auf einem der Betten gemütlich gemacht hat, greift ebenfalls ins Geschehen ein, und versucht Carranun mit den Krallen zu verletzen. Dieser ist aber dank seiner Rüstung gut geschützt.

Nach den ersten Kampfmomenten klettert Alaraloth die Leiter herab und beginnt den Zauberspruch „Ignisphaero Feuerball“ zu sprechen. Nach Vollendung der Spruchformel wird der Feuerball in die Mitte aller reinmanövriert. Ein Knall, gefolgt von einer feurigen Windböe wirft alle von den Beinen. Während die Katze es wohl nicht überlebt hat, erheben sich die anderen langsam wieder.

Die Hexe spuckt den stark geschwächten Carranun an. Plötzlich bricht dieser zusammen. Adalarion schafft es die Hexe mit einem weiteren gezielten Treffer zu töten. Während Marik gerade ebenfalls die Leiter hinunter kletter sieht dieser, wie Alaraloth einen weiteren Zauberspruch „Ignifaxius Flammenstrahl“ wirkt. Der Strahl trifft gezielt die Braut, welche mit Wucht nach hinten geschleudert wird.

Aufgrund des Feuerballs brennen einige Gegenstände und Möbel. Ein giftiger Rauch breitet sich im ganzen Keller aus. Alaraloth versucht sofort die Leiter nach oben zu klettern. Marik kann nicht fassen, was er gerade gesehen hat, reagiert jedoch Gedankenschnell, und berührt mit seinem „Ring der Herrschaft“ welchen er vor vielen Monaten von der Spektabilität Alljawa erhalten hat, Alaraloth. Er flüstert ihr ins Ohr: „Rette die Braut.“

Einen Augenblick später läuft Alaraloth in den immer dichter werdenden Rauch. Adalarion schafft es währenddessen auch den einäugigen Ritter in Borons Hallen zu befördern. Marik befiehlt sofort Adlarion ihm zu helfen, den wohl bewusstlosen Carranun nach oben zu bringen. Carisa steht oben bereit, den Gefährten zu helfen. Kurz hat man jedoch das Gefühl, als würde sie die Leiter umschmeißen wollen – einen Augenblick später besinnt sie sich aber, und reicht den anderen ihre Hände. Gemeinsam schaffen sie es Carranun sicher nach oben zu bringen. Kurz warten alle ab, ob Alaraloth mit der Braut zur Leiter kommt. Doch scheinen sie es wohl nicht geschafft zu haben. Schnell wird Falltür geschlossen, damit das Feuer im Keller erstickt wird.

Währen dessen scheinen die feindlichen Soldaten einen Stock über den Helden erkannt zu haben, dass wohl ihre Anführer tot sind. Nach kurzem hin und her rufen beider Parteien, ergeben sich die Soldaten und werfen ihre Waffen nach unten. Diese versichern den Helden, dass sie ihnen nichts tun werden, solange die Helden ebenfalls den Friedenspakt einhalten. Die Helden versichern, dass sie kein weiteres Blutvergießen wollen. Jedoch müssen sich die Soldaten noch etwas gedulden, weil die Gefährten noch einmal in den Keller wollen.

Einige Minuten später konnte Carranun dank des heilenden Gesangs von Adalarion wieder aufrecht stehen, und der Keller war halbwegs entlüftet. Marik hatte Carisa informiert, was Alaraloth getan hat. Carisa gab sich empört, zeigte aber keine weitere Emotion. Erneut steigen die Gefährten hinab, und müssen leider feststellen, dass die Braut sowie Alaraloth es nicht überlebt haben.

Während kleinerer Wertsachen findet Carisa einen Brief, welchen sie sofort an Marik übergibt.



Marik nimmt noch den Magierstab von Alaraloth, und Carisa die goldene Kette von der Braut als Beweis mit. Anschließend werden die Waffen der noch lebenden feindlichen Soldaten zerstört, oder zu einem Bündel vertäut, zum Boot gebracht. Carisa stellt die Leiter wieder auf, und entfernt die Bärenfalle, damit die Soldaten mit einigem Abstand wie ausgemacht, den Turm in Frieden verlassen können.

Nachdem endlich alle Helden auf dem neuen Boot des Flößers sind, legt dieser sofort ab. Er wird gebeten, nach Möglichkeit so wenig Pausen wie möglich zu machen, und bis nach Joborn zu fahren. Ohne Widerwillen wird der Befehl befolgt.

Markttag, 20. Rahja 1022 nach BF
Dreieinhalb Tage später kommen die Helden in Joborn an. Nachdem alle Wertgegenstände von Bord geschafft wurden, verabschieden sich die Gefährten vom Flößer. Anschließend werden alle Wertgegenstände in ihre Zimmer gebracht, und nach kurzer Körperpflege geht es direkt zur Joborner Festung.

Dort erwartet sie der König Andergasts bereits. Einige Adlige von Andergast und Nostria sind ebenfalls dort. Neben dem Prinzen Kasparbald scheint auch der Freiherr Arle Kelreiser zu fehlen.
Die Helden berichten was geschehen ist, und zeigen als Beweis den Brief von Freiritter Rodegrimm, sowie den Stab von Magierin Alaraloth und die Kette von der Braut Noraletha vor. Der König ist einige Moment still. Danach erhebt er seine Stimme: „Als wären alle Ereignisse nicht schon genug, hat sich der hiesige Freiherr Arle Kelreiser von Joborn wohl selbst mit einem Dolch umgebracht. Diese Tatwaffe hielt er am Sterbeort krampfhaft in seiner Hand. Ich kann es nicht fassen, dass hier eine Macht im Hintergrund unbedingt Krieg zwischen uns und den Nostrianern möchte. Joborn hat im Moment keinen rechtmäßigen Freiherrn, geschweige denn haben wir eine Braut für unseren nostrischen Bräutigam Gosthelm, welche sich innerhalb der nächsten 24 Stunden liieren würde!“

Kurz wartet der König ab, dann setzt er fort: „Warum gerade in 24 Stunden. Die Marschallin „Rondriane von Sappenstiel“ ist über dem Landweg mit einem ganzen Regiment hierher unterwegs. Meine Kundschafter berichten, dass die Königin Nostrias damit ihre Stärke repräsentieren will. Die Thorwaler haben in Salza die Nostrianer hart getroffen. Angeblich ist nicht mal der Ingval sicher. Da braucht Nostria nicht auch noch einen Feind im Nacken. Deswegen schicken sie wohl ihre Marschallin um Nostrias Macht zu demonstrieren.“

Wieder wartet der König einen Moment, dann setzt er weiter fort: „Dank eurer Informationen und Beweise können wir morgen wohl das Schlimmste verhindern. Um aber einen Krieg zu vermeiden, müsste eine Hochzeit mit dem Joborner Friedenslicht stattfinden. Nur dazu bräuchten wir eine Braut, welche…“

Marik unterbricht den König: „Mit Verlaub, wir hätten eine weibliche Gefährtin namens Carisa, welche nun als Heldin der Stadt gelten möchte. Sie ist zwar keine Adelige, doch könntet ihr sie zu einer machen.“

Der König denkt einige Augenblicke nach und antwortet anschließen: „Carisa, tretet vor und kniet nieder!“ Carisa folgt dem Aufruf des Königs. „Als König von Andergast mache ich euch hiermit zur Freifrau von Joborn. Steht auf Carisa von Joborn. Hiermit seid ihr mir verpflichtet. Ich befehle euch morgen den Rahjabund mit Gosthelm von Eichenschlag einzugehen, damit Frieden zwischen Andergast und Nostria herrschen können, spricht der König.“

Alle anwesenden, unabhängig ob Andergaster oder Nostrier applaudieren. Marik bittet anschließend den König noch darum, Soldaten zum Gasthaus „Hexenküche“ sowie zum genannten Turm zu schicken. Dort treiben sich möglicherweise noch Partisanen herum. Zusätzlich sollen sich in der Nähe des Gasthauses „Hexenküche“ auch Thorwaler befinden, welche dort nicht zu suchen haben. Zusätzlich richtet Marik das Wort an die anwesenden Adligen Nostrias: „Den Partisanen wurde auf der Hochzeit geholfen. Der Magier Gerion sowie seine Adepten haben am Hafen einige Andergaster auf dem Gewissen, und so eine Flucht den Partisanen ermöglicht!“ Die Adligen geben Marik ihr Wort, dass sie die Marschallin, sowie die Magier Akademie in Kenntnis setzen werden.

Kurze Zeit später können sich die Helden ausruhen, während die anderen ein improvisiertes Rahjafest vorbereiten. Die Helden begeben sich auf den Markplatz und verkaufen alle Gegenstände, welche sie von den Zelten, und vom Turm mitgenommen haben. Dadurch wirkt Carisa gleich noch glücklicher, als sie eh schon aufgrund der Adels Sprechung ist.

Praiostag, 21. Rahja 1022 nach BF
Am nächsten Tag trifft die Marschallin „Rondriane von Sappenstiel“ mit einem Regiment Soldaten in Joborn ein. Dank der Adligen Nostrias kann schnell vermittelt werden, und die wichtigsten Personen treffen sich in der Festung Joborns. Dort sieht die Marschallin Carranun und ruft: „Carranun, mein Junge. Wir haben uns schon Sorgen gemacht, dass du von deinem Auftrag nicht mehr zurückkehrst!“ Die anderen Helden staunen nicht schlecht. Marik grinst, und meint: „Jetzt ist mir klar, warum du so gut zu Wasser bist. Von Wegen ein Landsherr vom Thuransee.“

Wie geplant wird die Hochzeit zwischen Carisa und Gosthelm vollzogen. Dieser Rahjabund beschließt auch einen Friedenspakt zwischen Andergast und Nostria. Gemeinsam wollen sie sich gegen die einfallenden Thorwaler stellen. Zusätzlich soll Unterstützung aus dem Mittelreich angefordert werden, um der fremden Macht unter der vermeintlichen Führung von Travino Oskin Herr zu werden.

Rohalstag, 22. Rahja 1022 nach BF
Am nächsten Tag zieht die Marschallin mit ihrem Regiment Soldaten ab, um sich um die Partisanen und Thorwaler zu kümmern. Carranun, welcher nun als ihr Sohn entlarvt ist, verabschiedet sich von den Helden, und reist mit der Marschallin Richtung Westen. Die Adligen Nostrias reisen ebenfalls ab, um die Kunde in Nostria zu verbreiten. Der König von Andergast macht sich am Nachmittag Richtung Andergast auf. Er möchte so schnell als möglich Kontakt mit dem Mittelreich aufnehmen.

Carisa kehrt in die Festung zurück, um mit ihrem Gemahl zu besprechen, wie sie nun die Regentschaft angehen wollen. Doch Gosthelm kommt ihr zuvor. Hinter ihm steht die Zofe Larja. „Larja hat etwas im Gemach unter dem Bett des verstorbenen Freiherrn Arle Kelreiser von Joborn gefunden“, meint Gosthelm. Er übergibt Carisa ein mit Blut besprenkeltes und Brandspuren gezeichnetes Pergament.



Kurze Zeit später treffen auch Marik und Adlarion bei Carisa und Gosthelm ein. Marik möchte gemeinsam mit Adalarion nach Andergast reisen, um in der Magier Akademie rauszufinden, ob die Spektabilität über den lebenden Wurm schon etwas rausgefunden hat. Als er jedoch das Pergament liest, ändert er seine Meinung. Carisa spricht laut: „Hiermit mache ich euch Marik zum Hofmagus von Joborn, und euch Adalarion zum Jagdmeister. Wäret ihr beide so nett, mich zumindest bis nach den Tagen ohne Namen zu unterstützen. Ich brauche euch, nein Joborn brauch euch!“

Beide stimmen zu. In kurzer Zeit erhalten beide ein eigenes Zimmer in der Festung. Marik spinnt wie üblich erste Spekulationen was die Prophezeiung wohl zu bedeuten hat.

In der Nacht, kommt Carisa endlich zur Ruhe, und hofft etwas schlaf zu finden. Doch kaum, als sie eingeschlafen ist, erscheint ihr folgende Vision im Traum.

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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 6 Monate 1 Tag her #14910

Die namenlosen Tage beginnen
Feuertag, 23. Rahja 1022 nach BF

Am nächsten Tag nimmt sich Carisa ihren neuen Gemahl Gosthelm von Eichenschlag zur Brust. Sie macht ihm klar, dass sie ab sofort das Sagen in Joborn hat. Auch Liebe und Zärtlichkeiten wird es nicht geben. Er kann seine Freizeit nach Belieben einteilen. Natürlich muss er zu offiziellen Anlässen anwesend sein.

Interessanter Weise scheint dies Gosthelm recht zu sein, zumindest weigert er sich im ersten Moment. Carisa teilt ihm ebenfalls mit, dass zu ehren seiner eigentlichen „Gemahlin“ Noraletha eine Statue errichtet werden soll, welche als Zeichen des neuen Bündnisses zwischen Andergast und Nostria stehen soll.

Dies findet Gosthelm sehr gut, und zieht sich vor erst zurück.
Carisa freut sich, dass dieses Gespräch so einfach funktioniert hat. Als nächstes holt sie sich ihre wichtigsten Amtsträger.

Sie möchte, dass eine Schule gebaut wird, welche die allgemeine Bildung aller heben soll. Ob sich das Joborn leisten kann, muss erst durch den Schatzmeister, sowie den Baumeister abgeklärt werden. Auch ist fraglich, ob sich nicht noch politisch der König evtl. einmischt. Immerhin wurde die Bevölkerung bis jetzt immer recht „dumm“ gehalten.

Zusätzlich möchte sie, dass die Kinder (welche Zeit haben – derzeit sind die meisten am Feld arbeiten) kleine Figuren zu Ehren Noraletha von Joborn, der Friedensstifterin schnitzen. Diese sollen dann in der Schule, und später in allen Häusern ausgestellt werden. Der Ausrufer der Stadt wird sich darum kümmern.

Marik von Anderstein wird als Hofmagus eingestellt und Adalarion als Jagdmeister du Tierführer eingestellt. Jagdmeister sowie Tierführer sind bereits besetzt. Solange diese weiter bezahlt werden wird sich keiner beschweren. Fraglich ist, ob Carisa diese nicht ihrer Stelle entlassen möchte. Bis jetzt hat sie aber noch nichts diesbezüglich angekündigt.

Am Abend trifft sich Carisa heimlich mit Alvin. Sie erklärt ihm, dass sie alles tun wird, was er von ihr möchte. Sie informiert ihn, über ihre Taten und schlägt vor, den Boron Geweihten „Gregorius Balthazar von Weidenhain“, welcher noch auf seinen versprochenen Tempel wartet, gegeben falls ihren Gott zu opfern. Alvin wird darüber nachdenken, und Carisa rechtzeitig informieren.

Feuertag, 23. Rahja 1022 nach BF bis Rohalstag, 29. Rahja 1022 nach BF
In den nächsten Tagen passiert nicht viel. Die Helden erholen sich von den Strapazen, und Carisa versucht sich eine Übersicht über Joborn zu verschaffen. Adalarion ist auch einmal auf Kräutersuche, findet aber nur essbare Pilze, welche er der Küche der Feste Joborn spendet. Zusätzlich bereitet er 5 Flaschen mit starkem Alkohol vor, welche er mit alten Kleiderfetzen tränkt.

Feuertag, 30. Rahja 1022 nach BF
Am 30. Rahja deckt die Köchin „Delusia“ ein reichhaltiges Frühstück auf (geräucherten Eichelmastschinken, Ziegenkäse, Graubrot, Weizenbrei und Rührei). Dazu gibt es frische Milch, Tee und Wasser. Gerade wenn sich die Helden über das Mahl hermachen wollen, öffnet sich die Tür, und der Offizier der Garde „Josold Drakonius Trutzmeier“ betritt mit einer weiteren Person den Raum.

„Entschuldigt die Störung, aber unser „Firunislaus“ wollte unbedingt, nach seinen Worten nach zu den Helden „Joborns“. Ein Mann mit einfachen Klamotten, 50 Sommer alt, mit kreideweißem Gesicht und dichten braunen Bart.

„Ich bitte um Vergebung werte Adlige, ich bin Schäfer und komme aus dem Bauernviertel. Südwestlich davon habe ich meine Weide. Im Bauernsviertel läuft ein fremder Mann herum. Dieser hat seine Haare und Kleider voller Erde. Auf seiner Stirn sind seltsame Runen eintätowiert. Er klopft bei allen Häusern an und verängstigt die Kinder.“
Der Offizier unterbricht: „Das hättet ihr mir auch erzählen können, dann hätte ich die Werte Herrschaft nicht stören müssen…“ Er packt „Firunislaus“ am Kragen und will bereits mit ihm rausgehen, doch da unterbricht ihn die Helden.

„Lasst gut sein, Offizier Trutzmeier, wir werden uns das Ansehen“, spricht Marik.

Gesagt getan, marschieren die Helden mit dem Offizier, sowie dem Schäfer zum angegebenen Ort.
Dort sehen sie einen Mann. Dieser stolpert herum und schreit: „Hey, wo seid ihr alle?“ Als er die Helden sieht, sagt er: „Verzeiht, wir kennen uns zwar nicht, aber… könnt ihr mir sagen, was hier passiert ist?

Nach kurzen Erklärungen beider Seiten wird klar, dass der Mann Leif Bornstetten heißt. Er ist vor einer Stunde außerhalb der Stadt in einem Grab aufgewacht, und konnte sich nur mit Mühe aus dem Erdreich befreien. Wie er das geschafft hat, ist ihm selbst ein Rätsel. Das letzte, an das er sich erinnern kann, bevor im Grab aufgewacht ist, ist folgendes: Obwohl er nur zu den Bauersleuten gehört hat, wurde er von Freiherrn Ruckus von Joborn (mindestens 20 Jahre her) auserkoren, ihm auf einem Jagdausflug zu begleiten. Er hatte die Aufgabe Ausrüstung der Adligen zu tragen. Durch Zufall hat er unterwegs eine Fährte eines kapitalen Ebers gefunden. Mehr weißt er leider nicht.

Kurz sehen sich die Helden das Grab an, und können feststellen, dass Leif in der Tat aus dem Grab geklettert ist. Es sieht nicht so aus, als hätte ihm jemand geholfen.

Da immer mehr Bewohner aus den Häusern kommen, und von manchen schon Rufe wie „mit Fremden wollen wir nichts zu tun haben“ kommen, beschließen die Helden Leif so schnell als möglich in die Feste zu bringen. Dort wird er gereinigt, und erhält neue Kleidung. Adalarion stellt fest, dass Leif eine große Wunde im Bauch hat. Dort sieht man sogar teilweise seine Gedärme. Leif verspürt dort aber keine Schmerzen. Als wäre die Wunde gar nicht da. Marik wirkt einen Zauber und kann erkennen, dass die Runen auf Leifs Stirn magisch sind. Leif bittet die Helden rauszufinden, ob eine gewisse Tjalka im Händlerviertel noch lebt. Denn seine ganze Familie scheint im letzten Krieg mit Nostria gefallen zu sein.

Im Händlerviertel gibt es einen Laden mit dem Namen „Tjalkas Weberei und Handelswaren“. Adalarion macht sich auf den Weg Tjalka zu holen. Als Tjakla in der Feste ankommt, und Leif sieht, wird sie kreidebleich und sieht ihn misstrauisch an: „Aber du bist tot! Ich habe deine Wunde gesehen. Niemand überlebt sowas!“

Weder die Helden noch der dazu geholte Boron Geweihte wissen, was hier zu tun ist. Die Runen scheinen den Leichnam lebendig zu machen. Dieser scheint wieder ganz der Alte zu sein. Mit Ausnahme der eintätowierten Runen am Kopf, und der Fleischwunde am Bauch.

Die Helden vereinbaren mit Leif, dass er ein eigenes Zimmer bekommt, welches er aber nur unter Aufsicht eines Gardisten verlassen darf. Die Feste darf er gar nicht verlassen. Wenn die Namenlosen Tage vorbei sind, wird man ihn rauslassen, bzw. weitere Hilfe anfordern. Leif geht das Angebot der Freifrau Carisa ein.

Plötzlich werden die Helden die aufmerksam gemacht, dass vor der Feste sich ein kleiner Mob von Menschen versammelt hat. Als die Helden raustreten, teilt sich die Menge und eine humpelnde alte Frau schiebt sich nach vorn. Graues Haar fällt ihr in die Stirn. Eine große Narbe zieht sich quer durch das Gesicht und ihr rechtes Auge fehlt.



Sie spricht mit krächzender Stimme: „Euch werden sie die Haut bei lebendigem Leibe abziehen. Untote werden uns in den nächsten Tagen überfallen. Wir können dies nur verhindern, wenn wir alle Besessenen aus Joborn hinausjagen. Freifrau kümmert euch darum, bevor es zu spät ist!“

Die Menge ist in Aufruhr. Manche ziehen Messer oder Dolche. Dank Carisas herausragenden Talenten der Überzeugung kann sie die Menschen beruhigen, und sie bitten nach Hause zu gehen. „Die Helden von Joborn haben alles unter Kontrolle, vertraut uns!“, ruf Carisa.

Doch anstatt Ruhe einkehrt, informiert einer der Gardisten die Helden, dass ein Magister sowie zwei Adepten aus Andergast eingetroffen sind. Marik kümmert sich darum, und holt nimmt die Ankömmlinge bei der Stadtmauer sofort in Empfang.

Es handelt sich um Magister „Elrod Borkmeister“ und zwei seiner Adepten. Marik durfte einige Vorlesungen und Praktika bei dem Magister aberhalten. Nach kurzem Gespräch überreicht der Magister Marik einen Brief von Alljawa. Zusätzlich möchte er mit der hiesigen Freiherrin sprechen. Es besteht nämlich Verdacht, dass die Adeptin „Quenja Gössel“ in Joborn ermordet wurde, und der Mörder noch vor Ort ist.

Während alle zur Feste marschieren, lest Marik den Brief.



In der Festung beschwichtigen Carisa und Marik den Magister, dass die Täterin mit Namen „Alaraloth von Orgendam“ bereits der gerächten Strafe zugeführt wurde. Warum diese Täterin sein müsse, erklären die beiden ausführlich.

Trotz der detaillierten Ausführungen widerspricht der Magister: „Werter Marik, mit Vermutungen möchte ich solch einen Fall noch nicht abschließen. Ich habe Quellen, die belegen, dass es eben nicht jene Frau war, von welcher ihr gesprochen habt. Ich werde mit allen Bewohnern sprechen, um mir ein Urteil zu bilden. Sollte ich dann zur Erkenntnis kommen, dass ihr Recht hattet, wird niemand hier etwas zu befürchten haben. Ich möchte nur von euch, werte Freifrau Carisa von Jorbon, das Zugeständnis, dass ich entsprechende Nachforschungen in Joborn durchführen darf.“ Carsia bejahte die Bitte selbstverständlich.

Abschließend erwähnt der Magister noch, dass seine Adepten und er in der Herberge „Ingvaller“ untergekommen sind.

Am Abend besucht Alvin Carisa. Er ist gar nicht begeistert, dass Magister Borkmeister gerade jetzt auftaucht. „Meine Aufgabe an euch ist folgende: „Tötet, oder noch besser bringt mir den Magister lebend. Was mit den Adepten geschieht ist mir egal. Am fünften Tag des Namenlosen wird es zu Ehren des Gottes ein Ritual in seinem Versteck geben. Der Magister wäre dafür ein perfektes Ritualgeschenk.“ Grinsend, wendet sich Alvin ab und verschwindet lautlos aus der Feste.


Erster Namenloser Tag, 1022 nach BF
Kurz nach Sonnenaufgang wacht Adalarion mit einem Schrei auf – offenbar ein Alptraum. Er stellt fest, dass jemand neben ihm im Bett liegt: Es ist Leif im Zustand fortgeschrittener Verwesung. Er grinst ihn an wie ein Totenschädel. Mit einem Ruck wacht Adalarion noch einmal auf -- diesmal richtig. Offenbar hat der erste Namenlose Tag begonnen und steht wieder vollkommen im Zeichen des Schenkers des Irrsinns.

Als Adalarion aus dem Fenster schaut, sieht er, dass der Himmel mit schweren Wolken verhangen ist. Es gibt nur schwaches, indirektes Licht, das von überall und nirgends herkommt. Unheimlicher Wind fegt gegen die Fenster und trägt flüsternde Stimmen mit sich. Als er genauer schaut, merkst er, dass es sich um keine Wolken handelt, sondern um Rauch, der in der Stadt aufsteigt. Von dort kommt auch der Stimmenchor, der jetzt deutlicher wird und bis zu einem glasklar vernehmbaren Satz anschwillt: Nachher sehen wir uns noch. Dann erwacht Adalarion erneut an der Kante seines Bettes. Offenbar ist er noch einmal kurz weggenickt.

Trotz Tagesanbruch hat Delusia im Speiseraum der Festung Laternen entzündet. Delusia bringt Teller mit opulentem Frühstück und meint lachend: »Hier, damit ihr nicht vom Fleisch fallt, denn heut also verreckt ihr« (tatsächlich: »Hier, damit ihr nicht vom Fleisch fallt, wenn heut alles verrückt, wird«). Marik stellt Delusia sofort zur Rede. Sie meint aber, dass sie Worte wie „verreckt ihr“ nicht gesagt hat.

Als sich Adalarion zu Marik dreht, sieht dieser, dass das Gesicht von Adalarion von schwarzen Rissen durchzogen ist. Die weiße Haut löst sich ab wie alte Firnis. Seine Augen sind pupillenlos schwarz. Du kannst deutlich sehen, wie eine kleine Spinne aus seinem linken Nasenloch krabbelt und im rechten verschwindet. Plötzlich endet das Schauspiel, und Adalarion sieht wieder normal aus. Marik möchte gerade Adalarion deswegen ansprechen, als wie beim Tag zuvor der Offizier der Garde „Josold Drakonius Trutzmeier“ mit einem stämmigen Mann, mit Glatze und rotem Schnauzbart eintritt. Sein Name ist Dingl Wolfsgruber.


Er redet sehr laaaaaangatmig. „Geschätzte Freifrau, ich bin der hiesige Schmid in Joborn. Ich war in der Früh beim Grab meiner verstorbenen Frau Hildelind. Als ich mich wieder nach Hausbegeben wollte, ging ich beim Gutshof der Seffelgruber vorbei. Aus dem Haus sind furchtbare Schreie gekommen! Als ob man jemanden die Haut bei lebendigem Lebe abzieht. Aber die Tür ist von innen verriegelt und da dachte ich: Da hol ich mal lieber schnell die Helden von Joborn!“

Die Helden überlegen nicht lange, packen ihren Sachen und marschieren mit dem Offizier der Garde, sowie dem Schmid zum Gutshof der Seffelgruber. Beim Weg zum Gutshof läuft ein Hund über die Straße. Im Laufen dreht dieser seinen Kopf um 180 Grad, und schaut die Helden. Man hört sogar die Wirbel brechen. Der Hund verschwindet hinter einem Haus, und wird nicht wieder gesehen.

Verwundert fragen die Helden, ob derartige Erscheinungen in Joborn immer um diese Jahreszeit auftreten. Der Schmied informiert sie, dass dies schon so ist, seitdem er geboren wurde.

Der Gutshof der Seffelgruber ist der prächtigste im Bauernviertel. Die Eingangstür zur Diele ist tatsächlich verriegelt. Der Hintereingang zur Stube hingegen lässt sich öffnen. In der Stube liegen drei Frauen in einer großen Lache voll Blut. Frau Seffelgruber (Hertha), Tochter (Malina) und Tochter (Almene). Die Bäuche sind aufgeschnitten, und die Gedärme wurden herausgeschnitten. Aus diesen wurden Drudenfüße gemacht und an den Fenstern und Türen gehangen.

In einem geräumigen Sessel sitzt der Hausherr Jasper Seffelgruber. Er ist von Kopf bis Fuß mit Blut beschmiert und hält ein großes Messer in der Hand. „Der Dämon im Kuhstall, hat mich dazu angestiftet, das zu tun.“ Nach diesen Wortet sticht er sich das Messer in den Hals, und reißt sich die Kehle auf.

Schnell eilen die Helden zum Kuhstall, jedoch vor dem Eingang machen Marik und Carisa kehrt. Die seltsamen Illusionen und die Toten im Gutshof, lässt auch die Helden von Joborn nicht kalt. Deswegen betreten Marik und der Offizier allein den Kuhstall.

Adalarion ist sich definitiv sicher, dass sich im Schatten einer der beiden dunklen Ecken an der Stirnseite gerade etwas bewegt hat. Und auch das durch das Tor einfallende Licht scheint deutlich schwächer geworden, als wäre es irgendwie weiter weg oder als würde man durch ein trübes Fenster blicken. Plötzlich flackert die Öllampe, welcher der Offizier mitgebracht hat. Im nächsten Moment ist alles stockduster.

Raschelnde Geräusche kommen aus der dunklen Ecke. Sie kommen näher. Plötzlich hat Adalarion die deutliche Vorstellung, dass sich vor ihm und dem Offizier etwas ungeheuer Großes zu erheben beginnt. Etwas streift Adalarions Arm und atmet ihm faulig ins Gesicht. Verwirrt bemerkt er ein Pfeifen in seinem linken Ohr. Keine Ahnung, wann es begonnen hat – offenbar ist es
unmerklich lauter geworden. Jetzt er auch einen seltsamen Druck dort zwischen Kiefer und Schläfe, der sich langsam zu bohrendem Kopfschmerz auswächst. Sein linkes Auge trübt sich. Und dann hört er das Geräusch von reißendem Fleisch, etwas Nasses rinnt seinen Hals hinab. Als er mit der Hand Richtung Ohr tastet, stößt er auf etwas, das aus seinem Ohr ragt und sich bewegt. Dann ist alles wieder vorbei.

Der gestampfte Boden im Stall gerät langsam in Bewegung: Immer wieder muss die Balance neu gefunden werden wie auf einem Schiff in hohem Seegang. Von den Bretterwänden am anderen Ende her kommt jetzt das Geräusch berstenden Holzes immer näher. Dann ist schlagartig Stille, auch der Boden hat sich wieder beruhigt. Aber etwas kriecht die Beine hoch und unter die Beinkleider, als würden sich Spinnweben darauflegen. Adalarion füllt einen stechenden Schmerz.


Plötzlich fällt die Stalltür ins Schloss, und es wird stockfinster (als wäre der Zauber Dunkelheit gewirkt worden). Auch von dem gegenüberliegenden Fenster ist nichts mehr zu erkennen. Die Stalltür lässt sich nicht mehr ertasten: Sie ist schlicht verschwunden. Obwohl es sich nur um schlichte Bretterwände handelt, nehmen sie durch keinerlei Gewalteinwirkung Schaden.

Von den Kuh Koben her ist immer noch das Atmen der Tiere zu hören. Es klingt jetzt jedoch eigenartig rasselnd, fast wie Röcheln. Draußen ist es stockdunkel. Nur mit Dämmerungssicht lassen sich noch die Konturen des Seffelgruber Gehöfts gegen den tiefschwarzen und völlig sternlosen Himmel erkennen. Plötzlich tritt eine Gestalt aus der Finsternis:

Adalarion kann es nicht glauben, es ist Firl Trutzmann. Seine Rüstung hat viele Schrammen und Beulen. Sein Gesicht ist geziert von vielen Verletzungen. Sein rechtes Auge ist nur mehr ein dunkles Loch. Dunkle Stimme „Ihr habt mich verraten. Ihr habt mich sterben lassen. Ich hole euch nun nach.“ Danach attackiert er Adalarion. Adalarion weicht geschickt aus, und die Hellebarde von Firl Trutzmann bricht. Plötzlich ist der Spuk wieder vorbei. Und die Tür des Stalls geht auf. Einige Bewohner stehen vor der Scheune und Marik wollte gerade eine Scheibe einschlagen.

Adalarion berichtet, was er gesehen hat. Carisa lässt sofort den Magister uns seine Adepten holen. Adalarion holt zusätzlich den Boron Geweihten. Carisa schafft es erneut die umstehenden Bewohner zu beruhigen, und bittet den Schmied, nichts über die Toten im Gehöft weiter zu erzählen. Weder Marik noch der Magister können hier etwas ausrichten. Magie war auf jeden Fall am Werk, welche weiß man aber nicht. Der Borongeweihte schafft dann gemeinsam mit den Helden im Schutz einiger Gardisten die Leichen zum Friedhof. Dort werden sie verbrannt.

Nach den Ereignissen ziehen sich die Helden zurück und besprechen wie weiter vorgegangen werden soll. Später gehen sie dann in ihre Zimmer, um Ruhe zu finden.


Zweiter Namenloser Tag, 1022 nach BF
Die Schlafenden erwachen zur vierten Nachtstunde (2 Uhr): Unten auf dem Hof der Feste bimmelt jemand mit einer Glocke. Als die Helden aus dem Fenster schauen, sehen sie eine zerlumpte Frau, die einen Karren mit Leichen zieht, an dem eine Glocke hängt. Sie bewegt sich eigenartig unbeholfen, offenbar verkrüppelt.

Schnell schreien die Helden „Alarm“, und rüsten sich aus. Danach geht es hinunter in den Hopf der Feste. Sie scheint sich auf das Haupttor der Festung zuzubewegen. Dort haben sich zwei Gardisten positioniert. Der Offizier der Garde läuft auf Anweisung der Freifrau Carisa zur Herberge „Ingvaller“, um den Magister und seine Adepten zu holen.

Die zerlumpte Frau reagiert nicht auf Schreie. Adalarion nimmt sein Schwert und möchte läuft zum Karren, um die Glocke abzuschlagen. Als er jedoch zu nahe zum Karren kommt, wird die Zeit plötzlich um ihn sehr langsam. Seine Bewegungen, laufen wie in Zeitlupe ab. Plötzlich dreht sich die Alte um und bewegt sich auf Adalarion zu. Carisa versucht sich in den Weg zu stellen und schafft es Adalarion aus dem seltsamen magischen Bereich zu stoßen. Dadurch ist sie aber selbst gefangen und wird von der Frau mühelos auf den Karren geladen. Wie durch Zauberhand legen sich leichte Hanfseile um ihre Hände und Füße, und fesseln sie.

Marik verwandelt seinen Stab in ein Flammenschwert und attackiert von der Ferne die Frau. Die Lumpen gehen in Flammen auf, jedoch scheint ihr dies nichts zu machen. Langsam setzt sie die Bewegung wieder Richtung Stadttor fort. Adalarion schießt zwei Pfeile auf sie. Beide bleiben im Fleisch stecken. Doch auch diese Treffer zeigen keine Wirkung. Deshalb beginnt Adalarion zu singen und zaubert einen „Fulminictus“ auf sie. Auch dieser scheint keine Wirkung zu haben.
Verunsichert versucht Adalarion erneut in die Nähe des Karrens zu kommen, und wird ebenfalls auf den Karren gelegt und gefesselt. Carisa konnte sich währenddessen befreien. Auf dem Karren selbst scheint die Zeit normal abzulaufen. Nur sobald man runter, oder die Frau attackieren möchte, zwingt eine unsichtbare Kraft jenen wieder zurück auf den Karren.

Nachdem Adalarion auch entfesselt ist, schießt dieser mit einem Pfeil die Glocke vom Karren. Auch dies scheint die Frau nicht zu beeindrucken. Die Glocke scheint auch wie durch Geisterhand weiter zu läuten.

Plötzlich fällt Marik eine Legende zu den Namenlosen Dämonen ein. In den Namenlosen Nächten sollen häufiger Diener Thargunitoths umgehen, um die Leichen der Verstorbenen für ihre Herrin zu fordern. Die Frau könnte „Hehlcanthe die Leichensammlerin“ sein.

Adalarion ruft zu Marik: „Hol Leif aus seinem Zimmer, vielleicht kann er uns helfen!“ Während dessen halten Carisa und Adalarion Hehlcanthe auf, indem sie die Leichen immer wieder vom Karren werfen.

Endlich kommt Marik mit Leif wieder. Marik hat etwas Zeit gebraucht, Leif zu überzeugen, sich dem Karren und vor allem der Alten zu nähern. Als Leif beim Wagen steht, fällt auf, dass nichts passiert. Er wirkt nicht langsamer, und kann beide befreien. Adalarion nimmt eine der Flaschen, welche er mit starkem Alkohol befüllt-, und mit Kleidungsfetzen präpariert hat.

Er zündet den Fetzen an, und schmeißt die Falsche zielsicher auf den Karren. Die scheint Hehlcanthe gar nicht zu gefallen. Plötzlich verschwindet der Karren, die Glocke sowie die Frau mit einem schrillen Wutschrei.



Wenig später treffen auch der Magister und seine Adepten ein. Carisa bittet diese, ab sofort in der Feste aus Sicherheitsgründen zu übernachten. Magister Borkmeister stimmt dieser Bitte zu.

Etwas später gesteht Carisa Leif mehr Freiraum zu. Er soll sich weiter in der Feste aufhalten. Sobald aber die Namenlosen Tage vorbei sind, wird sie sich persönlich darum kümmern, dass der Zauber von ihm genommen wird, und er ein Leben als freier Mann haben wird.

Erst zwei Stunden später sind alle Helden so weit beruhigt, und versuchen noch ein paar Stunden schlaf zu finden. Dieser scheint aber sehr kraftraubend zu sein. Zum Frühstück des zweiten Namenlosen Tages, fühlen sich alle Helden geschwächt.

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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 5 Monate 3 Wochen her #14923

Illusionen, Zwietracht und Dämonen
Zweiter Namenloser Tag, 1022 nach BF

Das Frühstück ist angerichtet, und man merkt bei allen, dass die Nacht kurz, und schrecklich war. Delusia die Köchin serviert ein Tronsander Frühstück (Fisch und Zwiebeln, kleingehackt und gut durchgemischt) mit falschen Salzarelen (eingelegten Essiggurken). Marik passt auf, ob Delusia wie am Vormittag verdächtige Wörter in ihre Sätze versteckt. Doch Fehlanzeige, diesmal spricht sie ganz normal.

Nach dem Frühstück, versucht jeder für sich das Beste aus der Lage zu machen. Adalarion kontrolliert auf der Burgmauer, ob er etwas Verdächtiges sieht. Carisa erkundigt sich derweilen, wie es Leif geht, und bedankt sich noch einmal bei ihm. Danach bittet sie auch noch den Boron Geweihten „Gregorius Balthazar von Weidehain“ in die Feste zu kommen. Die wichtigsten Leute sollten in diesen schweren Stunden zusammenstehen. Marik holt dann alle zusammen, und die Helden marschieren durch die Gassen und Straßen.

Relativ wenige Leute sind unterwegs. Die Luft ist trüb, und sehr warm. Da sie nichts weiter finden, kehren sie wieder in die Feste zurück. Dort angekommen besprechen sie sich, was sie tun können, haben aber nicht wirklich Anhaltspunkte. Sie wissen nur, dass sich die Niederhöllen, laut der Prophezeiung öffnen werden, nicht jedoch wie sie dies stoppen können.

Plötzlich betritt der Offizier der Garde „Josold Drakonius Trutzmeier“ die Feste. „Werte Freifrau, am Marktplatz tummeln sich immer mehr Menschen. Ein Mann hält dort eine Rede. Ihr sollt schuld daran sein, dass die schlimmen Sachen passieren. Bitte helft uns, diesen Mob aufzulösen!“

Neben dem Offizier begleitet auch noch ein weiterer Gardist die Truppe. Beim Marktplatz angekommen, steht auf einer Holzkiste ein alter Mann mit großen Pestbeulen. Dennoch ist er dicht umringt von verschiedenen Stadtbewohnern.

Plötzlich fühlen sich alle wie in Trance, und können sich kaum bewegen. Der alte Mann spricht: „Und alles in eine Art Geschichte packen, und alles in eine Art Geschichte packen! Alles war noch im Fluss und chaotisch…“ Mit diesen Worten legt der Alte eine Hand an die Stirn und schließt die Augen.

Unwillkürlich scheinen sich Bilder vor den Gedanken aller zu zeigen:
Die schwarze Leere des Nachthimmels, in der wie kleine Diamanten überall Sterne glitzern und durch die Wolken in Rot, Blau und Violett treiben.

Der alte Mann spricht weiter: „Als ob sich tief in euch eine ferne Erinnerung regen würde und jeder noch mit seiner Umgebung Eins war.“
Durch die Szene treiben jetzt durchsichtige und irgendwie in sich schwimmende Gestalten, zum Teil von ungeheurer Größe und bizarrer Form. Um sie herum scheint sich der Raum zu krümmen, Sterne vereinen sich zu rötlichen Lichtbögen.

Der alte Mann spricht weiter: „Das erste und größte Gefängnis aller Zeiten!“
Vor dem inneren Auge aller verbinden sich etwa zwei Dutzend dieser Wesen zu einer Kugel. In ihrem Inneren gewinnt etwas an Kontur – offenbar Humuspartikel, die in rasender Geschwindigkeit in den Mittelpunkt der Kugel stürzen und sich dort zu einem rasch anwachsenden Klumpen verdichten. Dann werden von außen anderen Wesen angezogen und hineingesogen, wobei auch sie der Humus einhüllt, bis sie schließlich in menschlicher Gestalt verloren auf der kahlen Oberfläche des Erdklumpens aufschlagen.

Der alte Mann spricht weiter: „Eben jene Kraft, die ihr Gefängnis zusammenhält.“
Der alte Mann hält inne und legt abermals bei geschlossenen Augen eine Hand an die Stirn.
„Gewiss“ murmelt der Alte.
Rundum zustimmendes Nicken.
„Bei diesen Bauern wird Peraine treu verehrt. Doch weiter zu ihr beten“, spricht er weiter.
Unsicheres Gemurmel, die Leute beginnen, hilfesuchend miteinander zu debattieren.
„Oder etwa nicht“, fragt der Alte.
Emphatische Zustimmung.
Plötzlich stellen Carisa und Marik fest, dass sie am Marktplatz stehen, und wie alle anderen applaudieren. Adalarion, der Offizier und sein Gardist sind weiterhin in Trance, klatschen jedoch mit.

Carisa versucht sofort zu dem alten Mann zu gelangen, und bahnt sich einen Weg durch die Menge.
Als dies der alte Mann sieht, zeigt er auf Carisa und schreit: „Ketzer, tötet sie!!!“ Plötzlich drehen sich alle zu Carisa, und einige halten sie bereits leicht davon ab, weiterzugehen.

Marik schafft es, Adalarion aus der Trance zu holen, und dieser nimmt sofort seinen Bogen vom Rücken. Ein gut gezielter Schuss holt den alten Mann vom Podest. Abrupt endet die Illusion und alle sind wieder bei Sinnen. Schnell sind die Helden samt Garde beim alten Mann. Dieser winselt: „Gnade, mein Name ist Hogward. Jeder kennt mich hier. Ich bin ein alter Mann mit einer ansteckenden Krankheit aus dem Tagelöhner Viertel. Mit einfachen Arbeiten, und betteln verdiene ich meinen Lebensabend. Gnade, ich war das alles nicht. Kasmyra hat mich gebeten, hierher zur Praiosstunde zu kommen. Sie hat mir dafür 2 Dukaten gegeben. Wisst ihr wie viel Geld, das ist. Als ich dann hier ankam, wurde mir ganz schwindelig und plötzlich standen viele Leute vor mir, und mir wurde schwarz vor den Augen. Plötzlich lag ich hier am Boden, und sah in eure Waffen, und hatte den Pfeil im Arm. Bitte helft mir und zieht den Pfeil heraus.“

Schulterzuckend zieht Carisa den Pfeil heraus. Blut fließt am Körper von Hogward hinunter. Wenn sie ihm nicht helfen, wird er sicher sterben. „Wo finden wir diese Kasmyra?“, forder Marik.

„Ihr findet sie im am ehesten im Friedenskeller ab der Phexensstunde (20:00 Uhr)“, antwortet Hogward. Einige Minuten debattieren die Helden vor dem Alten, ob sie ihn Leben lassen sollen. Währenddessen versuchen die Gardisten die umstehenden Leute zurück in die Häuser zu treiben. Schließlich fällt Carisa ein Urteil und lässt den alten Mann durch den Gardeoffizier töten. Anschließend bringen sie ihn zu den Gräbern, und lassen ihn vom Boron Geweihten verbrennen, welcher rasch dazu geholt wurde.

Anschließend sehen sich die Helden den „Friedenskeller“ näher an. Es handelt sich um eine Kneipe, welche in einem zerstörten Gebäude errichtet wurde. Um genau zu sein, das Gebäude ist zerstört, aber der gemauerte Keller darunter ist intakt, und dort befindet sich die Kneipe.



Zwei Gäste, und ein Wirt halten sich gerade darin auf. Als der Wirt die Freiherrin sieht, bittet er sie sofort Platz zu nehmen. Er können ihnen Eichelbier, verdünnten Wein, Wasser und einen Gemüseeintopf anbieten. Carisa legt einen Dukaten auf den Tisch. „Heute, bekommt jeder Gast ein Bier auf Kosten der Freiherrin. Zusätzlich bring uns Getränke und Essen. Danach haben wir einige Fragen an dich“, sagt Carisa.

Schnell lässt der Wirt den Dukaten verschwinden, und die Gäste sowie die Helden werden bedient.
Während dem Essen und Trinken, stellen die Gefährten alle möglichen Fragen. Zusammengefasst die wichtigsten Fakten: Der Wirt ist seitdem Arle Kelreiser von Joborn zum Freiherrn wurde hier ansässig. Er hat damals mit dem Freiherrn gekämpft. Als Dank hat ihm der Freiherr diesen Keller übergeben. Der verstorbene Freiherr war so gut wie nie auf den Straßen. Ausnahme, es musste jemand gerichtet werden, was jedoch selten vorkam. Seitdem Arle Kelreiser Joborn erobert hat, gab es keinen Krieg in der Gegen gegen Nostria mehr. Er ließ die Einwohner machen, was sie wollen, solange er sein Zehnt bekam. Der Wirt hat noch nie „ruhige“ Namenlose Tage erlebt. Zumindest seitdem er in Joborn lebt. Als er über Kasmyra ausgefragt wird, erwähnt er, dass sie hier sehr oft zu Abend isst und trinkt. Während den aktuellen Tagen, schläft sie sogar im Friedenskeller. Der Wirt hat kein Problem damit, da sie immer ihre Zeche bezahlt.

Nachdem die Helden alle Informationen erhalten haben, bereiten sie sich auf die Ankunft von Kasmyra in der Phexensstunde (20:00 Uhr) vor. Sie platzieren sich an verschiedenen Orten. Wenig später erscheint eine hübsche rothaarige junge Frau und setzt sich an einen Tisch. Carisa und Marik setzen sich sofort zu ihr. Nachdem beide etwas um den heißen Brei herumreden, kommt Adalarion dazu und sagt: „Hogward, hat am Markplatz Ketzerei begangen, und anschließend euch bezichtigt, ihm dafür zwei Dukaten gegeben zu haben.“

Kasmyra antwortet darauf: „: „Haaa, ihr habt dem alten Hogward geglaubt. Um eine Münze zu erhalten, oder seine Haut zu retten, erzählt er euch jede Geschichte, die ihr hören möchtet. Und warum sollte ich ihm 2 Dukaten geben. Ich habe selbst kaum etwas!“ Mit einer galanten Bewegung schmeißt sie den Geldbeutel auf den Tisch. Darin befinden sich 4 Silbertaler und 12 Heller.
„Wenn wir schon dabei sind, ich bin Händlerin von Beruf. Ich handle mit Informationen wenn ihr versteht. Für einen Silbertaler könnte ich euch sagen, wo ihr den alten Hogward finden werdet. Wollt ihr was anderes wissen, auch kein Problem, macht natürlich auch einen Silbertaler.“
Die Helden erklären ihr, dass sie Hogward nicht mehr suchen müssen, da er tot ist. Als Begründung geben sie an, dass er überall Pestbeulen hatte, und er dadurch eine Gefahr für die Stadt wäre. Dennoch wären sie sehr daran interessiert zu wissen, wo der Alte den wohnt. Carisa überreicht einen Silbertaler, und bittet Kasmyra ihnen das Versteck zu zeigen.

Gesagt, getan. Alle, inklusive dem dazu geholten Offizier und dem dazugeholten Boron Geweihten marschieren ins Tagelöhnerviertel. Abseits der Straße befindet sich ein kleineres Haus mit einer Scheune. Kasmyra steuert zielsicher in die Scheune. Dort finden die Helden ein kleines Lager aus Heu, Stroh, Holz und einem alten und unreinen Schlafsack. Nachdem Adalarion etwas genauer nachsieht, wird eine Flasche „Schnaps“ gefunden. Zumindest riecht die Flüssigkeit schwer nach Alkohol. Marik verwahrt die Falsche vorerst sicher im Rucksack. Anschließend widmen sich alle dem Haus. Als keiner auf das Klopfen reagiert, öffnen sie die Tür, welche nicht verschlossen ist. Darin riecht es nach Verwesung. Bis auf Carisa bleiben alle außerhalb des Gebäudes. Carisa kann einen Haufen entdeckt, welcher sich als Leichenberg entpuppt. Alle Leichen sind mit Pestbeulen überzogen. Rasch verlässt Carisa wieder das Haus. Nach kurzer Beratschlagung und Kontrolle, dass nichts passieren kann, wird die Scheune sowie das Haus angezündet.

Anschließend begibt sich Kasmyra wieder in den Friedenskeller, und die Helden in die Feste. Da es nun bereits dunkel ist, versuchen alle wieder zu schlafen.

Dritter Namenloser Tag, 1022 nach BF

Die Schlafenden erwachen zur vierten Nachtstunde (2 Uhr). Unten auf dem Hof der Feste bimmelt erneut das Dämonenweib Helcanthe mit einer Glocke. Gemeinsam (Helden, Gardisten, Magier, Geweihte) schaffen sie es Helcanthe so lange zu beschäftigen, bis sie sich auflöst. Gegen 4 Uhr sind alle wieder im Bett.

Zwei Stunden später, genauer zur Firunsstunde (06:00 Uhr) erwachen alle erneut. Stark entkräftet, genervt und irgendwie scheint alles zu jucken. Als Marik genauer nachsieht, stellt er fest, dass sich überall kleine Pusteln am Körper gebildet haben. Um sich abzulenken, steht er auf, zieht sich an, und geht in den Speisesaal.

Delusia richtet wie immer das Frühstück her. Als sie Marik mit den Pusteln sieht, holt sie sofort einen kleinen Tiegel mit einer Tinktur aus ihrer Kammer. „Schmier dich damit ein, und schon wird’s dir besser gehen“, meint sie. Marik macht dies, und stellt fest, dass der Juckreiz zeitnah aufhört. Anschließend setzt er sich allein an den Tisch und inspiziert das Frühstück. Andergaster Blutkuchen (Frikadellen aus in Schweineblut aufgequollenen Graupen). Während er zu essen beginnt, fragt er Delusia über alles möglich aus. Als Marik fragt, ob der verstorbene Freiherr irgendwelche Bücher hat, antwortet sie darauf, dass er dafür ein Versteck in der Feste hat. Prompt beendet Marik das Mahl und marschiert mit Delusia zu einer Stelle in der Feste. Dort scheint sich hinter einem pompösen Gemälde ein versteckter Raum zu befinden. Nicht einmal die Garde hat davon gewusst.

Schnell holt Marik Carisa und Adalarion dazu. Auch ihre Pusteln werden mit der Salbe versorgt.
Zurück im Geheimraum werden die Bücher durchforstet. Neben Büchern mit Titeln wie „Handel im Wandel“, oder „Führung und Gerechtigkeit“, finden die Helden ein anders aussehendes Buch. Es sieht aus, als wäre es vom verstorbenen Freiherrn selbst verfasst worden. Der Titel lautet „Wie kann ich einen Dämon austreiben?“ Im Buch befinden sich alle möglichen Versuche, welcher wohl der verstorbene Freiherr in den letzten Jahren unternommen hat, um einen Dämon zu bannen.
Langsam dämmert es den Helden. Anscheinend ist Arle Kelreiser von Joborn einen Pakt mit einem Dämon eingegangen. Dafür hat er die Schlacht bei Joborn gewonnen, und war danach Freiherr. Nur leider scheint seine List nicht aufgegangen zu sein, und deswegen sah er keinen anderen Ausweg, als sich umzubringen. Der Pakt mit einem Dämon würde auch erklären, warum sich nie wirklich Geweihte hier lange angesiedelt haben. Auch wird ihnen nun klar, warum die Einwohner nicht wissen, wie es vor Arle Kelreiser in Joborn war. Vermutlich wurden alle umgebracht, und neue Bewohner siedelten sich an.

Die Helden besprechen sich nun im Speisezimmer, als wie die Tage zuvor der Offizier der Garde Josold Drakonius Trutzmeier, den Raum betritt. Er sieht mitgenommen aus, und hat auch die Pusteln am ganzen Körper. Auch ihm wird schnell mit der Salbe geholfen. „Werte Freifrau, wenn ihr es heute einrichten könnt, bitten euch einige Fischer, zur Wassermühle zu kommen. Sie haben von einem bösen Omen gefaselt, wollten aber nicht direkt zu euch, sondern haben mich nur gebeten, euch die Informationen zu überbringen.“

Die Gefährten packen alles zusammen, und bitten den Offizier in Feste alle zu überprüfen, ob diese ebenfalls die Pusteln haben. Wenn ja, soll er ihnen die Salbe geben. Danach soll er sich etwas ausruhen. Anschließend marschieren die Helden zur Wassermühle. Dort angekommen wartet bereits ein rotbärtiger Fischer mit Wetter gegerbter Haut auf sie. „Ah, werte Freifrau, gut dass ihr kommen konntet. Ich bin Toran. Neben der Fischerei bin ich auch zuständig, dass die Wassermühle ordentlich läuft. Dafür zahlt ihr mir im Monat einen Silbertaler.“ Noch bevor er aussprechen kann, kommen zwei weitere Personen aus der Wassermühle. „Hallo, das ist ja mal was Neues, dass sich die werten Adligen hier her bewegen. Ich bin Gorlinde Trutzmeier, ja richtig gehört, die Cousine von eurem Gardeoffizier. Ich helfe dem guten Toran, die Mühle wieder flott zu bekommen. Aber da ist nichts zu machen, seht es euch selbst an“, schwatzt Gorlinde. „Jaaaaaaaa, seht es euch selbst an – ich bin Hogg Karde, und war dem guten Toran noch was schuldig. Leider Toran, müssen wir hier wohl alles austauschen und neu machen“, meint Hogg.

Als die Helden die Wassermühle betreten, muss Adalarion gleich umdrehen. Auch hier stinkt es nach Verwesung. Jedoch diesmal nicht nach Menschenfleisch, sondern nach Fisch. Im kompletten Gebäude stapelt sich toter Fisch, der schon wochenlang da liegen muss. Zusätzlich ist die Mechanik im Gebäude komplett gebrochen. Es sieht so aus, als hätte ein riesiger Fisch einfach ein Teil abgebissen.

Plötzlich kommt der Offizier der Garde „Josold Drakonius Trutzmeier“ bei der Tür herein. „Überall in der Stadt liegen tote Tiere herum. In der Festung tauchten plötzlich mehrere Spinnenartige Wesen auf, und attackierten Freiherr Gosthelm von Joborn. Zum Glück konnte er, sowie zwei Gardisten sich der Monster erwehren. Als sie getötet wurden, verwandelten sich die Wesen in die Haustiere eurer Angestellten. Zwei Katzen, sowie ein Hund“, meint der Offizier.

Nachdem die Helden mit den Fischern vereinbart haben, dass die sich um das Schlamassel bei der Wassermühle kümmern werden, marschieren sie Richtung Feste und nehmen einen Umweg über den Marktplatz.

Auf dem Markplatz befinden sich verschiedene Stadtbewohner. Alle bei bester Laune. Plötzlich hören die Helden hinter sich jemanden rufen: „Ooooh werte Freifrau, ihr habt gerade eine aufschüttelnde Rede verpasst. Zum Glück war euer Gemahl zu gegen.“ Als die Helden den Mann ansehen, sehen sie, dass es sich um einen Wanderhändler handelt. „Darf ich mich vorstellen, Bolim mein Name. Ich konnte kurz vor den aktuellen Tagen Joborn erreichen, und Schutz bei einem befreundeten Händler hier in der Stadt finden. Wollt ihr evtl. eines meiner Waren kaufen?“ „Eure Waren sind schön und gut, aber was ist mit meinem Gemahl“, fragt Carisa. „Euer Gemahl, der ist mit einer anderen Person in Richtung des Handwerksviertel gegangen. Wenn ihr wollt, kann ich euch begleiten. Ich möchte sowieso wieder zurück zu meinem Freund“, antwortet Bolim.

Schnell hasten alle in die entsprechende Richtung. Jedoch scheint Gosthelm wie vom Boden verschluckt worden zu sein. Niemand hat ihn gesehen, oder etwas von ihm gehört. Aus Mangel an Anhaltspunkten marschieren die Helden mit Bolim zu dessen Freund, dem der Laden „Eichward Steckenknechts Handelswaren und Fischereibedarf“ gehört.
„Oh welche Ehre, dass ihr werte Freifrau Carisa von Joborn mich persönlich besucht. Nur leider muss ich euch mitteilen, dass ich während dieser finsteren Tage meinen Laden geschlossen habe. Darf ich euch einen Tee, oder ein anderes Getränk anbieten?“, fragt Eichward Steckenknecht. „Nein danke, wir suchen meinen Gemahl „Gosthelm von Joborn“. Habt ihr ihn gesehen“, fragt Carissa. Eichward zeigt in eine Richtung und meint: „Eventuell ist er zum Ende des Handwerksviertel, genauer ins Haus von Helmine Onderbruk gegangen ist. Sie ist eine alte Närrin, die früher einmal eine famose Schreinerin war. Jedoch ist sie nun bereits im Ruhestand. Und da ihr Ehemann bereits verstorben ist, lebt sie nun allein.“

Die Helden können dies nicht so recht glauben, und teilen sich auf. Minuten später wurde der Hafen, sowie die Stadtausgänge kontrolliert. Nirgends wurde Gosthelm gesehen. Deswegen treffen sich alle beim Haus von Helmine Onderbruk. Neben dem Gardeoffizier, ist noch ein weiterer Gardist und Magister Borkmeister dazu geholt worden. Als niemand auf Rufe und Klopfzeichen reagiert, öffnet Carisa geschickt mit einem Dietrich das Schloss. Im Inneren des Hauses zeichnet sich eine gar seltsame Szene ab. Der mit Pestbeulen befallene alte Mann Hogward, welcher eigentlich tot und verbrannt sein sollte, schlitzt der alten Helmine Onderbruk den Hals mit einem Messer auf. Danach geht er zu einer Truhe und öffnet sie. Daraus strahlt Praiosgleiches Licht. Plötzlich verschwommene Sicht, und die soeben gezeigte Szene passiert erneut. Carisa versucht mit ihrem Dolch Gosthelm zu treffen, fährt aber nur ins Leere. Auch Helmine scheint nicht real zu sein. Wenn man versucht in die Truhe zu sehen, sieht man nichts. Die Szene wiederholt sich Minute für Minute.

Während die Gardisten Wache draußen halten, steht Adalarion in der Tür. Marik, Carisa und Magister Borkmeister befinden sich im Haus. Als Marik versucht ein Seil an der Truhe anzubinden, endet schlagartig die Szene. Adalarion wird durch jemand in das Haus gestoßen und die Tür hinter ihm fällt zu. Plötzlich sehen die im Haus anwesenden folgende Erscheinung.



Plötzlich wird es stockdunkel im Raum, und eine magische Stille kehrt ein.



Marik sowie Magister Borkmeister entzünden ihr Flammenschwert. Adalarion versucht einen Zauber zu wirken, merkt aber, dass dies ohne seinen Gesang nicht funktionieren kann. Carisa tastet sich langsam an der Wand entlang.

Plötzlich wird Marik von einer scharfen Klinge getroffen. Er beißt seine Zähne zusammen, und greift mit seinem Flammenschwert genau in die Richtung an, wo er den Angreifer vermutet. Er spürt, dass er getroffen hat.

Während Carisa weiter an der Wand entlang marschiert, steht Adalarion auf, und zieht sein Schwert. Magister Borkmeister kann in der Dunkelheit leider Marik nicht wirklich helfen. Er berührt ihm von hinten, und versucht ihm zu deuten zurückzuweichen. Marik scheint aber nach einem weiteren Treffer, der ihn bereits schwanken lässt, erkannt zu haben, dass er nicht mehr zurückkann. Mit dem Mut der Verzweiflung schlägt er erneut mit dem Flammenschwert in die Richtung, und hofft einen sehr guten Treffer gelandet zu haben. Carisa ist nun wohl beim Feind angekommen und versucht mit einer Seife diesen einzureiben, in der Hoffnung die Sinne der anderen zu sensibilisieren, damit diese wissen, wo der Feind ist. Aufgrund der verschiedenen Gerüche im Haus scheint dies aber nicht viel zu helfen.

Ein weiterer Treffer, und Marik fällt ohnmächtig zu Boden. Adalarion scheint nun auch ungefähr zu wissen, wo der Feind ist, und schlägt in die entsprechende Richtung. Plötzlich endet der Spuk. Es ist wieder hell im Raum, und auch die Stille ist verschwunden. Die Tür öffnet sich, und der Offizier fragt, was passiert ist. Schnell kontrollieren Magister Borkmeister und Adalarion die Lebenszeichen von Marik. Anschließend sprechen beide einen Zauber (Balsam Salabunde). Langsam schließen sich ein Großteil der Wunden von Marik. Er erwacht mit einem Schrei. Geschwächt, aber froh am Leben zu sein, helfen die Anderen ihm auf.

„Ihr seid wahrlich einer meiner besten Adepten. Ihr habt euch wacker gegen diese dämonische Wesenheit geschlagen. Auch wenn der Elf wohl den finalen Schlag gesetzt hat, gebührt Marik von Anderstein wohl die Anerkennung“, meint Magister Borkmeister.

Nach ein paar Minuten Pause, versuchen sie nun die Kiste aus dem Haus zu bekommen und öffnen diese schließlich. Zu deren Entsetzen ist nichts in der Truhe. „Na großartig, wieder nichts. Wir wissen nicht wo Gosthelm ist, noch haben wir einen weiteren Ansatzpunkt“, murmelt Marik niedergeschlagen. Da den anderen auch nichts Besseres einfällt, und im Haus nichts zu finden ist, kehren alle in die Festung zurück.

In der Feste angekommen, bitten sie Magister Borkmeister, die Flasche Schnaps, welche sie beim Schlafplatz von Hogward gefunden haben, genauer anzusehen. Sie vermuten, dass damit wohl eine schreckliche Krankheit ausgelöst werden könnte. „Es tut mir leid, aber ohne ein alchemistisches Labor kann ich nichts ausrichten“, murmelt Magister Borkmeister. Weiter entmutigt, beschließen alle auf ihre Zimmer zu gehen, um etwas Kraft zu tanken.

Carisa ist jedoch nicht allein auf ihrem Zimmer. Alvin begrüßt sie leise: „Wir haben ein Problem. Einer unserer Helfer, welcher im Stande ist magische Halluzinationen hervorzurufen, hat leider unabsichtlich den falschen Bewohner entführt. Nämlich euren Gemahl. Derzeit befindet er sich in meinem Versteck. Keine Sorge, ihm ist nichts passiert. Ich könnt ihn unbemerkt in den Friedenskeller zur „Phexensstunde“ (20:00 Uhr) bringen. Ihr könnt ihn dort dann aufsammeln. Als Gegenleistung solltet ihr euch aber endlich um den Magister kümmern. Seine Adepten und er schnüffeln mir zu viel rum. Bringt ihn mir lebend so schnell als möglich. Ich werde veranlassen, dass euch seine Adepten nicht weiter belästigen!“ Carisa nickt, und Alvin verlässt leise und ungesehen die Feste.

Carisa geht darauf hin zu Magister Borkmeister und klopft an seine Tür. „Was ist denn? Ich habe euch doch schon gesagt, dass ich euch auch nicht weiterhelfen kann“, ruft der Magister. „Deswegen komme ich nicht. Würdet ihr mich zur Phexensstunde in die Stadt begleiten? Ich würde gerne in der Stadt noch einmal nach meinem Gemahl Ausschau halten. Zusätzlich möchte ich die einzelnen Tavernen abklappern, ob dort auch magisch veränderte Schnäpse angeboten werden, welche die ganze Bevölkerung verseuchen könnten. Da mein Hofmagier Marik von Anderstein geschwächt ist, würde es mir viel bedeuten, wenn ihr mitgehen, würdet“, antwortet Carisa. Sie setzt wie immer alle ihre Reize ein, und Magister Borkmeister antwortet: „Gut, holt mich kurz vor der Phexensstunde in meinem Zimmer ab, ich werde bereit sein!“

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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 5 Monate 1 Woche her #14932

Blutiges Ende in Joborn
Dritter Namenloser Tag, 1022 nach BF

Marik macht sich auf den Weg zum Zimmer von Magister Borkmeister. Nach kurzem Klopfen wird er eingelassen. Die Adepten sowie der Magister selbst beratschlagen gerade über jene Erkenntnisse, welche sie während ihrer Nachforschungen gewonnen haben. Marik fragt darauf nach, ob er wissen könne, was die Kollegas erfahren haben. Magister Borkmeister berichtet, dass Alarloth von Orgendam sowie Carisa als letztes gemeinsam mit Quenja Gössel gesehen wurden. Auch wenn dies noch kein Beweis ist, möchte sich Magister Borkmeister noch selbst ein Bild von Carisa machen, ob sie nicht selbst auch etwas mit dem Verschwinden von Quenja Gössel zu tun hat.

Des Weiteren berichtet Magister Borkmeister, dass Caris ihn gebeten hat, vor der Phexensstunde (20:00 Uhr) gemeinsam in den Gasthäusern die Schnapsflaschen magisch zu untersuchen. Carisa vermutet, dass das verpestete Gebräu so langsam unters Volk gebracht wird. Zusätzlich möchte sie nach ihrem Mann suchen. „Keine Sorge, Adeptus Marik. Ich bin vorbereitet, sollte dies eine Falle sein. Meine Adepten werden mich zusätzlich begleiten. Legt euch hin, und rastet euch aus. Auch wenn wir euch dank unserer Magie wieder halbwegs zusammengeflickt haben, seht ihr noch nicht wirklich fit aus.“ Marik widerspricht dem Magister nicht, und begibt sich auf sein Zimmer, um trotz der schwülen Temperatur etwas Ruhe zu finden.

Während dessen ist Adalarion mit dem Buch Handel im Wandel beschäftigt. Er möchte gerne wissen, welche Weisheit sich in diesem Buch versteckt. Für ihn ist der Handel simpel. Ware, Dienstleistung, oder Münzen gegen Ware, Dienstleistung oder Münzen. Er ist deshalb gespannt, welche Varianten es noch gibt. Doch auch ihn überkommt die Müdigkeit, und er schläft mit dem Buch in der Hand ein.

In der Tsastunde holt Carisa Magister Borkmeister ab. Dieser teilt Carisa mit, dass er eigentlich seine Adepten ebenfalls mitnehmen wollte, diese jedoch kurzfristig einen wichtigen Hinweis erhalten haben, dem sie noch einmal nachgehen möchten. Carisa grinst im Geiste: „Alvin kümmert sich um die Adepten. Perfekt, dann werde ich mir den Magister vorknöpfen.“

Als die beiden zum Gasthaus „Haus Joborn“ unterwegs sind spricht Magister Borkmeister Carisa an: „Meine Adepten haben herausgefunden, dass Alaraloth von Orgendam, und ihr gemeinsam mit Quenja Gössel als Letztes gesehen wurdet. Spätestens nach den Namenlosen Tagen, möchte ich diesbezüglich mit euch sprechen. Sollte sich herausstellen, dass ihr am Verschwinden von Quenia Gössel beteiligt seid, werde ich mich persönlich darum kümmern, dass ihr gerichtet werdet“. Er sieht Carisa mit einem bösen Blick an, und zeigt mit dem Stab auf sie. Carisa erwidert mit einem Lächeln: „Sehr gerne werde ich mir für eure Untersuchung Zeit nehmen. Ich kann euch versichern, dass ich absolut nichts damit zu tun habe. Bitte verzeiht aber, dass ich derzeit um die Stadt, sowie meinem Gemahl besorgt bin. Deswegen hoffe ich, dass ich weiterhin mit eurer Unterstützung rechnen kann?“ „Selbstverständlich, werte Freifrau. Ich wollte euch nur informieren, was meine Adepten und ich rausgefunden haben. Nun lasst uns ins Gasthaus gehen, und rausfinden, ob es hier vergiftete Alkoholika gibt“, erwidert Magister Borkmeister.

Leider können weder Carisa noch Magister Borkmeister etwas Magisches finden. Deswegen machen sie sich zur nächsten Herberger „Ingvaller“ auf. Doch auch dort scheint alles sauber zu sein. Die nächste Schänke auf der Liste ist der Friedenskeller. Beide betreten gleichzeitig das Lokal. Es scheint keine Menschenseele darin zu sein. Wobei bei genauerer Betrachtung sehen die Beiden einen Mann, welcher halbsitzend, halb auf dem Tisch liegend zu schlafen scheint. Carisa fällt sofort auf, dass dies ihr Gemahl Gosthelm ist. Die Kleidung gehört eindeutig ihm. „Mein Gemahl, was ist mit ihm passiert“, jammert Carisa und stürmt gemeinsam mit Borkmeister zu Gosthelm. Noch bevor die beiden Gosthelm erreichen, spürt Magister Borkmeister plötzlich einen Stick in seinem Rücken. Als er sich umdreht, beginnt bereits die Sicht zu verschwimmen. Er sieht nur mehr eine in Kutten gehüllte Gestalt, welche ihren Dolch an der Robe abwischt. Danach ist nur noch Schwärze.
„Ich habe damit gerechnet, dass ihr Hilfe brauchen könntet. Die beiden Adepten sollten bereits erledigt sein, und dieser hier wird sich wünschen auch tot zu sein. Ich habe ihm mit einem starken Betäubungsgift ins Land der Träume geschickt. Eure Aufgabe ist es nun Gosthelm wieder in die Festung zu bringen. Anschließend erzählt ihr allen eine Geschichte, warum ihr Gosthelm betrunken in der Gosse gefunden habt. Vergesst nicht, am fünften Tag unseres Gottes, wird das große Ritual durchgeführt. Seid rechtzeitig bei mir“, flüstert der in Kutten gehüllte Alvin. Carisa nickt, und sieht wie eine weitere verhüllte Gestalt gemeinsam mit Alvin Magister Borkmeister auf einen Karren verladen.

Carisa versucht mit allen Mitteln Gosthelm etwas aufzuwecken, und schleppt ihn anschließend zurück in die Festung. Danach kontrolliert sie kurz, ob weder die Adepten noch Magister Borkmeister in ihren Zimmern sind. Danach informiert sie alle, inklusive der Schlafenden Gefährten, dass sie Gosthelm gefunden hat. „Er war, beziehungsweise ist stock betrunken und lag in einer Gasse nicht weit vom Friedenskeller entfernt. Leider habe ich aber nicht nur gute Neuigkeiten. Ich war gemeinsam mit Magister Borkmeister in den Gasthäusern unterwegs, um herauszufinden, ob es dort diesen magischen Schnaps gibt. Als wir schließlich Gosthelm gefunden haben, haben wir uns getrennt, da er sich noch die letzte Schenke „König Wendolyn“ ansehen wollte. Als ich nun hier in der Feste angekommen bin, war weder er noch seine Adepten hier“. Wir sollten lieber noch einmal nachschauen, nicht dass ihm was passiert ist“, fordert Carisa.

Schnell packen Marik und Adalarion ihre Sachen und gehen gemeinsam mit Carisa zur Schenke „König Wendolyn“. Dort hat jedoch niemand Magister Borkmeister gesehen. Auch von den Adepten weiß niemand was. Sicherheitshalber klappern die Helden mehrere Standorte von Joborn noch einmal ab, müssen jedoch aufgeben, als die Nacht hereinbricht.

Carisa sieht in der Feste nach Gosthelm. Dieser hat einen schweren Kopf, und möchte nur schlafen. Carisa redet ihm ein, dass er zu tief ins Glas geschaut hat, und Glück hatte, dass sie ihn gefunden hat. Er solle besser aufpassen, und am besten bis am Ende der Namenlosen Tage in seinem Zimmer bleiben. Gosthelm stimmt der Bitte Carisas zu.

Die Verzweiflung steigt bei allen Helden, jedoch beschließen sie gemeinsam, dass sie heute nichts mehr ausrichten können, und versuchen deshalb etwas Ruhe zu finden.

Vierter Namenloser Tag, 1022 nach BF
Die Helden wachen auf und sehen eine Gestalt in zwei Schritt Entfernung stehen. Man kann erkennen, dass das Gesicht der Gestalt nicht bloß im Dunkeln liegt, sondern tatsächlich schwarz und auf seltsame Weise in Bewegung ist. Plötzlich wird die Gestalt kürzer, als würde sie im Boden versinken, und ihre Robe fällt in sich zusammen. Dichte Ströme von Käfern ergießen sich aus ihr, lassen das Kleidungsstück leer zurück und halten auf den Helden zu. Die Helden wachen dadurch auf!

Wie auch die Tage zuvor werden die Helden zur Efferdsstunde (02:00 Uhr) aus den Federn geläutet. Die Dämonische Leichensammlerin ist wieder unterwegs. Gemeinsam mit den Gardisten locken sie die Dämonin mehrere Stunden hinter sich her, bis diese sich endlich in Rauch auflöst. Danach versuchen die Helden erneut Ruhe zu finden.

Kaum eingeschlafen werden alle vom Offizier der Garde „Josold Drakonius Trutzmeier“ geweckt. „Geschätzte Helden von Joborn, ich entschuldige mich für die Störung. Es gibt jedoch etwas Wichtiges, welches nicht warten kann. Bitte kommt sofort in den Speisesaal“, spricht Josold gehetzt. Alle ziehen sich an, und marschieren in den Speisesaal. Dort angekommen sehen sie Kasmyra. Die rothaarige Frau, welche sie damals zum Versteck von Hogward im Tagelöhner Viertel gebracht hat.

Sie trägt nur ein etwas durchsichtiges Nachthemd, und ihr Ruß umrandeten Augen sind tränen verschmiert. Sie hat überall blaue Flecken, und eine nicht mehr blutende Nase. Schluchzend berichtet sie „Verzeiht, wenn ich euch störe, aber ich wurde in der Nacht von Hogward im Gasthaus „Haus Joborn“ heimgesucht. Ja, jenem Hogward, den ihr getötet und verbrannt habt. Er hatte sich auf mich gestürzt und mit unmenschlichen Kräften verging er sich an mir. Ich habe mich gewehrt so gut ich konnte, aber ich hatte keine Chance. Als er endlich fertig war, sagte er zu mir, dass ich nun die Saat des Namenlosen in mir trage. Er ist dann zur Tür gegangen, und eine dunkle Gestalt hat ihm aufgemacht. Ich griff geistesgegenwertig zu einem Dolch und warf diesen auf ihm. Ich traf, aber dieser zuckte gar nicht. Beide gingen weg. Als ich dann zu euch gelaufen bin, sah ich, dass er eine Blutspur hinter sich nachzog. Bitte helft mir, ich möchte keine Brut des Namenlosen gebären!“

Schnell erhält sie von Carisa eine Decke, und Marik stellt mehrere Fragen. Anschließend beschließen die Gefährten, dass sich der Offizier der Garde um Kasmyra kümmern, und sie beschützen soll. Ein von Carisa zufällig ausgewählter Gardist soll die Gruppe begleiten.

Beim Haus Joborn sehen alle eine Blutspur. Diese ist aber so eindeutig, dass sie unmöglich von einer Dolchwunde stammen kann. Im Gasthaus, berichtet der Wirt, dass er nur gesehen hat, dass Kasmyra im Nachthemd nach draußen gelaufen ist. Andere Personen hat er nicht gesehen. Als die Helden ihm die Blutspur zeigen, ist er erschrocken. Langsam verfolgen die Helden die Blutspur und gelangen zum Hafen, genauer zum Handel und Lagerhaus der Stadt. Direkt vor dem roten Backsteinhaus stehen drei Menschen, die anscheinend miteinander streiten. Als sie Carisa sehen hören sie sofort auf. Die kleine rothaarige Frau ruft sofort: „Werte Freiherrin, diese beiden Händler haben mich bestohlen. Ich habe ihnen 10 Körbe frische Äpfel verkauft, und sie haben mir dafür anstatt der versprochenen 1 Dukate, nur 1 Silbertaler gegeben!“ Als Carisa die beiden Händler anspricht, verziehen diese sofort das Gesicht, übergeben aber schließlich den offenen Betrag. Als die Helden die 3 Personen auf die Blutspur ansprechen, antworten diese: „Welche Blutspur?“ Verwirrt stehen die Gefährten da. Die Blutspur ist plötzlich weg. Da sie jedoch gesehen haben, dass die Spur ins Handel und Lagerhaus geführt hat, muss sich dort die gesuchte Person befinden. Als Carisa die Händler anspricht, ob noch wer im Gebäude ist, erwidern diese nur, dass ihre Lagergehilfin Kühnwilde gerade Waren kontrolliert, welche in der Vorwoche aus Andergast geliefert wurden.

Die Helden fassen ihren Mut zusammen und treten in das recht dunkle Gebäude ein.
Dort hören sie, dass im zweiten Stock jemand eine schwere Kiste zu verschieben scheint. Deshalb klettern sie über Leitern nach oben. Oben angekommen stoppen sofort die Geräusche. Jeder Winkel wird durchsucht, aber niemand scheint hier zu sein. Gerade als die Helden die Fässer kontrollieren wollen, scheint aus dem Nichts eine monströse Gestalt aufzutauchen. Sie sehen eine über 2,50 Schritt große Gestalt, welche entfernt an die einstige Lagerhelferin mit dem Namen Kühnwilde erinnern könnte. Der Körper ist so seltsam deformiert, als wäre dieser unkontrolliert in kurzer Zeit gewachsen. Überall sind Wunden, wo Blutegel herauskriechen. Sogar die Knochen liegen offen. Die einstige Kleidung wurde behelfsmäßig um die Taile gebunden. In der Hand trägt sie einen großen Balken, welcher wohl normalerweise von mehreren Personen zum Verladen von Kisten verwendet wird. Langsam bewegt sich das Monstrum auf die Helden zu.






Nach den ersten Schrecksekunden stellt sich der Stadtgardist in den und lenkt so die Aufmerksamkeit auf sich. Dies nutzen die anderen, um in kürzester Zeit das Monstrum Kampfunfähig zu machen. Als es am Boden liegt, scheint es sich erneut zu regen. Deshalb wird der Kopf abgeschlagen, welches wohl den endgültigen Tod besiegelt. Da im Gebäude nichts Magisches entdeckt wird, marschieren alle wieder nach draußen. Dort befindet sich keiner vorhanden Personen mehr.

Da eine drückende Hitze in der Luft liegt, beschließen alle zurück zur Feste zu gehen. Dort sehen sie bereits beim Eingang Gardisten teilweise tot oder schwer verletzt liegen. Im Speisesaal der Festung treffen die Helden den Offizier der Garde „Josold Drakonius Trutzmeier“. Er hat hält seinen in Blut getränkten Zweihänder in der Hand. Seine Rüstung weist einige Schrammen auf. Er scheint verwirrt zu sein, und trotz im ersten Moment den Ankömmlingen nicht über den Weg. Carisa kann ihn aber in kurzer Zeit überzeugen, dass sie noch sie selbst sind.

„Was ist passiert?“, fragt Carisa. Der Offizier antwortet: „Als ihr außerhalb der Feste wart, wurden wir plötzlich von mehreren Monstrositäten angegriffen. Ein Gardist nach dem anderen wurde getroffen. Als ich eines der Monster mit meinem Zweihänder tödlich traf, verwandelte es sich in einem meiner Kammeraden. Keiner wusste mehr, wer Freund, und wer Feind war. Kurz bevor ihr eintraft, hörte das Massaker auf.

Rasch wird nach den Überlebenden gesucht, und diese alle in den Speisesaal gebracht. Leider wurden fast alle Gardisten getötet oder schwer verletzt. Die Stadt ist also derzeit mit Ausnahme der Helden, des Offiziers, und jenem Gardisten, welcher mit ihnen in der Stadt unterwegs war, ohne Schutz. Wie durch ein Wunder verschlief Gosthelm das Massaker. Carisa informierte ihn, dass er sich am besten in seinem Zimmer bis ans Ende der Namenlosen Tage einschließen sollte.

Gezeichnet von den physischen und psychischen Strapazen, versuchen die Helden etwas Schlaf zu finden. Sie hoffen, dass nicht die Nostrier oder Andere versuchen, die Stadt gerade jetzt zu erobern.

Einige Stunden später wachen alle Helden gleichzeitig aufgrund eines durchdringenden Schreis auf. Die stimme könnte von der Köchin „Delusia“ stammen. Schnell sind alle auf den Beinen und laufen in den Speisesaal. Dort liegt die Köchin, nackt und voller Blut am Esstisch. Für sie kommt jede Hilfe zu spät. Eines der Fenster ist offen, und ein gut 10 Meter langes Seil wurde festgebunden. Adalarion kann in der Dunkelheit eine Gestalt erkennen, welche sich gerade aus dem Staub macht. Mutig nehmen alle die Verfolgung auf und klettern über das Seil in den Hof. Schnell machen sich aber die Strapazen bemerkbar und nur Adalarion schafft es die Person bis in das Tagelöhnerviertel zu verfolgen. Dort verschwindet diese aber auch im letzten Moment. Adalarion kann jedoch die möglichen Verstecke eingrenzen. Deshalb läuft er zu seinen Kammeraden zurück.

Nach Beratschlagung kehren sie jedoch nicht wieder ins Tagelöhner Viertel zurück, da sie Angst haben, dass jederzeit die dämonische Leichensammlerin wieder auftauchen könnte. Die schiere Verzweiflung lässt die Helden zurück in ihre Zimmer gehen. Nach kurzer Zeit können sie auch wieder einschlafen.

Fünfter Namenloser Tag, 1022 nach BF
Plötzlich wird an allen Türen geklopft. „Ich bins Josold Trutzmeier“, wird aus dem Gang gerufen. Die Helden merken, dass es bereits hell ist. Ob sie die Leichensammlerin verschlafen haben, wissen sie nicht. Als sie die Tür öffnen, sehen sie den blassen und mit leichten Verletzungen geschundenen Offizier der Garde. Er bittet alle in den Speisesaal und berichtet. „Werte Freifrau, mich wollte gerade eine Gestalt in einer schwarzen Kutte töten. Ich konnte mich jedoch wehren, und der Feind ist geflohen. Ich bin ihm gefolgt, und habe gesehen, wie er sowie auch andere Personen in dasselbe Haus im Tagelöhner Viertel gelaufen sind. Schnell rüsten sich die Helden. Zusätzlich nimmt Adalarion seine vorbereiteten Schnapsflaschen, welche mit einem Kleidungsetzen präpariert sind, um sie schnell anzuzünden, mit. Carisa besorgt noch Lampenöl, und gemeinsam mit dem Offizier machen sie sich zum entsprechenden Haus auf.

Dort angekommen sehen sie keine Menschenseele. Auch als sie durchs Fenster schauen, können sie nichts erkennen. Das Haus, sowie der Eingang zur Tür werden mit Öl präpariert. Anschließend ruft Carisa: „Hier ist die Freifrau. Ich fordere euch auf, sofort aus dem Haus zu kommen!“ Da keiner reagiert, wird geprüft, ob sich die Tür öffnen lässt. Diese ist nicht verschlossen. Vorsichtig treten die Helden ein und finden eine sehr sauber gehaltene Einrichtung vor. Nach kurzer Suche finden sie eine Falltür, welche wohl in einen versteckten Keller führt.

Leise beratschlagen sich die Gefährten, ob sie den Keller ausräuchern sollen, merken aber schnell, dass sie zu wenig Informationen haben. Deshalb klettert Adalarion leise die Leiter hinab. Unten sieht er einen sechs Schritt langen Gang, welcher zu einer Tür führt. Langsam folgenden die anderen bis auf Marik. Dieser scheint es etwas mit der Angst zu tun zu bekommen, und bleibt deshalb noch oben.
Da es komplett dunkel ist, und nur Adlarion was erkennen kann, entzündet Carisa eine Öllampe.
Anschließend versuchen die Helden die Tür zu öffnen. Auch diese ist nicht verschlossen. Dahinter befinden sich verschiedene Vorräte, welche sicher für eine kleinere Gruppe für einige Wochen reichen würden.



Plötzlich hört Carisa einen leisen Gesang, der aus Westen kommt. Interessant ist aber, dass weder im Vorratsraum noch im Gang eine weitere Tür sich befindet. Die Wände werden abgesucht, bis Adalarion auf einen blauen Stein hinweist, welcher sich auf der gegenüberliegenden Seite befindet.
Carisa klettert nach oben, und überzeugt Marik nach unten zu kommen. Dieser betrachtet den Stein, und drückt dann mit dem Stab dagegen. Plötzlich öffnet sich in der Westwand ein Teil der Mauer.

Dahinter findet gerade eine wohl dem Gott ohne Namen geweihte Opferung statt. Um ein Pentagramm befinden sich dreizehn Einwohner der Stadt, welche den Helden alle in den letzten Tagen bekannt geworden sind. Im hinteren Teil des Raumes liegt Magister Borkmeister auf einem Altar. Weiter dahinter steht Alvin. Als dieser die Helden sieht schreit er: „Die Kriege zwischen Andergast und Nostria haben die hiesigen Tempel zerstört! Joborn braucht eine göttliche Führung, die wir (er sieht in die Runde) nun erschaffen haben. Das Ritual darf nicht unterbrochen werden. Die wahre Göttlichkeit wartet nur darauf sich uns zu zeigen. Los, meine Brüder und Schwestern. Tötet die Eindringlinge!“

Als die Stadtbewohner auf die Helden zustürmen, stellen sich diese flankierend zur Maueröffnung auf, und empfangen diese mit allem, was sie haben.



Während des Kampfes versucht Adalarion immer wieder Alvin mit seinen Pfeilen zu treffen. Dies gelingt ihm auch. Jedoch immer, wenn Adalarion glaubt, dass Alvin nun besiegt sei, steht er wieder auf. Alvin scheint von den Pfeilen noch mehr beflügelt zu sein, und rammt seinen Opferdolch in den Leib von Magister Borkmeister.

Als bereits einige der Stadtbewohner tot sind, stehen sie dem Bettler Hogward gegenüber, welchen sie eigentlich getötet und verbrannt haben. „Na habt ihr mich vermisst?“, raunt er den Helden zu.
Dieser scheint seltsame Magie zu wirken, welche einen purpurnen Strahl auf die Helden abschießt. Dieser erzeugt nicht nur schmerzen, sondern auch eine übelriechende Flüssigkeit, welche die Kleidung langsam zu zersetzen scheint. Als sie ihn endlich zu Fall bringen, hören und sehen sie ihn 30 Sekunden später wieder lachend im Pentagramm stehen. Die Leiche liegt jedoch weiterhin vor ihnen.

Minuten vergehen, und endlich sind alle Stadtbewohner besiegt. Marik liegt verwundet am Boden, steuert jedoch geschützt hinter der Wand weiterhin sein Flammenschwert. Immer wieder kehrt Hogward zurück, jedoch sind die Helden vorbereitet, und können ihn meistens nach wenigen Sekunden niederstrecken. Carisa schafft es mit ihrem Dolch Alvin mit einem gezielten Treffer zu töten. Dieser sieht sie, während er stirbt mit freudigen Augen an.

Plötzlich scheint sich etwas aus dem Leib von Alvin einen Weg zu bahnen. Eine riesige mit purpurnen Hörnern geschmückte Ratte zerreißt den Körper von Alvin. Carisa zieht sich sofort zurück, und der Offizier der Garde stellt sich der Ratte in den Weg. Schnell merken alle, dass dies ein Dämon sein muss, da nur magische Waffen dem Untier schaden zufügen. Leider schafft es die Ratte die Rüstung des Offiziers zu durchdringen. Dieser scheint sofort von dem Treffer leicht benommen zu sein. Schmerzen und Übelkeit breiten sich bei ihm nach und nach aus. Endlich schaffen sie es die Ratte wohl in die Sphäre, von wo sie herkommt, zurückzuschicken. Bleibt noch Hogward, welcher weiterhin wiederkehrt. Da kommt Adlarion eine Idee. Er läuft zu zwei brennenden Ölschalen, welche dem Raum als Lichtquelle dienen. Als er beide zerstört, erschallt ein Schrei von Hogward, und dieser verschwindet und kehrt nicht wieder.

„Werte Freifrau, mir geht es immer schlechter. Ich werde nach oben gehen, und etwas Luft schnappen!“, spricht der Offizier. Währen dessen vergewissern sich die Helden, dass wirklich alle tot. Marik wird von Adalarion wieder durch einen Zauber wieder etwas geheilt. Dadurch kann Marik wieder aufstehen, und widmet sich den Büchern, welche am Ende des Raumes in einem Regal stehen. Es sind alles „Werke des Namenlosen“. „Los, wir verbrennen sie“, meint Marik. Carisa schlägt vor, sie lieber zu untersuchen. Marik hört aber nicht darauf, und zündet alle Bücher an. Schnell stecken die Gefährten noch so viele Tränke ein, wie sie tragen können. Diese befinden sich nämlich in einem Regal daneben. Danach kehren sie wieder an die Oberfläche zurück.

Dort zünden sie das Haus an, um alles Böse zu zerstören. Als sie nach dem Offizier der Garde „Josold Drakonius Trutzmeier“ sehen, müssen sie leider feststellen, dass dieser den Biss der dämonischen Ratte nicht überlebt hat. Es sieht aus, als hätte sich innerhalb weniger Minuten eine tödliche Krankheit in ihm ausgebreitet. Um sicher zu gehen, dass kein weiterer diese Krankheit erhält, wird auch dieser verbrannt.

Nun nehmen die Helden auch wieder die Umgebung wahr, und merken, dass es früh am Morgen ist. Jedoch ist nicht mehr der fünfte Tag des Namenlosen, sondern es ist der erste Tag des Herrn Praios im neuen Jahr 1023 nach BF. Die ersten Stadtbewohner sind wieder auf der Straße, und schnell macht sich das Gerücht breit, dass die Helden Joborns erneut die Stadt gerettet haben, auch wenn dafür ein großer Blutzoll gezahlt werden musste.

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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 4 Monate 4 Wochen her #14953

Die Suche nach Feysiriel
Rohalstag, 01. Praios 1023 nach BF

Die Namenlosen Tage sind endlich zu Ende und es kehrt Ruhe in Joborn ein. Carisa verkündet als Freiherrin auf dem Markplatz, dass das Böse aus Joborn für immer gebannt wurde.

Des Weiteren verkündet sie, dass für 5 mutige Stadtbewohner die Möglichkeit besteht, in die Garde aufzusteigen. Sie werden ausgebildet, und sollen als erstes als Wache die Stadt bewachen.

Joborn soll kein Spielball von Nostria und Andergast mehr sein, sondern ein fixer Standort des Friedens. Als Zeichen des Friedens wird eine Statue zu Ehren der verstorbenen Noraletha Kelreiser gebaut werden. Zusätzlich soll der Glockenturm zu einem Rahjatempel umfunktioniert werden, und im Turm selbst das Joborn Liebeslicht, anstatt einer Glocke aufgehängt werden.

Zusätzlich bittet Carisa die Kinder, kleine Statuen von Noraletha zu schnitzen. Diese sollen überall in den Häusern ausgestellt werden, um ebenfalls die Neutralität und den Frieden zu repräsentieren. Im ehemaligen Hof der Seffelgrubers wird eine Schule eingerichtet. Als erster Lehrmeister soll dort der hiesige Schatzmeister unterrichten.

Jeder Einwohner der Stadt soll ein minimales Waffentraining mit einem Holzspeer erhalten. Die Stadt stellt kostenlos das Training sowie den Holzspeer zur Verfügung. Dadurch soll sich Joborn zukünftig selbst verteidigen können.

Joborn soll offen für alle sein. Rassismus soll der Vergangenheit angehören. Um weitere Unterstützung zu erhalten, wird Carisa mit ihrem Hofmagus Marik von Anderstein, sowie ihren Jagdmeister Adalarion nach Andergast reisen. Dort möchte sie weitere Gardisten, sowie einen Medicus anwerben. Des Weiteren möchte sie andere Hilfsmittel und Tiere besorgen.

Nach der Rede merkt man, dass die Stadtbewohner zwar mit den vielen Aussagen überfordert sind, jedoch nach kurzer Bedenkzeit, der Freiherrin Carisa zujubeln. Von vielen Ecken ist die Aussage zu hören: „Jetzt tut endlich mal, wer was – wenn sie ihre Taten zeitnah umsetzen kann, ist sie das Beste, was wir in Joborn je hatten!“

Zufrieden zieht sich Carisa in die Feste zurück.
In der Nacht ereilt sie ein Traum, oder ist eine Vision?


02.- 14. Praios 1023 nach BF
Die Helden regenerieren, und kümmern sich um die verwundeten Gardisten. Auch an den verkündeten Änderungen in der Stadt wird fleißig mitgeholfen. Wann immer Adalarion zeit hat, nimmt er das Buch „Handel im Wandel“ zur Hand. Ihm gefällt nicht nur die Art des Schreibstils, sondern auch die nützlichen Lektüren darin. Marik hingegen verzieht sich öfters in seine Stube, um dort magische Strukturen mittels Magie ergründen zu können. (Zaubererweiterung Odem Arcanum)

Von 15. – 18. Praios lassen die Helden sich per Floss nach Andergast bringen. Während der Reise passiert nichts Nennenswertes.

Windstag, 18. Praios 1023 nach BF
Als die Helden im Hafen von Andergast an Land gehen, werden sie nicht nur vom Hafenmeister, sondern auch von zwei Gardisten angesprochen. Die Gardisten wollen in einem wissen, wer die Ankömmlinge sind, und wie viele Waffen sie bei sich tragen. Die Helden geben sich zu erkennen, und zeigen ihre Waffen her. Marik fragt, warum diese Informationen benötigt werden.

König Efferdan I. Zornbold soll laut des Ausrufers des Königshauses in den namenlosen Tagen mit seinen engsten Vertrauten auf eine Jagd ausgeritten sein. Aus dem Königshaus wurde vermeldet, dass er leider an einem unglücklichen Jagdunfall verstorben sei. Da der König keine Kinder hat wurde der nächste in der Familie Zornbold (Cousin) zum König ernannt. Der König ist tot. Lang leben der König „Wendelmir Zornbold“. Er war bei der Jagd dabei, und hat den unglücklichen Jagdunfall mit eigenen Augen gesehen.

Jeder Reisende, welcher in die Stadt will, und nicht zum Königshaus oder der Stadtwache gehört, muss für jede getragene Waffe einen Silbertaler bezahlen, so hat es der neue König Wendelmir Zornbold verfügt.

Zusätzlich möchten die Gardisten den Grund des Besuchs erfahren: „Seid ihr wegen dem Viehmarkt hier, der gestern begonnen hat, oder einem anderen Grund? Falls ihr am Viehmarkt interessiert seid, müssen wir euch informieren, dass pro verkauftes oder gekauftes Vieh weitere 5 Heller an die Stadt zu entrücken sind.“

Nachdem die Helden missmutig ihren Zoll entrichtet haben, machen sie sich geradewegs zur Magier Akademie auf. Durch den großen Viehmarkt herrscht reger Betrieb in der Stadt. In den Pferchen auf dem zentralen Stadtplatz muhen Rinder, wiehern Pferde, schnattern Enten und Gänse und veranstalten so gemeinsam ein ohrenbetäubendes Spektakel. Bauern aus der Umgebung begutachten mit Kennermiene die Tiere, kontrollieren bei diesem Pferd das Gebiss, greifen jener Kuh prüfend an den Euter, schauen sich zweifelnd die stattlichen Eier an, die jene Gans noch am Morgen gelegt haben, soll. Ganz Andergast scheint hier zu sein, um sich mit neuen Arbeits- und Masttieren zu versorgen. An einem Stand bietet ein südländischer Händler mit sauertöpfischer Miene drei exotische Pfauen zum Verkauf an, und gegenüber ertönt ein Gekläff und Gebelle aus einem Zwinger, als sei ein hungriges Wolfsrudel über den Markt hereingebrochen. Wo es etwas ruhiger ist, sind auch andere Verkaufsstände auf dem Marktplatz aufgeschlagen. An diesen Buden werden allerlei Kramwaren feilgeboten, aber auch Kleider, Schuhwerk und Waffen. Viele Stände dienen jedoch vor allem dem Zwecke, den Reichtum der hiesigen Zünfte zu demonstrieren. Dazu kommen noch einige Stände mit exotischen Waren, wie man sie hier in Andergast nur selten zu sehen bekommt: Ein Krämer verkauft Pokale, Karaffen und Perlen aus buntem Glas, ein anderer sorgfältig bemaltes Emaille Geschirr. Hier kann man Gewänder aus echter Seide, aus Phraischafwolle oder aus Elfenbausch kaufen, dort bietet ein Musikalienhändler Silberflöten und Handharfen, Drehleiern und Zithern an. Eine weitere Kauffrau beteuert entnervt, dass sie wirklich alle Meerschaumpfeifen verkauft habe, aber noch herrliche silberne Tabaksdosen bieten könne, während sich niemand für die protzige tulamidische Wasserpfeife interessieren will, die mitten auf ihrem Verkaufstisch prangt. Einem Reisenden aus dem Lieblichen Feld reißen die Andergaster seine gedruckten Holzschnitte von
fernen Städten und Ländern förmlich aus der Hand, selbst wenn sie kein Wort der Erläuterung lesen können. Doch seine Farbtuschen und Messingzirkel, Lupen, Sonnenuhren und den Abakus will niemand haben. Ebenso auffällig sind die zahlreichen Ess- und Trinkbuden, die dafür sorgen, dass zahlreiche schwer angeheiterte Besucher auf den Straßen sind. Der zwergische Schmuckhändler mag den Frauen sehnsüchtige Blicke und unverhohlene Seufzer entlocken, doch die Männer interessieren sich eher für die Bude, an der echtes Ferdoker Zwergenstarkbier ausgeschenkt wird.

Carisa versucht bei einem Händler, welcher Hunde verkauft, ihn zu bewegen für die Stadt Joborn Hundezüchter und Ausbilder für Wachhunde zu werden. Zusätzlich soll er die Hunde nach Joborn mitnehmen. Leider ist der Händler kein Trainer, und hat auch keine wirklichen Wachhunde im Angebot. Überwältigt von der Vielfalt der anderen Produkte beschließen die Helden nun endgültig in die Magier Akademie zu marschieren. Auffällig ist, dass an jeder Ecke mindestens zwei Gardisten stehen. Marik informiert die anderen, dass es unmöglich sein kann, dass Andergast derart viele Gardisten zur Verfügung hat. Die Geschichte, dass der König beim Ausritt während der Namenlosen Tagen gestorben ist, klingt auch mehr als seltsam. Die Helden beschließen so vorsichtig als möglich zu sein.
Bei der Akademie angekommen, werden die Gefährten, nachdem Marik sein Siegel gezeigt hat, rasch eingelassen, und in die persönliche Studierstube von Spektabilität Aljawa Walsareffnaja gebracht.

Die Halbelfe sitzt in einem bequemen Stuhl. „Sanyasala, bitte setzt euch. Möchtet ihr eine Tasse Kräutertee“, fragt sie. Alle stimmen zu, und setzen sich.

„Bevor ich mit meinem Anliegen an euch trete, interessiert mich, ob ihr wisst, ob Magister Borkmeister bald mit seinen Adepten seine Nachforschungen abgeschlossen hat, und nach Andergast zurückkehrt?“

Nach dem Marik ihr vom Tot der Adepten, sowie von Magister Borkmeister berichten kehrt Stille in den Raum ein. Einige Augenblicke später erhebt Aljawa wieder ihre Stimme: „Ich vertraue euch und euren Gefährten Adeptus Marik. Ich habe große Sorge, dass euch, oder anderen Weggefährten ähnliches geschehen könnte. Ich habe folgenden Brief gestern Abend erhalten. Er ist in „Isdira“ geschrieben. Ich lese ihn euch gerne vor.“





„Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich habe vor einigen Tagen bereits ein Buch zugesandt bekommen, welches sich als das Tagebuch von Dr. Rhayad rausgestellt hat. Ja jener Mann, welcher damals in Nostria während eurer Mission umgekommen ist. In seinem Buch beschreibt er die Würmer. Also auch jenen Wurm, welchen wir dank euch lebend gefangen haben. Durch die Informationen des Buches wissen wir nun, dass die Würmer auf Emotionen wie Hass/Zorn/Wut reagieren. Ihr werdet den Wurm nicht wiedererkennen, wenn ihr ihn seht. Dr. Rhayad stellt zusätzlich die Behauptung auf, dass der Wurm einst ein Hirschwurm war, welcher die Larve für einen späteren Riesenhirschkäfer ist. Mittels einem unbekannten Druidenritual sowie Borbaradianischer Magie wurde eine Chimäre erschaffen. Wie er dies wissen konnte, wissen wir aber nicht. Wir konnten mit unseren magischen Analysen derartige Thesen nicht bestätigen. Prägt euch gut den Brief ein, denn ich werde ihn sicherheitshalber verbrennen. Leider kann ich euch das Buch von Dr. Rhayad nicht zeigen, da es vor zwei Tagen aus meinem Arbeitszimmer gestohlen wurde. Niemand will es gewesen sein, noch hat wer etwas gesehen. Ich fühle mich hier nicht mehr sicher. Deshalb werde ich heute noch mit dem
Wurm nach Andrafall reisen. Dort lebt eine gute Freundin von mir. Meine Abreise wird niemand erfahren, da ich nicht weiß, wem ich noch in dieser Akademie trauen kann. Wenn ihr Feysiriel gefunden habt, versucht unauffällig nach Andrafall zu gelangen. Fragt nach Nadjescha und ihr werdet mich finden. Habt ihr noch Fragen an mich“, fragt die Spektabilität.

Viele Fragen und Antworten werden zwischen den Personen im Raum ausgetauscht. Vor allem Adalarion verblüfft alle Anwesenden. Er zeigt jenen Ring, welchen er vor vielen Monden von einer in Kapuzen gehüllten Person erhalten hat. Zusätzlich zeigt er den Brief von damals. Anscheinend hat Travino Oskin die Helden schon seit vielen Monden benutzt. Zusätzlich scheint jener Strippenzieher Verbündete in allen wichtigen Positionen zu haben. Und dies nicht nur in Andergast.

Eines ist den Helden klar: Travino Oskin muss aufgehalten werden. Damit dies gelingen kann, muss dieser ominöse Feysiriel Tauglanz gefunden werden. Als Marik Adalarion anspricht, ob er jenen Feysiriel kenne, verneint dieser, und sagt, dass er nur ungern über die Zeit in seiner Sippe spreche.

Während der Gespräche zeigt Aljawa den noch immer lebenden Wurm her. Dieser ist nicht nur etwas größer geworden, sondern besitzt nun eindeutige Ansätze von Käferbeinen. Die Spektabilität erklärt, dass die Chimäre auf böse sowie gute Reaktionen reagiert. Bei Wut rastet der Wurm aus, bei Liebe, wird der Wurm zahm.

Marik bittet alle sich zu besinnen, und die Informationen des Briefes Schritt für Schritt durchzugehen.
Die Information, dass der Ring, welcher beim Brief beiliegt, anscheinend den Träger unsichtbar macht, jedoch eine andere Person (möglicherweise Travino Oskin) dem Träger zusehen kann, verunsichert alle. Deswegen wird der Ring in kleine Truhe gepackt und entfernt aufbewahrt, damit die Helden in Ruhe weiter den Brief lesen können.

Eine gute Stunde später konnten die Helden das Rätsel lösen. Sie sind sich sicher, dass Freunde von Feysiriel in der Schenke „Schwarz und Rot“ zur Phexensstunde sein werden.

Bevor sich die Helden verabschieden können, schlägt sich Aljawa auf die Stirn. „Ich hätte fast vergessen, euch noch einen Vorschlag zu machen. Stanislaus von Tatzenhain wurde seines „Rittertitels“ beraubt. Ich konnte ihn aber vor schlimmeres Bewahren. Da ich mir nach mehrmaligen Untersuchungen und Tests sicher bin, dass er wieder komplett der Alte ist, habe ich ihn gefragt, was er nun vorhat, falls ich ihn gehen lasse. Er hat gemeint, dass er keine große Wahl hat. Seine Familie hat ihn verstoßen, und der verstorbene König hat ihn seinem Titel beraubt. Er benötigt Gold, deswegen wird er sich in die Schänke „Schwarz und Rot“ aufmachen. Diese Schänke im Andergaster Schmiedeviertel ist ein Treffpunkt von Söldnern. Der Wirt Bronnbrecht Einauge vermittelt seine Gäste an Auftraggeber. Er hofft dort einen Auftrag zu erhalten. Jetzt wo euer Gefährte, wie hieß er noch gleich, Carrano oder Carranun nicht mehr bei euch ist, braucht ihr evtl. ein weiteres Schwert an eurer Seite. Mein Wort habt ihr, dass er von keiner bösen Macht mehr befallen ist. Eventuell habt ihr Verwendung für ihn.“

Marik bedankt sich für die Information, und Carisa nimmt den Ring von Feysiriel an sich, und verstaut ihn in einer Tasche. Nach der Verabschiedung machen sie die Gefährten Richtung der Schänke auf.
Dort ist ordentlich was los. Zwischen heimischen und ausländischen Menschen ist alles vertreten. Selbst zwei Zwerge sitzen in einer Ecke. Die Schänke ist mit allen Arten von Waffen dekoriert. Da an den Tischen kein Platz ist, stellen sich die Helden an die Bar und beobachten alle Anwesenden. Neben der Bar befindet einer Tafel, wo Steckbriefe (Söldner gesucht für…) angepinnt sind.

Der Wirt sieht so gar nicht wie ein typischer Wirt aus. Beinahe 2 Schritt groß, glatzköpfig, muskulös und ein Schwert gegürtet. „Mein Name ist „Bronnbrecht Einauge“. Wer seid ihr? Seid ihr Auftraggeber oder Söldner? Was wollt ihr trinken? Dank dem Viehmarkt haben wir auch Angbarer Zwergenbock. Kostet aber auch seinen Preis. 1 Silber pro Humpen. Eichenbier kostet 2 Heller pro Humpen. Landwein 3 Heller der Becher.

Während ein paar Getränke bestellt werden, fällt ein Tisch besonders auf. Ein Barde hüpft auf den Tisch, und beginnt die Gesellschaft mit folgendem Lied zu motivieren.



An jenem Tisch, wo der Barde soeben die Anwesenden motiviert hat, sitzen folgende Gestalten.
Ein 2 Meter großer Hühne. Selbst hier in der Schänke trägt er eine schwere Plattenrüstung und eine große Axt lehnt neben ihm an der Wand. Schnell wird den Helden klar, dass es sich um Arnogold handelt, welcher sie damals von Nostria mit dem Floss nach Joborn gebracht hat.

Daneben sitzt ein in eine blaue Robe gehüllter Mann. Aufgrund der edlen Robe ist er entweder von adliger Abstammung oder gar ein Magier. Marik vermutet, dass es ein Adliger sein muss, da er keinen Magierstab bei sich trägt.

Der Barde ist ein sehr hübscher Blonder Mann, welcher in hochwertigen Klamotten an einer Gitarre herumspielt. Auffallend ist der Ring an seinem Finger. Dieser sieht genauso aus, wie jener, welchen sie von Feysiriel erhalten haben.

Weiter am Tisch sitzt eine große Frau. Blonde wilde Zöpfe machen ihre Statur dramatisch. Sie trägt ein knielanges Kettenhemd. Schwert und Schild lehnen neben ihr an der Wand.

Als letzte Person sitzt eine schlanke, wunderschöne und aufreizende Frau. Selbst Carisa kann ihr nicht das Wasser reichen. Sie trägt lange schwarze Haare und ein schönes rotes Kleid. Nach kurzem Staunen fällt den Helden ein, dass sie schon einmal von der Frau gehört haben. Sie muss Crysanthema, die Freifrau von Engsal sein. Sie hat vor kurzem dort eine Kurtisanenschule aufgemacht. Sie kommt nicht aus Andergast. Ihre Schönheit ist aber in allen Orten von Andergast bekannt.


Während Adalarion den besagten Tisch beobachten, haben Carisa und Marik den geläuterten Stanislaus von Tatzenhain entdeckt. Dieser sitzt gemeinsam mit einem gut genährten Mann mit Halbglatze an einem kleinen Tisch. Marik tritt heran, und gibt der „Halbglatze“ zu verstehen, dass Adelige anwesend sind, und dieser liebe den Platz frei machen soll. Stanislaus ist davon wenig begeistert: „Auch wenn ich euch, meine Rettung verdanke, habt ihr mir nun gerade einen Bärendienst erwiesen. Nachdem ich meines Titels beraubt wurde, und meine Familie mich nicht mehr zu kennen scheint, bin ich gezwungen mich als Söldner zu verkaufen. Dieser Herr gerade hatte mit 5 Silber pro Tag versprochen“, murrt Stanislaus.

Carisa mischt sich ein, und stellt sich als Freifrau von Joborn vor. „Wir möchten euch gerne anwerben. Täglichen Sold würdet ihr vorerst zwar nicht erhalten, jedoch eine fixe Anstellung als Offizier der Stadtgarde von Joborn. Ihr würdet also zeitnah einen guten Verdienst und Ruf erhalten.“

Nach kurzer Überlegung, und Überzeugung durch Carisa (Talente + Goldstück) willigt der Söldner ein. „Ihr habt mein Schwert was soll ich tun“, fragt er.

Plötzlich erschallt ein lauter Ruf: „Hört, Hört“ Alle drehen sich um. Am Eingang stehen mehrere Gardisten, und der Ausrufer des Königs. „Unser König „Wendelmir Zornbold“ verkündet, dass die Gerüchte um den verstorbenen König „Efferdan I Zornbold“ falsch waren. Es war kein Unfall. Die Gerüchte wurden gestreut, um den Mörder von König „Efferdan I. Zornbold“ direkt in Andergast zu stellen. Er konnte aber fliehen. Sein Name ist „Feysiriel“ und er ist ein Elf. Er hat unseren verstorbenen König bei der Jagd ermordet. König „Wendelmir Zornbold“ selbst hat es gesehen. Für den Kopf des Königsmörders stellt das Königshaus eine Belohnung von 5000 Silbertaler in Aussicht. Bronnbrecht!“ Der Wirt eilt schnell zum Ausrufer. „Verteilt die Steckbriefe an alle mutigen Söldner. Der Königsmörder darf nicht entkommen!“

Rasch stürmen alle, selbst jene auffällige Truppe zu den Steckbriefen. Im Gedränge versucht Carisa an die Freifrau von Engasal heranzukommen. Dies gelingt ihr erst, nach dem Ausgang. Carisa versucht sie in ein Gespräch zu verwickelt, was ihr nur sehr schlecht gelingt. Als ihr nichts anderes mehr einfällt, zeigt sie den Ring von Feysiriel und sagt folgende Worte: „Im Bann des…“.

Crysanthema sieht sie mit fragenden Augen an. Plötzlich lächelt sie und antwortet: „Im Bann der Schönheit, natürlich!“ Die große Frau mit den wilden blonden Zöpfen kommt dazu und murrt: „Ich hasse es, wenn andere in unser Revier eindringen. Kommt Crysanthme, wir gehen!“ Mit diesen Worten drehen sich die beiden und marschieren mit den anderen der Truppe Richtung Stadteinwärts.

Endlich schaffen es auch die anderen Gefährten nach draußen. Carisa berichtet was passiert ist. Marik ist gar nicht begeistert, dass Carisa so einfach ihre Identität, also den Ring preisgibt. Zumindest wissen sie jetzt, dass jene nicht ihre Kontaktpersonen sind, da sie den Satz „Im Bann des…“ falsch beendet haben. Adalarion hat ein Exemplar eines Steckbriefes ergattert und breitet ihn aus.



„5000 Silbertaler…die halbe Stadt wird hinter dem Elfen her sein. Ich wette aber darauf, dass unsere Kontaktpersonen noch in der Schänke sind“, meint Marik. Die anderen bis auf Stanislaus nicken. Gemeinsam kehren sie in die Schänke zurück.

Im Lokal ist nur mehr ein Tisch besetzt. An diesem Tisch sitzt der gut genährte Mann mit der Halbglatze welcher, mit Stanislaus vor ein paar Minuten gesprochen hat. Daneben sitzt das komplette Pendant. Selbst Bettler haben mehr Umfang als diese klapperdürre Gestalt.
Daneben hat es sich ein Fettwanst gemütlich gemacht. Dieser hat den doppelten Umfang von der Halbglatze. Die Klamotten weisen auf einen reichen Kaufmann hin.
Ein Sessel daneben sitzt eine junge, zierliche Frau mit roten Haaren.
Zu guter Letzt sitzt ein, in eine grüne Robe gehüllter Mann. Auf der Robe sind alle möglichen Schutzzeichen gestickt.

Adalarion erkennt, dass die Frau denselben Ring trägt, welchen sie von Feysiriel erhalten haben.
Marik marschiert deshalb zu dem Man mit der grünen Robe und spricht ihn von Kollegen zu Kollegen an. Nach wenigen Worten, zeigt Carisa den Ring, und spricht die Worte „Im Bann des…“. Die rothaarige Frau antwortet leise: „Eichenkönigs!“ „Keine weiteren Worte, folgt uns unauffällig, hier können wir nicht in Ruhe sprechen“, flüstert die Frau.

Der Fettwanst legt ein Goldstück auf den Tisch, und alle verlassen die Schänke. Die Truppe führt die Gefährten mehrmals im Kreis, wohl nicht um sie zu verwirren, sondern mögliche Verfolger abzuschütteln. Auch werden mehrmals schnelle Haken in dunkle Gassen geschlagen.
Final kommen die Helden bei einem unscheinbaren Haus an der nördlichen Stadtmauer an. Dort öffnet eine mindestens 50 Sommer alte Dame die Tür. Diese ist sehr gut gekleidet, als Stamme sie von Hofe ab. Ihre schulterlangen, eisgrauen Haare sind mit einem Band zu einem Pferdeschwanz zusammengefasst.

Im Haus übergibt die rothaarige Frau ihren Ring an die Alte. Danach gehen alle bis auf die Helden nach draußen. Die Alte bietet die Helden sich auf schöne Sitzgelegenheiten zu setzen. Der Raum ist mit einem samtroten Teppich geschmückt. Im Kamin prasselt ein herrliches Feuer. Mein Name ist Hesione von Myranthis, und ich bin die königliche bevollmächtigte Richterin und Abgesandte“, erklärt die Alte. Marik nickt. Er hat von ihr schon einmal gehört. Die Helden stellen sich ebenfalls vor.

„Ihr habt sicher Fragen. Dasselbe gilt für mich. Lasst uns das in zivilisierter Art lösen. Eine Frage stelle ich, eine Frage stellt ihr, in Ordnung“, schlägt Hesione vor. Die Helden erfahren unter Anderem, dass der Ring seinen Träger unsichtbar macht, wenn dieser das Zeichen des dritten Auges berührt. Jedoch kann Travino Oskin alles hören und sehen, sobald der Ring offen getragen wird. Des Weiteren soll Feysiriel sich in der Nähe des Örtchen Dreiseenbroich befinden. Mitten im Gespräch, lächelt die königlich bevollmächtigte Richterin plötzlich und sagt: „Gut, ich habe genug gehört!“ Die Eingangstür öffnet sich, und mehrere Gardisten dringen in das Haus ein. „Gardeoffizier von Streitzig, nehmt ihnen die Waffen ab. Oh, und euren Ring möchte ich natürlich auch!“ Sie zwinkert den Helden unmerklich zu. Aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit lassen sich die Gefährten gefangen nehmen und abführen. Die Gardisten bringen die Helden in den Kerker unter der Ingvallfeste. Alle dürfen sich eine Zelle teilen.

Während die anderen auf und ablaufen, legt sich Marik gemütlich auf eine Pritsche. „Macht euch keine Sorgen. Wir kommen hier in Kürze wieder raus. Entweder werden wir von den Schergen der Frau Hesione von Myranthis befreit, oder die Truppe unter der Führung der großen blonden Frau mit den wilden Zöpfen, wird uns befreien. Hätte man gewollt, dass uns was geschieht, wären wir schon lange tot. Das wir im Gefängnis sind, ist ideal. So kann Travino Oskin unsere Spuren nicht weiterverfolgen, und wir können ungesehen Feysiriel finden“, meint Marik.

Plötzlich kommt ein Gardist zur Zelle. Er schiebt den Helden Holzteller und Holzkrüge in die Zelle. „Guten Abend, ihr Ratten. Hier habt ihr eure Henkersmahlzeit. Für euch gibt es morgen nichts anderes außer den Tod. Der Scharfrichter freut sich schon auf euch. Soweit mir bekannt ist, wird der König selbst sich euer Spektakel ansehen“, lacht der Gardist. Anschließend verlässt er wieder den Raum.

Nachdem alle Ausbruchoptionen kontrolliert worden sind, müssen Carisa und Adalarion feststellen, dass sie wohl auf den Optimismus von Marik vertrauen müssen. Ohne Hilfe, kommen sie hier nicht raus. Marik nutzt die Zeit, um Stanislaus zu informieren, was hier nach seinen Vermutungen gespielt wird und was der Auftrag der Helden eigentlich ist. Stunden später versuchen dann alle aufgrund mangelnder Optionen zu schlafen.
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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 4 Monate 4 Tage her #14975

Freiheit mit Neuanfang
Windstag, 19. Praios 1023 nach BF
Die Helden werden irgendwann in den frühen Stunden des nächsten Tages in der Zelle aufgeweckt.
Der Gardeoffizier von Streitzig, welcher sie am Vortag ins Gefängnis gebracht hat, öffnet die Kerkertür. „Grüße von Hesion von Myranthis“. Sie bittet um Entschuldigung, dass ihr hier ausharren musstet. Jedoch musste es echt aussehen. Leider muss ich euch mitteilen, dass ich nur einen kleinen Teil eurer Ausrüstung retten konnte. Als kleine Gutmachung hat euch die geschätzte Richterin und Abgesandte 2 Pferde vor den Stadtmauern bereitgestellt“, erklärt der von Streitzig.

Er bittet die Gefährten, ihm rasch zu folgen. Sämtliche Wachen scheinen nicht auf den Posten zu sein. Gemeinsam gelangen sie in einen kleinen Wachraum. Der Offizier sieht sich um, und schiebt danach ein Regal mit verschiedenen Pergamentrollen auf die Seite. Dahinter befindet sich ein dunkler Gang. Von Streizig entzündet eine Fackel und leuchten in den Gang.

Anschließend dreht er sich um und spricht zu den Helden: „Hier, liegen eure Sachen, welche ich retten konnte. Nehmt sie und geht bis ans Ende des Ganges. Dort befindet sich ein Rad, dass ihr so lange drehen müsst, bis sich die Mauer 1 Schritt geöffnet hat. Lasst das Rad erst los, wenn nur mehr einer innerhalb der Mauern ist. Sobald ihr das Rad auslässt, wird sich der Ausgang wieder schließen. Draußen warten wie versprochen die zwei Pferde. Ach ja, und fast hätte ich es vergessen. Ihr müsst nach Süden reiten. Genauer in die Ortschaft Dreiseenbroich. Sie befindet sich in der Nähe des Thuransees. Findet dort den Freiherrn Adomar von Yaquirblick-Cipolya. Er weiß, wo Feysiriel sich versteckt. Mögen die Götter euch hold sein!“

Mit diesen Worten drückt er Marik die Fackel in die Hand und schiebt alle in den Gang. Anschließend schließt er den Zugang hinter den Gefährten. Schnell wird alle aufgenommen was vorhanden ist. Mit Schreckt muss Carisa feststellen, dass ihr komplettes Gold sowie der Schuldschein der Stoerrebrandtbank weg ist. Auch fehlen die meisten Ausrüstungsgegenstände und Waffen. Lediglich die Kleidung und Rüstung ist völlig vorhanden. Adalarion ist froh seine Waffen noch zu haben. Ähnlich geht es Stanislaus mit seinem Zweihänder. Auch Mariks Stab sowie sein Codex (Magierbuch) ist noch vorhanden. Da Carisa aufgrund des Verlusts vor Schock erstarrt stehen bleibt, wird sie kurzerhand von Adalarion und Marik mitgezogen.

Am Ende des Tunnels angekommen, befindet sich ein Rad. Stanislaus dreht dieses langsam und die Wand vor den Helden öffnet sich. Von Streitzig hat nicht gelogen, sie sind wahrhaftig außerhalb der Stadt, und zwei Pferde warten gesattelt vor dem Eingang. Schnell zwängen sich alle durch die Öffnung, und Stanislaus folgt als letzter. Da nun niemand mehr das Rad hält, schließt sich der Eingang wieder. Marik ist erstaunt, wie gut dieser wohl geheime Fluchttunnel der Andergastischen Festung versteckt ist. Von außen lässt sich nicht erahnen, dass hier ein Ausgang ist.

Schnell steigen Marik und Adalarion auf das eine Pferd, sowie Stanislaus und Carisa auf das andere. Marik hat zum Glück in seinen jungen Tagen etwas Reiten gelernt. Stanislaus scheint als Ritter wohl geübt als Reiter zu sein, und führt das Pferd meisterlich. Adalarion und Stanislaus sind froh, dass die beiden die Pferde halbwegs im Griff haben. Selbst sind sie so gut wie nie auf einem Pferd gesessen.

Die Helden reiten die Fürstenstraße Richtung Süden entlang, um so schnell als möglich Abstand zwischen der Stadt Andergast und ihnen zu bringen. Zusätzlich erinnert Adalarion, dass sie rasch vorankommen sollten, da mit Sicherheit Söldner, Glücksritter und vielleicht sogar die andere Gruppe, welche zum Gefolge von Travino Oskin gehören, versuchen werden, Feysiriel zu finden und vermutlich zu töten.

Am späten Nachmittag kommen die Helden im Örtchen Eichelkamp an, welches immerhin 240 Einwohner groß ist. Ungefähr in der Mitte des Ortes kommt ihnen der Dorfschulze, welche sich mit dem Namen Gero vorstellt, entgegen. Er verlangt von den Reisenden den freiherrlichen Wegezoll von einem Heller pro Person, und 2 Heller pro Pferd. Durch diesen Wegzoll scheint die kleine Freiherrschaft zu florieren. Bevor noch wer antworten kann, erhebt Marik die Stimme: „Ihr erdreistet euch, einen Wegzoll von Freiherrin Carisa von Joborn zu verlangen?“ Auch Carisa steigt in das Schauspiel ein. Der Dorfschulze weiß sich nicht wirklich zu helfen und lässt die Reisenden passieren.

Schnell machen sich die Helden, ohne eine Rast einzulegen aus dem Staub und reiten weiter nach Süden. Der Zustand der Fürstenstraße wird schnell schlechter. Immer häufiger finden sich Stücke von einem Rechtschritt und mehr, an denen statt der Pflasterung nur noch aufgeschütteter Kies zu sehen ist. Eichelkamp ist abgesehen von ein paar Gehöften der einzige Ort im Umkreis. Die Fürstenstraße verläuft erst fünf Meilen lang durch gerodetes Land mit einzelnen Bächen und Gebüschen, ehe sie für ein paar Meilen durch dichten Wald geht.

Plötzlich sehen die Gefährten am Wegesrand 2 Hirsche. Ein männliches, und ein weibliches Exemplar. Langsam nähern sich die Helden den Tieren. Diese grasen genüsslich, und scheinen keine Angst vor ihnen zu haben. Adalarion macht den Bogen bereit, da der Magen aller ordentlich knurrt. Marik stoppt ihn aber. „Halt, warum verschwinden diese Tiere nicht? Evtl. ist eines der Tiere kein Tier, sondern eine verwandelte Elfe. Ich habe diesen Zauber schon einmal bei meiner Spektabilität gesehen“, meint Marik.

Als sich beide Parteien nur mehr einen Schritt trennen, spricht Marik in Isdira die Hirschen an. „Wir sind Freunde des Waldes, und müde von dem langen Ritt. Könnt ihr uns einen guten Rastplatz zeigen?“ Das weibliche Tier sieht Marik eine kurze Zeit an, danach drehen sich beide Hirschen um, und laufen langsam in den Wald. Schnell folgen die Helden ihnen. Während der Verfolgung fällt Adalarion auf, dass sich das weibliche Tier langsam von einem Hirsch in eine Elfe verwandelt. Stanislaus ist begeistert und klopft Marik auf die Schulter. „Auf das wäre ich nie gekommen. Sehr schlau von euch“, meint Stanislaus.

Nach 30 Minuten erreichen alle eine Lichtung. Dort befinden sich weitere Hirsche, welche im saftigen Gras ruhen. Überall stehen Obstbäume, und auch frisches Gemüse scheint hier herrlich zu wachsen. Die Elfe dreht sich zu den Helden um. Sie ist splitternackt und hübsch. Marik ermahnt die anderen gleich, sich zu beherrschen. „Beherrscht eure Blicke. Ihr wisst nicht, wie alt sie ist“, flüstert Marik.

Die Elfe spricht in Isdira: „Hier könnt ihr rasten, und euch stärken. Ich bin Fey’tannjar Herbstlaub, und dies ist meine Familie.“ Sie zeigt auf die Hirsche. „Seid ihr die Herrin des Waldes“, fragt Marik. „Niemand gehört der Wald. Wir reisen immer von einem Ort zum anderen, damit der Wald nicht beschädigt wird, und die Pflanzen wieder nachwachsen können“, antwortet die Elfe. Marik und Fey’tannjar unterhalten sich weiter. Unter Anderem lernt Marik den Begriff badoc. Mit diesem Begriff bezeichnet sie Adalarion. Adalarion erklärt Marik, dass dies wohl bedeutet, dass er zu lange unter den Menschen weilt, und nicht mehr so viel mit den gemeinen Elfen zu tun hat.

Stanislaus informiert sich, was Marik mit der Elfe gesprochen hat. Immerhin unterhalten sie sich ständig in einer Sprache, die ihm nicht geläufig ist. Nachdem er aufgeklärt wurde, schlägt er Marik vor, nachzufragen, ob sie Feysiriel kennt. „Gute Idee“, mein Marik. Schnell dreht er sich zu der Elfe und fragt sie nach Feysiriel. „Ja ich kenne diesen Elfen. Auch er ist badoc. Wir haben nichts mit ihm gemein. Wenn ihr ihn sucht, werdet ihn nicht finden, sondern er findet euch. Er ist sehr gut darin, sich zu verbergen“, antwortet Fey’tannjar.

Die Gruppe bedankt sich bei der Elfe. Nachdem alle gegessen und getrunken haben, begeben sich alle zur Nachtruhe.

Markttag, 20. Praios 1023 nach BF
Während den ersten Sonnenstrahlen, verabschiedet sich die Elfe von den Helden, und verschwindet mit den Hirschen tief im Wald. Nachdem sich alle gestärkt haben, reiten sie wieder zurück auf die Fürstenstraße, und anschließend Richtung Süde. Ohne Pause reiten die Gefährten an den Weilern Keschbrink und Tenkingsesch vorbei. Am Nachmittag kommt eine junge Frau zu Fuß der Gruppen entgegen. Ihr Gewand, sowie ihr Bogen deuten auf eine Jägerin. Sie trägt lässig einen kleinen Sack, wo Hasenohren hervorschauen. Von weitem winkt sie bereiten, und spricht: „Firun zum Gruße, werte Reisende. Hättet ihr etwas Wasser für mich? Ich würde euch im Tausch einen Teil meiner Jagdbeute abgeben!“ Die Helden reiten bis auf einen Schritt heran. Adalarion antwortet: „Mit Wasser können wir leider nicht dienen, da wir keine Wasserschläuche vorrätig haben. Wir können euch aber frisches Obst und Gemüse als Tausch anbieten.“ Adalarion steigt vom Pferd und zeigt der Jägerin die Ausbeute, welche sie in der Lichtung der Elfe gemacht haben.

Plötzlich springen vier Gestalten von links und rechts aus dem Wald heraus. Diese waren gut zwischen Büschen, Sträuchern und Bäumen versteckt. „Gebt uns eure Pferde, und wir lassen euch am Leben“, ruft die Jägerin vor ihnen, während sie den Bogen von der Schulter nimmt und einen Pfeil einlegt.



Es kommt zum Kampf, welcher aber nicht lange dauert. Die Räuber haben wohl nicht gerechnet, dass die Reiter so wehrhaft sind. Eine halbe Minute später liegt die Jägerin und einer ihrer Schergen verletzt am Boden. Die anderen Räuber sind entweder tot oder geflohen. Marik möchte von der Jägerin wissen, warum sie hier Leute überfallen. „Hier am Land gibt es nicht genug, um überhaupt jeden Tag Essen auf dem Teller zu haben. Und wenn man sich einem Freiherrn verschreibt, findet man sich früher oder später am Schlachtfeld und muss gegen die Nostriaken kämpfen. Lasst uns frei, oder tötet uns“, antwortet die Jägerin. Marik erklärt, dass er der Hofmagier von Freifrau Carisa sei. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Krieg zu beenden, und Frieden in die Lande zu bringen. Dies scheint die Jägerin aber wenig zu interessieren. Marik gibt schließlich auf, und Stanislaus bereitet den beiden ein rasches Ende.

Nach zwei Stunden verlassen sie endlich den Wald und die Fürstenstraße scheint auch wieder in besserem Zustand zu sein. Die Helden erreichen Weiler Achterholt. Als sie dort am Brunnen ihren Durst stillen, werden sie von den Einheimischen angesprochen. Schnell entwickelt sich ein Gespräch, und es stellt sich heraus, dass die Räuber wohl schon länger in der Gegend ihr Unwesen treiben. Adalarion kann anschließend aushandeln, dass die Weilerbewohner die Gegenstände der Räuber erhalten. Dafür bekommen die Helden Wasserschläuche, Decken und genug Proviant für die nächsten Tage.

Marik fragt währenddessen nach dem besten Weg nach Dreiseenbroich. „Wenn ihr nach Dreiseenbroich wollt, könnt ihr entweder über die Fürstenstraße weiter nach Südosten reiten, oder südwärts durch die Wildnis nach Thuranx reisen und so mit etwas Glück einen halben Tag zu Pferd sparen. Wenn ihr mutig seid, könnt ihr direkt nach Westen nach Dreiseenbroich reisen. Also direkt hin. Mit letzterer Route wäre es sogar möglich, über einen Tag zu Pferd einzusparen. Der eindeutig sicherste und bequemste Weg für euch edle Herrschaften führt jedoch weiter über die Fürstenstraße nach Egelingsfenn am Thuransee“, antwortet einer der Weilerbewohner.

Als Marik fragt, warum man mutig sein muss, wenn man die schnellste Strecke wählt, antwortet ein anderer Einheimischer: „Naja, erstens ist dies kein richtiger Weg. Eure Pferde könnten sich verletzen. Zusätzlich sind dort einige Wildtiere wie Bären und Riesenschröter schon gesichtet worden.“

Die Gruppe berät sich, und beschließt hier in Achterholt bei den netten Einheimischen zu übernachten, und am nächsten Tag den schnellsten Weg zu wählen.

Praiostag, 21. Praios 1023 nach BF
Gut erholt, geht es zu Pferd Richtung Westen. Ein Weg ist kaum zu erkennen. Am ehesten ist es mit einem Trampelpfad zu vergleichen. Der Wald wird immer dichter, und die Pferde müssen teilweise am Zügel geführt werden. Plötzlich bricht ohne Vorwarnung ein Braunbär aus dem dichten Unterholz und attackiert die Gruppe. Vor Schreck tritt das Pferd von Marik auf eine unebene Stelle, und knickt um.

Die Götter scheinen den Helden hold zu sein. Obwohl Marik einen schmerzhaften Treffer des Bären kassieren muss, ist dies das Einzige, was der Bär in seiner Rage zu Stande bringt. Nachdem der Bär bereits einige Treffer eingesteckt hat, versucht dieser ins Gebüsch zu fliehen. Jedoch hat er nicht mit dem wuchtigen Schlag von Stanislaus gerechnet. Der mächtige Hieb des Zweihänders köpft das große Tier. Beeindruckt jubeln die anderen Stanislaus zu. Während überlegt wird, was mit dem Bären nun gemacht werden soll, singt Adalarion einen Zauber „Balsam Salabunde“. Sofort schließen sich die Wunden, welche der Bär Marik zugefügt hat.



„Wir sind wahrlich eine gute Gemeinschaft. Auch wenn ich aufgrund der derzeitigen Lage unsicher bin, ob ihr mich wirklich zum Hauptmann von Joborn machen könnt, bin ich froh, nach den letzten Wochen wieder meine Stärke unter Beweis zu stellen“, meint Stanislaus stolz.

Plötzlich schlägt er die beiden Pranken ab, und legt sie sich kurz auf die Schultern. „Die Pranken würden meinem Namen von Tatzenhain alle Ehren machen“, lacht Stanislaus. Er packt die Tatzen in den Rucksack. Die anderen nicken ihm zu und Marik meint, dass die Tatzen gut verarbeitet großartig als Teil einer Rüstung aussehen würden.

„Freunde, wir sollten weiter“, ruft Adalarion. Marik kontrolliert sein Pferd und muss feststellen, dass dieses zwar noch laufen kann, aber an Reiten derzeit nicht zu denken ist. Vielleicht gerade deshalb ermahnt sich die Gruppe rasch aufzubrechen, und keine Rast mehr einzulegen.

Am späten Nachmittag erreichen sie schließlich das Dorf Dreiseenbroich. Marik steuert sofort auf die ersten Einwohner zu, und erklärt ihnen, dass Freiherrin Carisa von Joborn, sowie ihr Gefolge den hiesigen Freiherrn Adomar von Yaquirblick-Cipolya suchen. Nachdem ihnen der Weg gezeigt wurde, möchte er noch wissen, ob es hier auch ein Gasthaus gibt. Als Gegenleistung erklärt er den Einheimischen, dass in Richtung Osten ein toter Bär liegt. Sie können gerne das Fleisch und die Fälle verwerten.

Langsam führen die Helden die Pferde am Zügel durch das Dorf. In der Mitte sehen sie das hiesige Gasthaus. Davor stehen vier Pferde. Eine der Pferde scheint gerade von einem „Bekannten“ versorgt zu werden. Nämlich Arnogold, welcher zur Gruppe von Travino Oskin gehört. Ohne Aufsehen zu erregen, nehmen die Gefährten einen Umweg. Arnogold scheint sie nicht bemerkt zu haben.

Am anderen Ende des Dorfes liegt der Gutshof des Freiherren Adomar von Yaquirblick-Cipolya. Dieser ist von einem Wassergraben umgeben und nur über eine Zugbrücke vom Dorf aus zu erreichen. Er ist mehr oder weniger wie ein einzelnstehendes Gehöft angelegt: Man tritt durch ein Tor und steht auf dem Innenhof. Zur Linken liegt das große, zweistöckige Gesindehaus, dessen Obergeschoss der Heuboden bildet. Zur Rechten liegen die Stallungen mit den Räumen für Pferde, Kühe und Schweine
unten und einem Hühner- und Taubenschlag im Obergeschoss, der auch als Speicherboden dient. Die zum Gut gehörende Wiese und der Gemüsegarten befinden sich außerhalb des Wassergrabens.
Die Befestigung liegt hinter dem Gehöft auf einem künstlichen, gut dreißig Schritt hohen Hügel des Freiherren: ein aus Steineiche gezimmerter, dreistöckiger Turm, der von einem Palisadenwall umgeben ist. Der Hügel ist von einem weiteren Wassergraben geschützt und man erreicht ihn über eine zweite Brücke vom Gehöft her. An der Rückseite des Hügels führt eine Treppe hinauf zum Turm.

Vor dem Turm fängt die Gruppe der Haushofmeister oder Verwalter, welcher sich mit dem Namen Gosthelm vorstellt, ab. „Falls ihr zum Freiherrn Adomar von Yaquirblick-Cipolya wollt, muss ich euch leider enttäuschen. Dieser ist bereits seit mehreren Tagen verschwunden. Er ist mit seinem Knappen und drei Soldaten im Wald verschwunden. Ihr müsst verstehen in den umliegenden Wäldern treibt sich eine Bande von Dieben und Räuber herum. Befehligt werden sie von einem Elfen, der sich selbst „Eichenkönig“ nennt. Unser geschätzter Freiherr glaubt nicht an die Geschichten, dass der Eichenkönig sehr mächtig ist, sondern hat behauptet, dieses Geschwätz um diesen Eichenkönig sei alles nur Aberglaube. Deswegen ging er davon aus, dass er das Problem rasch gelöst haben wird. Die Abreise des Freiherrn ist nun 4 Tage her. Mehr Informationen habe ich nicht, wobei doch: „Vor zwei Stunden ist eine Truppe bestehend aus 2 Frauen und drei Männern aufgetaucht. Vor allem eine Frau, war gar schön anzusehen. Sie haben sich dann genau so wie ihr nach dem Freiherrn Adomar von Yaquirblick-Cipolya erkundigt. Als ich ihnen die gleiche Geschichte wie euch erzählt habe, haben sie mir einen Steckbrief gezeigt. Sie wollten wissen, ob die Person auf dem Steckbrief der Eichenkönig sei. Ich konnte hier keine Antwort geben, da noch niemand den „Eichenkönig“ gesehen hat. Nur seine Diebe und Räuber drohen immer mit ihm, wenn sie wehrlose Bauern und ähnliche überfallen. Die genannten Personen haben sich im Krug „Zur Eiche“ unserer hiesigen Taverne, einquartiert. Sie wollen glaube ich morgen der Spur unserer Freiherrn folgen. Evtl. könnt ihr euch mit ihnen zusammenschließen“, schildert der Haushofmeister.

Müde von der zurückgelegten Strecke, beschließt die Gruppe am Hof des Freiherrn kurz Rast zu machen, und zu beratschlagen, wie sie weiter vorgehen.

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Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 3 Monate 3 Wochen her #14984

Der Eichenkönig
Praiostag, 21. Praios 1023 nach BF
Nachdem die Helden sich beratschlagt haben, hören sie sich im Dorf Dreiseenbroich um. Die Einwohner scheinen das nördliche Waldgebiet zu meiden, da dort die Räuber des Eichenkönigs ihr Unwesen treiben. „Außer einigen abgelegenen Höfen ist dort nichts zu finden“, brummt einer der Einwohner.

„Seltsam, was machen Räuber mitten im Wald, wo keiner durchreist“, fragt Marik in die Runde. „Evtl. ist es ihr Lager, und sie sind ganz wo anders auf Beutezug“, erwidert Adalarion. „Ist doch egal, wir müssen den Elfen finden. Wenn der im Norden ist, müssen wir eben dort hin“, meint Carisa. „Ja, da hast du Recht. Nur würde ich es gerne klüger angehen. Wir übernachten hier, und verfolgen am nächsten Tag die andere Gruppe, welche von Travino Oskin geschickt wurde. Wenn es notwendig ist, greifen wir ein, sonst lassen wir sie die Arbeit machen“, erwidert Marik. Alle nicken zustimmend.

Die Gruppe bewegt sich wieder zum Anwesen des Freiherrn. Dor angekommen bittet Carisa den Haushofmister Gosthelm mit ihrer charismatischen Art, ihnen, sowie den Pferden ein Nachtlager zu gewähren. Dieser Bitte, kann Gosthelm nicht widerstehen. Anschließend fragen sie Gosthelm, wie weit sie in den Norden mit ihren Pferden vordringen können. Dieser erwidert: „Der Wald wird schnell sehr dicht. Selbst der Freiherr hat mit Sicherheit sein Pferd nach einigen Meilen zurücklassen müssen. Vermutlich habe dieser das Pferd bei einem der abgelegenen Höfe abgestellt.“

Später beim Nachtlager beschließen die Helden, früh am Morgen aufzustehen, damit sie die andere Gruppe bei der Abreise nicht verpassen. Danach kehrt endlich Nachtruhe ein und alle erholen sich von dem anstrengenden Ritt.

Rohalstag, 22. Praios 1023 nach BF
Wie besprochen sind alle früh auf den Beinen. Die Pferde der anderen Gruppe stehen noch vor der hiesigen Taverne. Angespannt warten die Gefährten, doch es passiert nichts. Als es bereits Mittag wird, wagen sich die Gefährten an die Taverne heran. Dort kommt im gleichen Moment der Wirt heraus. Nach kurzem Gespräch wird ihnen klar, dass die andere Gruppe bereits mitten in der Nacht aufgebrochen ist, und die Pferde zurückgelassen hat. Geschockt, müssen sich alle kurz sammeln, bis Marik jenes sagt, was sich alle denken: „Los, wir haben genug Zeit verloren. Wir müssen ihnen so schnell wie möglich folgen. Adalarion schau, ob du die Fährte von ihnen findest!“

Schnell hat Adalarion die richtige Spur und gemeinsam sputen sie sich, etwas Zeit aufzuholen. Einige Stunden später, kommen sie an jene Stelle, wo der Wald für Pferde wohl zu dicht werden würde. Eine Pferdespur, vermutlich vom Pferd des Freiherrn scheint hier in eine andere Richtung zu laufen. Alle anderen Spuren führen nordwärts direkt in den dichten Wald hinein. „Vermutlich, hat einer der Begleiter des Freiherrn das Pferd genommen und zu einem der abgelegenen Höfe gebracht“, meint Marik.

Nickend, konzentrieren sich alle auf die Spur nach Norden, und die Vielzahl an Ästen, welche ihnen immer wieder ins Gesicht schlagen. Obwohl sie sich im Wald befinden, ist der Boden sehr sumpfig. Dadurch ist die Spur gut zu erkennen. Nach einer guten Stunde enden plötzlich ein Großteil der Spuren vor einer Lichtung. „Es fehlen die Spuren der anderen Gruppe. Wie kann das sein? Sie sind uns weder entgegengekommen, noch haben wir Spuren gesehen, welche von hier wegführen“, meint Adalarion ratlos. „Keine Ahnung, wie sie das gemacht haben. Unser Vorteil, dass wir sie verfolgen können, ist jedenfalls dahin. Wir sollten nun der Fährte der Freiherrntruppe folgen, und hoffen, dass wir nicht in eine Falle tappen“, knurrt Marik.

Als die Gefährten von der Fährte auf-, und Richtung Lichtung schauen, sehen sie dort in der Mitte einen Felsen stehen. „Das könnte ein Ritualfelsen der hiesigen Druiden sein. Derartige Steine gibt es auch in den Wäldern rund um Anderstein“, meint Marik. Adalarion nickt, und deutet allen, dass sie langsam Richtung Felsen marschieren sollen. Dort angekommen, können die Helden erkennen, dass hier auf jeden Fall gerastet wurde. Die Spuren deuten eindeutig darauf hin. Dies muss aber dennoch zwei bis drei Tage her sein. Marik untersucht den Stein, kann aber nichts Markantes entdecken.

Da die Spur weiter nach Norden führt, bleibt den Gefährten nichts anderes übrig, als dieser weiter zu folgen. Eine weitere Stunde später kommen sie wieder an den Rand einer Lichtung. Hätten sich alle nicht vorher die Lichtung so gut eingeprägt, würden sie meinen, dass dies exakt die gleiche Lichtung ist. Der Durchmesser der Lichtung, sowie der Stein in der Mitte sind zum Verwechseln ähnlich.

Da hier jedoch nichts von Interesse ist, geht es weiter nach Norden. Eine weitere Stunde vergeht, und erneut erscheint eine Lichtung mit denselben Spezifikationen wie die ersten Zwei. Mit jedoch einem Unterschied. Beim Felsen in der Mitte, sitzt ein Mensch. Adalarion erkennt, dass dieser das Wappen des Freiherrn trägt und wohl gefesselt ist. Sorgfältig beobachten die Helden die Lichtung, sowie den Wald, welcher diese umschließt. „Dort drüben befinden sich mehrere Gestalten. Ich wette, dies ist eine Falle. Lasst uns langsam um die Lichtung herumschleichen, und die Falle entschärfen“, wispert Adalarion. Alle nicken, und folgen langsam dem Elfen.

Als die Gefährten bereits zur Hälfte an den unbekannten Gestalten herangekommen sind, meint Adalarion erstaunt: „Die müssen uns bemerkt haben. Sie ziehen sich rasch zurück. Wer oder was auch immer die sind. Die wollen wohl keine Konfrontation mit uns eingehen.“ „Gut, dann werden Stanislaus und ich zum Gefangen laufen und ihn befreien. Marik und du hält Ausschau, ob nicht doch noch versucht wird, uns eine Falle zu stellen“, antwortet Carisa. Danach klopft sie Stanislaus auf die Schulter und deutet ihm, ihr zu folgen.

Als Carisa und Stanislaus nur mehr drei Schritt vom gefesselten Soldaten entfernt sind, merken beide, dass plötzlich der Boden unter ihnen sumpfiger als sonst zu sein scheint. Oder besser gesagt, unter ihnen ist kein Boden mehr. Beide stürzen in eine Fallgrube und landen recht unsanft auf dem Boden. Marik und Adalarion haben dies natürlich bemerkt. Nach kurzer Absprache eilt Marik den Beiden zur Hilfe. Adalarion passt weiterhin auf, dass niemand die Situation ausnützt.

Allein schaffen Carisa und Stanislaus es nicht mehr aus der Grube. Deswegen verwandelt Marik seinen Stab in ein Seil, um sie aus der Notlage zu befreien. Beide haben sich wohl den Knöchel verstaucht, und Carisa klagt zusätzlich über Rückenschmerzen. „Adalarion wird sich darum kümmern“, meint Marik.

Als nächstes befreien sie den Soldaten. Dieser ist sehr geschwächt und bittet um Wasser. Sein rechtes Bein ist gebrochen, und vermutlich ein paar Rippen angeknackst. „Den Göttern zum Gruße. Wir sind auf der Suche nach dem Verschwundenen Freiherrn. Was ist euch passiert“, fragt Carisa. „Danke, dass ihr mich befreit habt. Mein Name ist Raulmuth, und ich bin einer der angeheuerten Soldaten. Eigentlich bin ich nur ein Bauer, wie alle Bewohner von Dreiseenbroich. Wenn der Freiherr jedoch zur Tat schreitet, finden sich immer ein paar Freiwillige. Wir wurden vom Eichenkönig seiner Bande angriffen. Zumindest glaube ich das. Diese rothaarigen Biester haben für uns Fallgruben vorbereitet. Leider bin ich beim Angriff reingefallen. Ich habe gehört, dass der Kampfeslärm immer weiter von der Falle weg ging. Dies ist schon drei Tage her. Eine Hand voll der Rotpelze kamen dann zurück, und haben mir aus der Falle geholfen, nur um mich hier als Köder für weitere Reisende zu platzieren. Beim Fall in die Grube ist mein rechtes Bein gebrochen. Ich brauche dringend einen Medicus, da sich der Bruch bereits entzündet hat. Bitte helft mir“, wimmert Raulmuth.

„Rotpelze? Also Goblins… Warum wisst ihr, dass es die Bande des Eichenkönigs war? Wir dachten es wären menschliche Räuber, keine Goblins“, fragt Marik. „Ich gebe zu, sicher bin ich mir nicht. Wobei ich zugeben muss, dass ich noch nie derartige Rotpelze gesehen haben, die Menschen eine Falle stellen, und dann in einen direkten Kampf sich stellen. Das passt einfach nicht zu deren Art“, antwortet Raulmuth.

Nach dem sich die Helden vergewissert haben, dass keine Gefahr droht, kommt Adalarion dazu und beginnt mehrere Zauber für Carisa, Stanislaus und Raulmuth zu singen (Balsam Salabunde)

Nachdem es alle wieder besser geht, fragt Marik, in welche Richtung der Kampf fortgeschritten ist. Wie zu erwarten ist die Antwort, nördlich. „Danke, dass ihr mir geholfen habt. Ich werde euch aber nicht weiter begleiten. Ich bin kein Soldat, und habe keine Waffe. Mit eurer Erlaubnis möchte ich zurück in meinen Heimatort“, bittet Raulmuth.

Marik nickt, und bittet ihn, den Dorfbewohnern zu erzählen, was hier passiert ist. Anschließend marschieren alle weiter nach Norden. Als sie bereits eine gute Stunde in nördlicher Richtung unterwegs sind, ertönt auf einmal der Warnruf eines Eichelhähers, gefolgt von Flattern vieler Vogelschwingen. Im nächsten Augenblick ist auch schon das Krachen und Bersten von Unterholz zu hören, als bahne sich eine Rotte Wildschweine den Weg zu den Helden. Eine Rotte? Nein, eher eine ganze Armee, so laut ist es. Und scheint es nur so, oder bebt wirklich der Boden unter den Füßen? Das können keine Wildschweine sein! Sind es Auerochsen? Oder noch größere Tiere? Alle Tiere sind verstummt, und immer noch kommt das Donnern näher. Die Gefährten suchen Schutz im dichten Unterholz und sehen schließlich jenes Wesen, welches den Lärm verursacht. Es ist so groß wie ein Baum, im wahrsten Sinne des Wortes stämmig und krafterfüllt. Fast ein Riese, schreitet es mit weit ausholenden Schritten voran und schert sich nicht um die Zerstörung, die es anrichtet. Dessen lange Arme, drei Schritt lang und dicker als ein Mannesleib, pendeln bei jedem Schritt, den es macht, und dessen laubhaariges Haupt verschwindet fast zwischen den Baumkronen. Der Rumpf könnte von der ganzen Gruppe zusammen kaum umspannt werden, und es ist borkig, gedrungen wie eine uralte Steineiche. Eine Eiche mit blitzenden Augen in tiefen Höhlen, die vor Wut und Hass glimmen, als säßen Kerzen darin. Was man Kopf nennen könnte, sitzt nahezu ohne Hals auf dem dicken Stamm. Und ist es ein Bart, der rund um das tiefe, klaffende Mundloch sprießt? Oder ist es ein Gewirr aus Flechten und Misteln? Man kann es nicht sagen. Rotes Blut klebt an den Wurzelbeinen der Eiche, doch es scheint nicht, als hätte sie ein Tier bewusst zermalmt. Eher, als hätte die Eiche sich nur nicht darum geschert, was ihr unter die Füße geriet. Füße, größer als ein Ritterschild.
Durch die Schneise, welche der lebende Baum verursacht hat, können die Helden auf eine Lichtung blicken. Auf dieser befindet sich erneut ein großer stehender Stein.



Nachdem kein Geräusch von dem Ungetüm mehr zu vernehmen ist, klettern die Helden aus dem Versteck heraus und marschieren zum Felsen in der Mitte der Lichtung. Bis auf ein paar Blutspuren ist auch hier nichts Interessantes zu finden. „Hmm, evtl. sind diese Steine ja eine Begrenzung für das Baumwesen. Immerhin hat es sich immer auf der westlichen Seite bewegt“, meint Marik. Adalarion versucht sich zu orientieren, kann aber die Spuren des Freiherrn und seiner Gefährten nicht entdecken. Vermutlich hat diese die lebende Eiche zerstört. Plötzlich hören sie wieder die stampfenden Schritte des Riesen. Deshalb überlegen die Gefährten nicht lange und laufen in den Wald Richtung Norden.

Wieder vergeht mindestens eine Stunde und der anstrengende Marsch durch den immer wieder dichten Wald, lässt die Gruppe langsam ermüden. Da lichtet sich langsam der Wald Richtung Norden. Bereits aus einiger Entfernung können die Helden den typischen Geruch wahrnehmen, der auch in der Stadt Andergast stets präsent war. Offensichtlich hat in diesem Waldstück ein Köhler sein Heim. Nachdem die Gefährten etwa eine Viertelstunde gelaufen sind, können sie die typischen, kegelförmigen Kohlenmeiler erkennen, in denen Holz langsam zu Holzkohle wird. Beim Näherkommen stellen sie fest, dass es insgesamt sechs dieser Meiler gibt, im Augenblick sind jedoch erst drei davon angefacht. Etwas abseits der Meiler steht ein abgesperrter Schuppen, an dem eine Glocke hängt. Rund um das Gelände sind in einem Schritt abstand Fackeln in den Boden gerammt, welche aber nicht angezündet sind.

Wachsam schleicht sich die Gruppe an die Gebäude heran. Plötzlich kommt aus dem Schuppen ein etwa sechzigjähriger Mann heraus. Er trägt eine Mischung aus Leder und Fellteilen. Trotz der warmen Jahreszeit scheint dieser nicht zu schwitzen. „Travia zum Gruße Reisende. Mein Name ist Adalbrand und ich bin der hiesige Köhler in der Gegend. Wie kann ich euch behilflich sein?“ „Travia zum Gruße. Wir suchen einen Elfen, der sich Eichenkönig nennt. Kennt ihr ihn, und wisst ihr wo er zu finden ist“, antwortet Carisa. Adalbrand blickt erstaunt und plaudert: „Ja ich kenne ihn. Also ich kenne beide. Ich kenne einen Elfen, der fälschlicherweise als Eichenkönig bezeichnet wird. Der Eichenkönig selbst ist eine lebende Eiche, welche sich um den Schutz des Waldes kümmert. Jedoch hat sich was bei der alten Eiche geändert. Seit einigen Tagen muss ich immer die Fackeln in der Nacht entzünden, da der Baum alles Platt tritt, was ihm im Wege steht. Dies hat er vorher nie getan. Aber ich schweife ab. Den Elf kenne ich wie gesagt, aber wo dieser genau sich befindet, weiß ich nicht. Wobei, das stimmt möglicherweise nicht. Meine Freundin Morka könnte es wissen. Kommt herein in meine Hütte, sie ist bei mir zu Gast.“

Ohne auf eine Antwort zu warten, dreht sich Adalbrand um, und betritt die Hütte. Kurz sehen sich die Helden an, und folgen anschließend still dem alten Mann. Die Hütte besteht aus Küche, Keller und guter Stube. Sie liegt an einem munter plätschernden Bächlein inmitten eines Kreises aus Pilzen. Adalbrand bittet die Helden in der Küche an einem Tisch auf ein paar Schemeln vor einem prasselnden Feuer (Ofen) platz zu nehmen. Vom Nebenraum aus hört man leichte Trommelgeräusche. Adalbrand geht in jenen Raum und kehrt nach kurzer Zeit mit einer Goblinfrau zurück. Die Goblinfrau setzt sich zu den Gefährten, und beginnt gleichzeitig zu trommeln und zu plaudern/singen/reimen…



Belustigt aber mit ernster Miene hören die Helden, Morka der Goblinfrau zu. „Wenn wir dir helfen, führst du uns dann zu Feysiriel“, fragt Marik. „Feuermensch mir bereits gesagt, dass ihr Elfen sucht. Ich kenne Elfen, und weiß, dass er ständig alles beobachtet. Wenn ihr gutes tut, und Sulakbrüder befreit, er wird sich sicher euch zeigen“, antwortet Morka. „Ihr solltet auf Morka hören. Wenn sie die Keule hat, wird sich der Wald beruhigen, und dies wird euren Elfen sicher gefallen“, meint Adalbrand. Nach kurzer Beratschlagung beschließt die Gruppe Morka zu helfen und bei Adalbrand orka zu übernachten, und am nächsten Tag gestärkt aufzubrechen.

Feuertag, 23. Praios 1023 nach BF

Nach einem kräftigen Frühstück führt Morka die Helden eine Stunde durch teilweise dichte Vegetation, bis sich der Wald wieder lichtet. Nun wissen die Helden, was Morka mit großem Haus gemeint hat. Mitten im Wald ohne erkennbaren Weg steht eine große Mühle. Das Gebäude, also die Mühle scheint noch im passablen Zustand zu sein. Daneben stehen drei kleinere Zelte, sowie ein Käfig aus Holz. Darin scheinen sich Goblins zu befinden. Neben den Zelten befindet sich ein Einmannkäfig aus Metall, welcher in der Luft hängt. Darin befindet sich vermutlich ein Mensch. Bei den Zelten können die Helden mehrere Personen aus machen welche bei einem Feuer sitzen und etwas zu braten scheinen. Neben dem Eingang steht die große lebende Eiche. Nachdem sie die Gegend eine gute halbe Stunde beobachten können die Helden weitere Menschen, sowie Orks und Goblins entdecken. „Passt auf, wenn ihr Lager betretet. Ich kenne diese Goblins. Böser Stamm, stellen gerne Fallen. Vielleicht haben sie Fallen rund um Lager aufgebaut“, meint Morka.





Die Helden ziehen sich mit Morka etwas zurück und besprechen ausführlich, was sie machen wollen. Nach einer guten Stunde scheinen sie einen Plan geschmiedet zu haben. Marik gibt eine der Glaskugeln, welche sie im purpurnen Turm erbeutet haben, und zum Glück nicht in Andergast entwendet wurde an Carisa. Damit soll sie hinter den Holzkäfig der Goblins schleichen. Da das Ganze in der Nacht stattfinden soll, hat Morka genug Zeit, Carisa folgende Worte auf Goblinisch beizubringen. „Morka hat mich geschickt. Ich werde euch befreien, und ihr stürmt dann auf die Wachen“.

Während dessen werden Adalarion, Marik und Stanislaus von Westen aus an das Lager heranschleichen. Sobald Carisa für Ablenkung gesorgt hat, werden sie einen nach dem anderen ausschalten.

Carisa hat nicht nur die Aufgabe die Goblins zu informieren, sondern wird ihnen auch Holzspeere und einen Dolch reichen. Damit können die Goblins die Seile zerschneiden, und den Käfig öffnen. Mit den Speeren sollen sie sich dann verteidigen. Zur gleichen Zeit wird Carisa im Schutz der Dunkelheit auf den Käfig der Goblins klettern. Sobald der Käfig offen ist, wirft sie die Kugel mit dem „Nebelzauber“ als Inhalt auf die Feuerstelle. Dadurch sollte genug Verwirrung und Ablenkung entstehen.

Bei Einbruch der Nacht, scheinen sich die meisten Räuber in die Zelte zurückzuziehen. Leider wird der Eingang zu der Mühle weiterhin von den Goblins und dem Eichenkönig bewacht. Trotzdem werden wie beschrieben die Aktionen nacheinander ausgeführt. Nachdem Verwirrung und dichter Nebel bei den Zelten und dem Lagerfeuer herrschen, schießt Adalarion Pfeile Richtung der Goblins, welche die Mühle bewachen. Die Ablenkung scheint aber nur kurz zu helfen, da nach und nach Schlafende aus den Zelten mit gezogenen Waffen schreiten und sich einen Weg durch den Nebel bahnen. Als sie dann Adalarion, Stanislaus, und Marik mit dem nun brennenden Flammenschwert entdecken, stürmen diese auf die Helden zu.

Ein Kampf entbrennt, doch die Gefährten schlagen sich tapfer, und töten einen Feind nach dem anderen. Phex sei Dank, bewegt sich der Eichenkönig nicht von seiner Stelle. Carisa nutzt die Chance der Ablenkung und läuft zur Mühle, welche nun unbewacht ist. Jene Zwei, welche sich gleich hinter dem Eingang befinden, kann sie geschickt herauslocken und sich verstecken. Dadurch laufen auch diese Richtung Adalarion, Marik und Stanislaus.

Erneut schleicht sie hinein, und versucht nach kurzer Inspektion des Raumes ohne Lärm die Treppe in den nächsten Stock zu schleichen.



Dort sieht sie zwei Goblins, sowie eine menschliche Frau. Schnell zieht sich Carisa wieder zurück nach unten, dicht gefolgt von einem Goblin, welcher einen Säbel trägt. Namenlose Gedanken steigen in ihr hoch, und sie versucht ein Ritual ihres neuen Gottes zu wirken. Leider scheint sie noch nicht reif dafür zu sein. Geschockt muss sie sich weiter zurückziehen, und aufpassen, nicht von einem Goblin erschlagen zu werden.

Plötzlich setzt sich der Eichenkönig wie ferngesteuert in Bewegung und läuft auf Adalarion, Marik und Stanislaus zu. Marik reagiert gedankenschnell und lässt sein Flammenschwert in die Richtung der lebenden Eiche fliegen. Diese stoppt abrupt, und scheint immer auf Abstand zur brennenden Klinge zu bleiben. Dadurch kann Marik den Eichenkönig in eine Ecke drängen, wo dieser vorerst keinen Schaden anrichten kann.

Carisa schluckt ihren Stolz hinunter und läuft aus der Mühle hinaus. Die Gefährten von ihr konnten während dessen gemeinsam, die Räuber und Goblins erschlagen. Die Orks wurden anscheinend von den gefangenen Goblins getötet. Leider mussten diese auch ihr Leben lassen. Carisa berichtet den anderen, was sich in der Mühle befindet. Adalarion überlegt nicht lange und zieht sein Schwert. Während des Kampfes hat er einen Zauber (Axxeleratus) auf sich gesungen. Dadurch läuft er nun mit übermenschlicher Geschwindigkeit in die Mühle und überrumpelt gemeinsam mit Stanislaus die Goblins, sowie die Menschenfrau, welche wohl eine Hexe gewesen sein muss.

Nachdem sich alle vergewissert haben, dass niemand mehr, mit Ausnahme des Baumkönigs lebt, sowie alle Fallen rund ums Lager entschärft wurden, läuft Adalarion schnell zu Morka und übergibt ihr die Keule. Schlagartig beruhigt sich die lebende Eiche, und steht starr an dem Platz, als wäre es ein ganz normaler Baum des Waldes.

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Letzte Änderung: von knubson.

Aventurienumfassende Kampagne - mit Beginn 1022 nach BF - DSA5 1 Monat 4 Wochen her #15010

Viel Aufwand um nichts
Wassertag, 24. Praios 1023 nach BF

Es ist bereits früh am Morgen. Freiherr Adomar von Yaquirblick-Cipolya wurde von seinem Käfig befreit. Die Toten wurden in die Fallgruben geschleppt, und Carisa hat natürlich überall nach Wertgegenständen gesucht. In einer Truhe der ehemaligen Räuberbandenchefin findet sich neben anderen Wertgegenständen und Goldmünzen einen goldenen Armreif, welcher eine in sich verschlungene Schlange abbildet. Als Marik diese sieht, meint er, dass er das Gefühl hat, dass diese magisch sein könnte. Mit dem Wissen im Hinterkopf übergibt Carisa den Armreif an Marik.

Außerhalb der Mühle warten bereits Morka, Adalarion, Stanislaus und Freiherr Adomar von Yaquirblick-Cipolya. Der Freiherr ist sichtlich geschwächt. Deshalb wollen die Helden den Freiherrn so schnell als möglich nach Hause nach Dreiseenbroich bringen.

Plötzlich vernimmt Adalarion eine Stimme in seinen Gedanken.


Marik merkt, dass etwas nicht stimmt, und spricht Adalarion an. Dieser teilt Marik mit flüsternder Stimme mit, dass er soeben die Stimme von dem gesuchten Elfen Feysiriel vernommen hat. Sie sollen auf keinen Fall nach Dreiseenbroich gehen, da dort vermutlich Verfolger auf sie warten. Am besten bringen sie den Freiherrn zum Köhler, und kehren später zur Mühle zurück. Feysiriel wird sie dort treffen. Dieser wird verfolgt, deswegen sollen wir Morkabitten, dass sie für uns diese ablenkt. Des Weiteren hat er mir mitgeteilt, dass wohl Carisa einst für Travino Oskin gearbeitet hat. Auch wenn sie es vielleicht jetzt nicht mehr tut, sollten wir vorsichtig sein.

Marik stimmt dem zu und gibt Carisa nur die notwendigsten Informationen weiter. Rasch wird der Freiherr zum Köhler gebracht. Dieser wird von Carisa mit Gold und betörenden Gesten überzeugt, den Freiherrn sicher zurück nach Dreiseenbroich zu bringen. Während dessen spricht mit Marik mit Morka: „Morka, wir brauchen deine Hilfe. Jenen Elf, den wir suchen wartet bei der Mühle auf uns. Er wird aber verfolgt, deswegen brauchen wir dich als Ablenkung. Als Danke nehmen wir dich danach mit, und besorgen dir eine neue Sippe.“

Morka ist einverstanden. „Ich laufen zu Grozhauz, und lenke ab. Und danach ich bekomme neue Sippe“, ruft sie. Eine Stunde macht sich Morka auf den Weg. Die Helden warten noch bis zum Abend und marschieren dann ebenfalls zu Mühle. Am Rande der Lichtung bleiben sie stehen und beobachten die Gegend. Vor dem Gebäude scheint eine Gestalt zu liegen. Adalarion erkennt dank seinen elfischen Augen, dass es Morka ist.

Bestürzt beobachten die Helden weiterhin die Lage. Nach einigen Minuten entschließt sich Carisa solang es geht, den Wald entlang zu schleichen, und dann hinter der Mühle sich langsam zu Morka vorzuarbeiten. Adalarion versucht derweilen jede verdächtige Bewegung zu erahnen, und hält den Bogen im Anschlag. Schließlich schafft Carisa es zu Morka. Leider scheint sie tot zu sein. Sie trägt mehrere Wunden, welche von einem Schwert oder einer Axt stammen könnten. Anscheinend hat sie mit der letzten Kraft das Wort „Grozhauz“ in Kusliker Zeichen in den Boden geschrieben.

Carisa deutet den anderen, langsam nachzukommen. Bis auf Adalarion folgen alle dem Aufruf. Carisa deutet auf Morka und auf das Wort am Boden. Die Helden sich noch unklar, was dies bedeuten soll, betreten jedoch langsam die Mühle. Als sie in den oberen Stock gelangen sehen sie, wie Pfeil in der Wand steckt. Auf diesem Pfeil scheinen zwei Botschaften befestigt zu sein. Der Pfeil muss von außerhalb meisterlich durch das schmale Fenster in die Mühle geschossen worden sein.

Nachdem sich die Helden vergewissert haben, dass niemand in der Mühle öffnet Marik die Pergamente.





Marik verbirgt die Pergamente vorerst vor Carisa und meint: „
Die Nachrichten sind für Adalarion bestimmt. Eines vorweg, Feysiriel ist nicht hier. Wir sollen zur Spektabilität Alljawa reisen. Er wird uns später treffen.“ „Na großartig, der ganze Aufwand, und dann ist der Elf nicht einmal da“, raunt Stanislaus. Carisa sagt nichts weiter dazu, fragt aber auch nicht weiter nach, was in der Nachricht steht.

Eine Stunde vergeht, und die Helden sind sich sicher, dass niemand mehr hier ist. Adalarion wurden die Schriftstücke gezeigt. Nachdem er sie gelesen hat, meint er: „Gut dann sollten wir so schnell als möglich nach Andrafall reisen.“ Marik stoppt ihn und sagt: „Vorher begraben wir Morka. Wir haben ihr zu verdanken, dass wir hier lebend rausgekommen sind. Wir sind es ihr schuldig.“ Gesagt getan, wird Morka begraben, und Marik versucht sich an einem Grabsegen. Danach packen die Helden so viel Nahrung wie möglich ein, welche sie vor Ort bei der Mühle finden und machen sich anschließend Richtung Norden auf.

Die Reise durch den Wald verläuft dank Adalarions herausragenden Orientierungssinn und Wildnis Kenntnis relativ ereignislos. Falls es Gefahren in diesen Wäldern gibt, sind sie wohl den Helden aus dem Weg gegangen.

Rohalstag, 29. Praios 1023 nach BF
5 Tage sind vergangen. Endlich sehen die Gefährten die Reichsstraße vor sich, bzw. dahinter den Ingvall. Den gilt zu überqueren, sonst müssten sie auf der Reichsstraße durch die Stadt Andergast. Dies möchten sie natürlich vermeiden, da sie dort vermutlich sofort gefangen genommen werden würden. Phex ist wohl den Helden hold. Flößer, fahren soeben den Ingvall hinab. Rasch ruft Carisa diesen, und winkt ihnen. Nach kurzer Verhandlung sind alle eine halbe Stunde später auf der anderen Seite des Ingvalls. Um nicht entdeckt zu werden, setzen die Helden die Reise weiterhin durch den Wald Nähe der Straße fort.

Wassertag, 1. Rondra 1023 nach BF
Die letzten Meilen führte der Weg immer nahe am Ufer der Andra (fließt in den Ingval) entlang, die sich hier gemächlich zwischen den Hügeln hindurchschlängelt. Als die Helden die Kuppe eines Hügels erreichen, öffnet sich vor ihnen ein großer Talkessel. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen sie eine Felswand, die sich bestimmt vierzig Schritt hoch erhebt – ein Ausläufer der höheren Berge, deren Gipfel sich in der Ferne abzeichnen. Ein Wasserfall, genauer die Andra stürzt vierzig Schritt in die Tiefe und erfüllt das ganze Tal mit ständigem Donner. Dieser Wasserfall ist der Namensgeber der Stadt.

Gerade als Marik vorschlagen will, wie sie am besten unentdeckt Aljawa in Andrafall finden wollen, knackst es neben ihnen. Eine mindestens 50-jährige Frau in schwarzem Gewand steht neben ihnen und spricht die erschrockenen Helden an.



Nach dem die Frau mit Namen Nadjescha Brinvard sie angesprochen hatte, beraten sich kurz alle, und sind der Meinung, dass man der Frau trauen könnte. Gemeinsam marschieren sie im Schutz des Waldes zu einem schönen Haus aus Stein, welches am Rand des Waldes liegt. Keine 200 Schritt entfernt, finden Bautätigkeiten außerhalb von Andrafall statt. Es sieht so aus, als würde alles für ein ritterliches Turnier vorbereitet werden.

Nadjescha bittet alle die Schuhe und Stiefel außerhalb des Gebäudes ausziehen, und sich die Füße am Brunnen zu waschen. Danach dürfen sie ohne Schuhwerk das Haus betreten. Gesagt, getan betreten alle wenige Minuten später das Haus.

Im Haus sitzt Aljawa in einem schönen Sessel, welcher aussieht, als hätte sich ein Baum entschieden sich in einen gemütlichen Sessel (Sofa) zu verwandeln. Für den Comfort sorgen zahlreiche Felle in den verschiedensten Farben. Auch am Boden liegen überall Felle. Ein wohlduftender Geruch nach frischer Backware liegt in der Luft. Neben einem großen Tisch befinden sich mehrere Regale in diesem Raum. Alle sind befüllt mit Gefäßen voller Kräuter, Gewürze, Früchte, Mehl, gepökeltes Fleisch und mehr. Auf dem Tisch steht ein großer Krug gefüllt mit Milch, sowie einem großen Teller, auf dem sich wohl ein frisch gebackener Apfelkuchen befindet. Abgerundet wird der Raum mit einem offenen Kamin, sowie einer Treppe, welche in den oberen Stock führt.

„Sanyasala, werte Freunde“, spricht Aljawa. Sie steht auf und umarmt Marik. „Ich bin froh, dass ihr am Leben seid. Die Steckbriefe, haben mich Schlimmes befürchten lassen. Leider stelle ich fest, dass Feysiriel nicht unter euch ist. Bitte setzt euch, esst und trinkt etwas, und erzählt mir, was ihr erlebt, habt. Sicher habt ihr auch etliche Fragen an mich“, meint Aljawa.

Die Helden werden informiert, dass auf jeden von ihnen 2000 Silbertaler Kopfgeld ausgesetzt sind. Eine beträchtliche Summe merkt Stanislaus an. Zusätzlich ist nun auch auf Aljawa ein Kopfgeld ausgesetzt. Nachdem sie Andergast verlassen hat, hat Argoslaus Eichwart (ihre einstige Vertretung) die Akademie übernommen. Der König Wendelmir Zornbold hat zusätzlich ein Kopfgeld auf Aljawa ausgesetzt. Angeblich sei sie mit Dämonen im Bunde, und habe die Tode von Adepten zu verantworten. „Alle, welche der Wahrheit zu nahekommen, werden sukzessive ausgeschaltet“, meint Aljawa. Ob der neue König auch mit drinsteckt, hält sie nicht für unwahrscheinlich.

Die Helden können ihr nur beipflichten und erzählen ihre Erlebnisse in Andergast und Dreiseenbroich. Einige Zeit später erzählt Aljawa über ihre Freundin Nadjescha, welche sie schon sehr lange kennt. Sie ist eine Hexe, welche in der „Schule des direkten Wegs zu Gerasim“ gelernt hat. Sie ist also keine konventionelle Hexe. Die Schule des direkten Wegs zu Gerasim bringt allen Wissbegierigen und Begabten Zauber bei. Sie lebt bereits seit 10 Jahren in diesem Haus nähe Andrafall. Sie wird gerne von den Bewohnern aufgesucht, wenn Verletzungen oder Krankheiten diese quälen. Der hiesige Freiherr Waldomir vom Bärental meidet sie jedoch.

Anschließend wechselt das Gespräch über Andrafall, und was hier gerade vorbereitet wird. „Hier laufen Vorbereitungen für ein großes Turnier zu Ehren von der Tochter von Waldomir von Bärental, aber lest selbst“, antwortet Aljawa.

https://imgur.com/gallery/pZTyY8g

„Pah, Ritter Ysgol, das ist mein kleiner Bruder. Er ist erst 16 Jahre alt. Meine Familie hat wohl nicht lange gewartet, ihren Ruf wieder herzustellen“, sagt Stanislaus. Er schlägt auf den Tisch, und sagt: „Ich muss raus an die frische Luft. Keine Sorge, ich passe schon auf nicht entdeckt zu werden.“

„Es wird gesagt, dass der neue König „Wemdelmir Zornbold“ selbst, zum Turnier kommen könnte. Vielleicht lassen sich ja „Nachfahren vom weißen Berg“ auch hier blicken. Dann bräuchten wir nicht rausfinden, wie wir die Burg Dragenstein finden können“, meint Aljawa.

Stichwort Burg Dragenstein „Meine Freundin Nadjescha lebt schon seit 10 Jahren hier. Selbst ihr, Marik von Anderstein solltet die Geschichten über den weißen Berg bzw. der Burg Dragenstein kennen. Niemand findet die Burg, obwohl man sogar noch gut weiß, wo sie sich befindet. Burg Dragenstein ist eine der wenigen steinernen Höhenburgen im Königreich Andergast und wurde ca. 300 nach Bosparans Fall von Ritter Kunolt von Angenmahr mit Erlaubnis des damaligen Fürsten von Andergast auf dem Weißen Berg in den südlichen Ausläufern des Steineichenwaldes erbaut. Angeblich haben Druidenrituale die Burg samt dem Berg verschwinden lassen“, antwortet Aljawa. Nadjescha ergänzt: „Ich war erst im Rahja dort. Es gibt sogar einen alten Gedenkstein, der den angeblichen Ort zeigen soll. Doch dahinter ist nur eine Ebene mit Wäldern.“

Nachdem die Informationen verdaut wurden, fragt Marik: „Wie gehen wir nun weiter vor. Es muss doch eine Möglichkeit geben dieses Rätsel zu lösen. Ich tippe darauf, dass das Pergament, welches wir von Feysiriel erhalten haben, irgendwie magisch beeinflusst wurde. Dadurch ist die Schrift über der Karte nicht zu erkennen. Habt ihr eine Idee, wie wir diese entziffern könnten?“

„Nadjescha, hat das Haus exzellent eingerichtet. Im oberen Stock haben wir neben Schlafmöglichkeiten auch einen Platz das Pergament oder auch andere Dinge zu studieren. Sollten wir es nicht zeitnah lösen, müssen wir auf das Turnier warten, welches am 23. Rondra anfängt. Genug Zeit, um einen neuen Zauber zu studieren Adept Marik. Oder wie wäre es mit euch hübscher Adalarion?“, antwortet Aljawa und lacht.

„Das Turnier könnte für euch ebenfalls interessant sein. Es gibt hier einige meisterlich geschmiedete Waffen, sowie verzauberte Gegenstände zu gewinnen. Falls ihr teilnehmen wollt, kann ich Verkleidung besorgen, und in Notfällen einmal täglich eine Abwandlung eines Hexenzaubers wirken, welchen euch völlig harmlos/unbekannt auf die Person gegenüber wirken lässt“ meint Nadjescha. „Wir werden darüber nachdenken“, antwortet Marik freundlich.
Alle beschließen heute nichts weiterzumachen, und erstmals zu Hause zu bleiben. Nadjescha besorgt ihnen vom hiesigen Gauklerlager, welches wegen dem bevorstehenden Turnier bereits in Andrafall kampiert, Gauklergewänder, damit sie nicht auffallen, falls sie in die Stadt gehen wollen.

Wohlgenährt und müde von den ereignisreichen Tagen, schlafen alle schnell ein.
Carisa hat in der Nacht wieder eine Vision ihres Gottes.



Windstag, 2. Rondra 1023 nach BF
Als sie am nächsten Tag in der Früh wie aufgetragen zum Brunnen schaut, liegt wie im Traum erwähnt, ein aus Eichenholz mit Koschbasalt sowie Gold verkleideter Behälter (Kästchen) dort am Boden. Schnell steckt sie den Gegenstand ein.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, möchten Adalarion, Carisa und Stanislaus in die Stadt schauen, und Gegenstände besorgen, welche ihnen bei der Gefangennahme in Andergast, entwendet wurden.

Während dessen zeigt Marik Aljawa den goldenen Armreif, welcher eine in sich verschlungene Schlange abbildet. Einige Stunden später kann der Armreif analysiert werden. Er scheint wohl den Träger willensstärker zu machen. Bietet also einen Schutz gegen Beherrschungsmagie. Marik ist beeindruckt.

Neben dem Studieren von Zaubersprüchen versuchen alle am späteren Nachmittag das Rätsel zu lösen. Leider scheint keine Flüssigkeit, kein Element oder kein bekannter Zauber die Schrift am Pergament sichtbar werden zu lassen. Plötzlich lässt Adalarion mehr beiläufig den Satz fallen: „Vielleicht wird die Schrift bei Mondlicht sichtbar…“ Aljawa sieht ihn daraufhin mit funkelnden Augen an, und antwortet: „Dann hoffen wir, dass es heute Nacht nicht bewölkt ist.“

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